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Geschrieben von: magazin-deutschkand Samstag, den 07. November 2009 um 12:49 Uhr

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Studierende aus Karlsruhe und der Pontifícia Universidade Católica do Paraná haben ein Modell für ein Ökohaus im brasilianischen Curitiba entwickelt

Studierende aus Deutschland und Brasilien entwerfen ein Baukonzept

Viele Parks und ein sehr gut ausgebautes öffentliches Nahverkehrssystem: Curitiba, die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Paraná, ist eine auffällig grüne Metropole und ein Vorzeigebeispiel, wie nachhaltige Stadtentwicklung aussehen kann. Mittlerweile leben im Großraum Curitiba annähernd fünf Millionen Menschen.Und mit jedem Tag zieht die Region, deren Pro-Kopf-Einkommen etwa dreimal so hoch ist wie der Landesdurchschnitt, neue Zuwanderer an. Das stellt auch eine Öko-Stadt wie Curitiba vor neue Herausforderungen. Es gibt sozial benachteiligte Viertel, in denen Menschen auf engstem Raum zusammenleben – mit allen Problemen, die damit verbunden sind. Hier setzt die deutsch-brasilianisches Kooperation der Universität Karlsruhe, der Karlsruher Hochschulgruppe „Engineers without Borders“ und der Pontifícia Universidade Católica do Paraná (PUCPR) in Curitiba an. Ziel des Projektes „Ecohabitare“, das in Brasilien von Professor Fernando Arns koordiniert wird: die Lebensqualität der Bewohner städtischer Armensiedlungen zu verbessern. Ein wesentlicher Schritt auf diesem Weg ist die Entwicklung eines Ökohauses.

Wie eine solche Unterkunft aussehen könnte, hat eine interdiziplinäre Gruppe deutscher und brasilianischer Studierender der beiden Hochschulen im vergangenen Jahr bei einem gemeinsamen Workshop in Karlsruhe erarbeitet, den der Ingenieur und Architekt Peter Gotsch vom Labor für Stadtplanung im globalen Kontext geleitet hat. „Wir haben Recyling-Flaschen zu Solarkollektoren verarbeitet und hatten damit eine einfache, aber wirkungsvolle Heizung für warmes Wasser“, erzählt der Karlsruher Bauingenieur-Student Mussie Kidane. Plastikmüll sinnvoll verwertet – dies ist ein Resultat des deutsch-brasilianischen Workshops. Ein weiteres: die Studierenden entwerfen ein ökologisches Modellhaus für eine Wohnsiedlung in Curitiba. Eine Anleitung zum Nachbauen und weitere praktische Ergebnisse der deutsch-brasilanischen Zusammenarbeit beim Projekt „Ecohabitare“ sind unterdessen auch schon in einem Nachschlagewerk zusammengefasst. „In Brasilien haben unsere Partner um Professor Arns ein eigenes Handbuch herausgebracht“, erzählt Peter Gotsch. Es ist ein weiterer Schritt in Richtung ökologische Siedlungsplanung in Teilen von Curitiba. Mit dem deutsch-brasilianischen Ideenaustausch steht ein Baukonzept und damit ein wichtiges Gerüst für weitere Fortschritte: den ersten echten Prototyp eines Ökohauses.

09.07.08
Quelle: magazin-deutschland-de
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