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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 29. September 2009 um 13:13 Uhr

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hafencityr_03_180Frischer Wind soll durch die Hansestadt und über die nördliche Wallhalbinsel wehen. So jedenfalls verstehen die dänischen Architekten ihren Entwurf für die neue Hafen-City. Für das 70 000 Quadratmeter große Areal in Traumlage vor der Lübecker Altstadt

 

hat sich ein Team aus zwölf Architekten vom dänischen Büro Åristiderne Arkitekter einen verspielten Entwurf aufgedacht. Das Büro arbeitet mit den isländischen Investoren Jöklar und pG-Verk zusammen - die den Zuschlag für den Bau von Lübecks neuer Hafencity bekommen haben. 150 bis 160 Millionen Euro wollen sie dort investieren.

Von oben betrachtet sieht der Architekten-Entwurf Gebäude vor, die in großem Zickzack auf dem Areal angeordnet sind, unterbrochen von der Straße, die in der Mitte hindurch führt. Dadurch entstehen überall kleine Höfe, sechs Plätze und viele Grünflächen - in Anlehnung an die Häuserstruktur in Lübecks Altstadt, erklärt Architekt Kim Skovhus. Nur neben den Media Docks erstreckt sich ein rechteckiges Gebäude, das eine Kopie des sanierten Hafenschuppens ist. An der Spitze der Landzunge steht das Media Center. "Dort wollen wir einen architektonischen Höhepunkt platzieren", sagt Architektin Bettina Groß. Was dort einmal untergebracht wird, steht noch nicht fest. Ein Hotel, Kino oder Museumkönnte dort einziehen. Im obersten Geschoss soll es ein Restaurant geben - mit Blick auf die Lübecker Altstadt.

Die Höhe der Gebäude darf 19,80 Meter - etwa sechs Etagen - nicht überschreiten. Allerdings werden Ausnahmen gemacht. So soll das Media Center etwa acht Stockwerke haben. "Der Entwurf macht der Lübecker Altstadt aber keine Konkurrenz", verspricht Bausenator Franz-Peter Boden (SPD). Es komme vor allem auf die Silhouette der Gebäude auf der Wallhalbinsel an, so der Bausenator.

Das Konzept der Isländer und Dänen mischt Gewerbe mit Wohnen. Vorgesehen ist, dass dort zu 50 Prozent Wohnungen entstehen - und zu 50 Prozent Restaurants, Büros, Cafés, vielleicht auch ein Kindergarten. "Es soll ein lebendiger Stadtteil werden", erklärt Groß. Dazu gehören auch Autos. Es wird eine halb unter der Erde liegende Tiefgarage gebaut - mit 1100 Stellplätzen. "Durch die halbe Höhe ist die Garage sehr hell", erklärt die Architektin. Zudem können auf der oberirdischen Hälfte viele kleine Läden untergebracht werden.

Die von der Trave umflossene Landzunge soll auch eine Marina bekommen - mit bis zu 400 Liegeplätzen. Damit die Menschen auch das Wasser erleben können, halten sich die zwölf Gebäudegruppen zurück, ragen nicht ins Wasser. Vielmehr entsteht rund um die Halbinsel eine Promenade mit sogenannten "Art Stops" - ein Rundgang, an dem entlang sich Kunstobjekte aufreihen. "Damit wollen wir die Touristen auf die Wallhalbinsel locken", erklärt Groß. Die Architekten bezeichnen ihren Entwurf "als Grundidee". Ihre Vision für die Wallhalbinsel soll nun mit der Stadt weiterentwickelt werden.

Von Josephine von Zastrow, LN

LN vom 12/12/07
Foto: Lübecker Nachrichten

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