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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 10. Juni 2009 um 00:00 Uhr

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waterfront_priwall_01Segler wollen auf dem Priwall bleiben. Kanu- und Segler-Verein sollen ihren Platz auf dem Priwall räumen. Der Widerstand formiert sich.Das Waterfront-Projekt auf dem Priwall soll vorangetrieben werden. Die Stadt will den

Mietern rund um den Passathafen kündigen, um die Flächen für die Neubauten der geplanten 200 Millionen Euro teuren Ferienanlage freizubekommen. Die Wassersportler kündigen massive Proteste an. Betroffen sind 19 Vereine, die dort ein Winterlager für ihre Boote haben, der Verein für Kanusport – und der Segler-Verein Herrenwyk.

„Wir werden nicht weichen“, kündigt Michael Voigt, Vorsitzender des Segler-Vereins (240 Mitglieder) an. Der Verein ist Pächter eines fast 6000 Quadratmeter großen Grundstücks am Passathafen. Der Erbpachtvertrag mit der Hansestadt läuft bis 30. April 2071. Die Verwaltung hat den Seglern als Ersatzstandort die Ochsenkoppel auf der Herreninsel vorgeschlagen, was aber für die Wassersportler indiskutabel ist. „Wir brauchen eine geeignete Fläche in der Nähe des Passathafens“, so Voigt. Der Verein ist zuversichtlich, sich durchzusetzen. Voigt: „Wir haben keine Angst vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung.“

Die Stadt überlegt jetzt, ob sie dann ihr sogenanntes Heimfallrecht in Anspruch nimmt. Sie würde den Verein mit 855 000 Euro abfinden, dafür aber über die Fläche am Wasser verfügen können. Voigt macht die Gegenrechnung auf. Seiner
Meinung nach würde das Heimfallrecht die Stadt sogar 1,3 Millionen Euro kosten.

Doch nicht nur an dieser Front wartet Ärger auf die Stadt. Auch die 19 Vereine, die das Winterlager für ihre Boote am Passathafen haben, müssen umziehen. Auf der Herreninsel am Stau gebe es eine Ersatzmöglichkeit. Die im Turn- und
Sportbund organisierten Segler sehen das Waterfront-Projekt kritisch, wollen die Konsequenzen am Freitag auf einer Pressekonferenz schildern. Auch die Kanuten haben Probleme mit dem millionenschweren Vorhaben. „Bis jetzt hat die Stadt kein adäquates Ersatzgrundstück für uns gefunden“, beklagt Horst Geske, Vorsitzender des Vereins für Kanusport (130 Mitglieder).

Unterdessen hat die Bürgerinitiative für eine behutsame Priwallentwicklung (BIP) Alternativ-Vorschläge für eine Bebauung auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Die Gegner wollen keinen Hotelneubau, kein Schwimmbad und auch keine
Bebauung des Abschnittes zwischen Priwallfähre und Passathafen. Sie bevorzugen eine Umgestaltung des Passathafens mit Hilfe eines Wettbewerbes und den Ausbau des Priwall-Krankenhauses als eine Art Ökozentrum mit Tagungsräumen, Jugendherberge und Mehrgenerationenhaus. Durchkalkuliert ist das Vorhaben allerdings nicht. Dennoch sagt Siegbert Bruders, Sprecher der Initiative: „Wir haben ein schlüssiges Konzept.“ Das Vorgehen der Stadt nennt er einen „vor sich hin wuchernden Prozess“.

Der Waterfront-Investor Sven Hollesen hatte sein ursprüngliches Konzept bereits im Frühjahr dieses Jahres auf Grund des Widerstandes der Politik abgespeckt. Hollesen: „Es gibt ein kleineres und grüneres Projekt.“ Der Baubeginn
verzögere sich auf 2011. In der kommenden Woche beschäftigen sich vier Ausschüsse damit. Ende des Monats entscheidet dann die Bürgerschaft.

Von Josephine von Zastrow und Kai Dordowsky
vom 10/06/09
Foto: Georg (55, vorn) und Susanne Bilsky (52) aus Bayern sowie Wolfgang Knorr (55) aus Thüringen sind gern auf dem Priwall zu Gast. Wie es mit dem dortigen Segler-Verein weitergeht, steht derzeit in den Sternen.
Foto: LUTZ ROESSLER

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