Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Wer ist Online?

Wir haben 95 Gäste online
The next version of Ubuntu is coming soon
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Geschrieben von: magazin-deutschkand Freitag, den 06. November 2009 um 23:35 Uhr

Benutzerbewertung: / 0
SchwachPerfekt 

In indischen Vorstädten mangelt es oft an sanitären Anlagen. Eine deutsche Hilfsorganisation schafft nun Abhilfe – und verringert damit die Krankheitsfälle. Ein Report

Von Katharina Nickoleit

In dem Städtchen Kolar Goldfields vor den Toren Bangalores ist es wie in vielen Städten Indiens: Ein Viertel der 47000 Einwohner lebt ohne sanitäre Anlagen. Durch die mangelnde Hygiene verbreiten sich Krankheiten wie Cholera und Typhus schnell. Doch das soll sich nun ändern. Auf einer Rasenfläche in der Vorstadt von Kolar Goldfields stehen zwei Toilettenhäuschen, eines für Männer und eines für Frauen. Entwickelt wurde die Toilettenanlage von der deutschen Hilfsorganisation BORDA (Bremen Overseas Research and Development Agency). Die Organisation erstellt sanitäre Anlagen, die speziell auf die Bedürfnisse in der Dritten Welt ausgerichtet sind. Neu an der Anlage ist, dass zu ihr eine Kläranlage gehört, die nicht an die öffentliche Kanalisation angeschlossen werden muss. Sie ist technisch einfach konstruiert und leicht zu warten.

„Das kann von den Anwohnern selber übernommen werden“, sagt Pedro Krämer, der die Idee entwickelt hatte. Rund 17000 Euro kostete der Bau der Anlage, die von über 1000 Familien genutzt werden kann. Die Kosten wurden von der Stadtverwaltung übernommen.

Damit die Anwohner die Anlage auch annehmen, wurden sie zur Beteiligung am Bau aufgerufen. So fand sich auch schnell eine Gruppe engagierter Frauen, die die Anlage betreibt. Erste Erfolge sind schon zu verzeichnen. „Wir haben jetzt sehr viel weniger Krankheiten als früher“, sagt Jaiomani Kobalkar und zeigt auf eine große Tafel, die an der Wand der Anlage hängt. Der Bürgermeister des Viertels hat darauf die Krankheitsfälle des letzten Monats verzeichnet: Keine Cholera, kein Typhus mehr.

14.01.09
Quelle: magazin-deutschland.de
Banner