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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 17. Februar 2009 um 00:00 Uhr

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maxim_gorkiy_helsinki_2006Kommt ein Hotelschiff nach Travemünde? Travemünde - Kreuzfahrer-Flair in Travemünde: Die legendäre „Maxim Gorkiy“ soll im lübschen Seebad als Hotelschiff anlegen – mit bis zu 1000 Betten an Bord. Ein Investor aus Hamburg treibt das Projekt

voran.Das legendäre Kreuzfahrtschiff „Maxim Gorkiy“ könnte bald in Travemünde festmachen – und zwar dauerhaft. Denn eine Investoren-Gruppe aus Hamburger Kaufleuten will es kaufen und vor dem Abwracken retten – und sucht händeringend einen Liegeplatz für das 196 Meter lange Schiff. Es soll dem Vernehmen nach für zehn Millionen Euro zum Hotelschiff umgerüstet werden.

Nach LN-Informationen gibt es seit zehn Tagen Gespräche mit den politischen Kreisen in Lübeck. Heute soll das Projekt im Travemünder Kurbetriebsausschuss vorgestellt werden. Auf Anfrage erklärt Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU): „Ein solches Hotelschiff wäre äußerst attraktiv für Travemünde und seine Touristen. Außerdem könnte das Seebad sein Bettenproblem mit einem Schlag lösen.“ Denn die „Maxim Gorkiy“ bietet 1000 Gäste-Betten und wäre neben der „Passat“ ein weiteres geschichtsträchtiges Schiff im Seebad.

Zu seiner Zeit war die „Maxim Gorkiy“ das erste größere Passagierschiff, das nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland vom Stapel lief: eine „Queen Mary 2“ der frühen 70er Jahre so zu sagen. Auf zehn Passagierdecks bietet die „Maxim Gorkiy“ 630 bis 1000 Betten, es gibt etliche Konferenzräume an Bord, einen riesigen Theatersaal, ein Schwimmbad, Saunen, einen Wellnessbereich, Sonnendeck, Fitness-Studio, Außen-Pool, Restaurants, Clubs, Bars und diverse Läden. Die Zimmer und die Gänge an Bord sind großzügig gestaltet.

Das Schiff wurde von den Howaldtswerken in Hamburg gebaut und brach am 28. März 1969 zu seiner Jungfernfahrt auf – damals unter dem Namen „TS Hamburg“. 1974 bekam es dann den Namen des russischen Schriftstellers. Im gleichen Jahr spielte Omar Sharif an Bord des Schiffes die Hauptrolle in dem Film „18 Stunden bis zur Ewigkeit“. Im Dezember 1989 wurde auf dem Kreuzfahrer Zeitgeschichte geschrieben, als sich dort das Oberhaupt der damaligen UdSSR, Michail Gorbatschow, und der frühere US-Präsident George Bush senior trafen – zur Zeit als der Ost-West-Konflikt beendet wurde.

Jetzt hat das Schiff seine besten Jahre hinter sich: Der Kreuzfahrtdampfer mit 23 000 PS und maximal 20 Knoten liegt vor Piräus auf Reede und soll in Indien abgewrackt werden. Die Hamburger Investoren wollen es vor dem Hochofen bewahren. Eigentlich sollte das Schiff in seiner Geburtsstadt Hamburg als Hotel- und Theaterschiff anlegen – doch man konnte sich nicht mit der Stadt einigen. Es gab keinen Liegeplatz für den Kreuzfahrer, der den Investor nicht Millionen Euro gekostet hätte. Jetzt versuchen die Investoren ihr Glück in anderen deutschen Häfen –vor allem in Travemünde.

Hier ist ebenfalls der Liegeplatz das Problem. Am Ostpreußenkai könnte das Schiff zwar anlegen – allerdings nicht das gesamte Jahr über. Denn der Kai ist ein Kreuzfahrtterminal, für dieses Jahr haben sich bereits 25 Schiffe angesagt. Einen anderen Liegeplatz auf der Travemünder Seite gibt es nicht. Und der Skandinavienkai fällt aus – seine Lage mitten im Hafen ist zu unattraktiv für ein Hotelschiff.

In den politischen Kreisen kursiert jetzt die Idee, dass die „Maxim Gorkiy“ in das Waterfront-Projekt integriert werden und am Priwall anlegen könnte. Denn auf der Halbinsel vor Travemünde soll eine Ferienanlage samt Hotel entstehen – das Schiff könnte einen Neubau überflüssig machen. Möglich wäre auch ein Anlegen dort, wo jetzt die „Passat“ ihr Zuhause hat. Das Museumsschiff könnte dann auf die Travemünder Seite an der Kaiserbrücke festmachen.

Von Josephine v. Zastrow
17/02/09



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