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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 18. Februar 2009 um 00:00 Uhr

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jakobikirche
Fertig saniert: St. Jakobi strahlt wieder
Lübeck - Das Gerüst ist verschwunden, der Kirchturm von St. Jakobi ist nach der Sanierung wieder fast wie neu.Hoch oben auf dem Dachreiter zieht’s gewaltig.Doch der Weg

 

hierher durch den dunklen Dachstuhl und über klapprige Leitern hat sich gelohnt.Und das nicht nur wegen des fantastischen Blicks über Lübeck, sondern vor allem, weil man erst von hier oben sieht, welche Dimensionen die Sanierung des Kirchturms hat. Die Uhr, von unten nicht sehr beeindruckend, lässt vom Dachreiter aus ihre Größe von 30 Quadratmetern erahnen.
Die Unterkonstruktion wurde mit Eichenholz erneuert, Zeiger und Ziffern erstrahlen wieder gülden. „Und hier“, sagt Kirchenbauhütten-Leiter Bernd Leinert und zeigt auf die Kugeln am Fuß der Turmspitze, „haben bei einer früheren Sanierung die Handwerker drin gesessen und gefrühstückt“. Bei einem Durchmesser von zwei Metern kein Problem. Ersetzte Steine und Ziegel, 150 sanierte Zier- und Zuganker, auf die Leinert verweist – gut vorstellbar, dass die Bauarbeiten eine ganze Weile gedauert haben. Und teuer wurden.
Eigentlich“, so Kirchenkreis-Fundraiser Dariush Ghobad anlässlich einer kleinen Feierstunde in der Sieben-Meere-Kapelle, „waren wir von einer einjährigen Bauzeit und Kosten in Höhe von einer Million Euro ausgegangen“. Das Geld hatte man beisammen, nachdem die Sparkassenstiftung einen Zuschuss in Höhe von 400 000 Euro zugesagt hatte. Doch dann geschah das, was gerade bei Altbauten immer wieder passiert: Zu Beginn der Sanierung bemerkten die Handwerker, dass weder ein Jahr noch eine Million Euro ausreichen würden. Die Sparkassenstiftung suchte das Gespräch, ließ uns nicht im Stich, gab weitere 200 000 Euro.“
Die Baukosten summierten sich auf 1,742 Millionen Euro. Davon trägt die Kirchengemeinde St. Jakobi 23 000, die Innenstadtgemeinden 126 000, aus der Spendenaktion „7 Türme“ kamen 418 000 zusammen, der Kirchenkreis Lübeck brachte 575 000 zusammen und die Sparkassenstiftung 600 000 Euro.

Dafür dankte auch Pröpstin Petra Kallies ganz herzlich. An der Turmsanierung habe man das gesehen, „was wir unseren Kindern immer sagen: Wenn ihr etwas nicht alleine hinbekommt, sucht euch ganz viele Leute, die mitmachen!“ Ein intakter Kirchturm von St. Jakobi sei nicht nur für die Kirche, sondern auch für viele Lübeckerinnen und Lübecker von Bedeutung.

Der Kirchenvorstand, sagte Pastor Lutz Jedeck, sei sehr mutig gewesen. „Er hat die Vision von der Musik- und Seefahrerkirche entwickelt und bei der Turmsanierung die Ziele nicht aus den Augen gelassen, ohne in Hektik zu verfallen.“ Gemeinsam mit Petra Kallies überreichte er ein Stück Holz von der Turmuhr mit Kupferblech vom Ziffernblatt und eingearbeiteter Jakobi-Muschel an den Vorsitzenden der Sparkassenstiftung, Wolfgang Pötschke. Der freute sich über das Geschenk und darüber, „dass wir als recht junge Stiftung gleich solch einen tollen Auftrag übernehmen konnten“.

St. Jakobi ist – bis auf die Dachsicherung im Ostchor und Arbeiten an den Pastoraten – mit der Sanierung „durch“. Das nächste große Werk wird 2010 voraussichtlich der Dom sein.

Von Sabine Risch
Ln vom 18/02/09
Foto LN: Schön wie eh und je: 16 000 Steine wurden bei der Sanierung des Kirchturms verbaut. Foto: Neelsen

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