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Geschrieben von: LN Beitrag Sonntag, den 08. November 2009 um 00:00 Uhr

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wann_koberg_lnWann erstrahlt Lübecks Koberg endlich wieder? Um das Kunstwerk auf dem Koberg zu retten, muss es in Teilen neu gebaut werden. Unterdessen leben alte Debatten wieder auf.
Die Possehl-Stiftung, die das 225 000 Euro teure

Lichtquadrat bezahlt hat, Stadt und Künstler sind nach wochenlanger Sprachlosigkeit einig: Damit das Kunstwerk irgendwann einmal fertig wird, sind größere Eingriffe nötig. Das Objekt müsste um eine zweite Sitzstufe erweitert und dafür angehoben werden. Die gesamte Elektronik, die im Sommer Opfer eines Wasserschadens wurde, soll überprüft werden. Die schwarzen Poller für die Marktbeschicker sollen abgebaut werden. Beschriftungstafeln, Windmesser, Stromzähler und Kabelverbindungen müssten installiert werden. Wie teuer das wird, können die Verantwortlichen derzeit nicht benennen. Der Künstler Peter Turpin holt gerade Angebote für die Baumaßnahmen ein. Als erstes will er „das Licht wieder in Gang bringen“.
Ob und wann das Lichtquadrat erneut angefasst wird, kann niemand beantworten. Turpin: „Ich hoffe, im nächsten Jahr – wenn alle an einem Strang ziehen.“ Renate Menken, Vorsitzende der Possehl-Stiftung, macht es von den Kosten abhängig. „Jetzt wird erst einmal der Schaden diagnostiziert, dann wird zeitnah entschieden“, so Menken. Stiftung und Bauverwaltung machen unmissverständlich klar, dass der Ball jetzt im Spielfeld des Künstlers liegt.
Vor einem Jahr wurde die Inbetriebnahme gefeiert – aber fertig war das Kunstwerk nicht. Die Steuerungssysteme für das Licht, das auf Wind, Wetter und Bewegungen reagieren soll, fehlten noch. Im Sommer 2009 passierte ein folgenschweres Malheur: Die Lichtachsen verformten sich – vermutlich durch ein Fahrzeug. Wasser drang ein. Anfang Juli wurde das Licht abgeschaltet. Seitdem ist das Kunstwerk dunkel. „Wir sind nicht glücklich mit dem Zustand“, sagt Renate Menken, „die Situation wird negativ für die Stiftung ausgelegt.“ Auch Peter Turpin leidet unter dem Zustand: „Ich habe immer gesagt, dass auf dem Kunstwerk kein Rangierverkehr stattfinden kann.“ Das ist inzwischen auch gutachterlich bestätigt. Die Possehl-Stiftung hat Berechnungen eines Statikers eingeholt. Fazit, so Uwe-Jens Hansen, Projektleiter der Stiftung: „Das Kunstwerk ist nicht befahrbar.“
Unterdessen drängen Politiker auf andere Lösungen für Nordeuropas schönsten Platz. Die Junge Union scheiterte gerade auf dem CDU-Parteitag mit dem Vorstoß, einen Parkplatz daraus zu machen. Anders als ihr Vorgänger, der solche Überlegungen strikt ablehnte, sagt Stiftungsvorsitzende Menken: „Ein Parkplatz wäre schade. Aber wenn es Theater und Gastronomie nutzt, kann man wenigstens darüber nachdenken, Teile des Kobergs abends für Kfz zu öffnen.“ Nichts hält Menken von Ideen, den Platz mit dem Geibel-Denkmal, Bäumen und Bänken zu schmücken. Die Vorsitzende: „Wir müssen nicht alles so bauen, wie es vor 100 Jahren war.“ Genau das fordert ein FDP-Antrag zur nächsten Bürgerschaft. Der Bürgermeister soll mit der Possehl-Stiftung verhandeln, ob den Wünschen zahlreicher Bürger Rechnung getragen werden könne.

Von Kai Dordowsky
Ln-online/lokales vom 08.11.2009 00:00
Foto: Renate Menken und Uwe-Jens Hansen von der Possehl-Stiftung fordern eine dauerhafte Lösung für das Kunstwerk. Foto: TIM JELONNEK


Leser-Kommentare (3)

phoenix schrieb am 08.11.2009 09:01:
Wer am kulturellen Leben teilnehmen möchte, kommt gerne mit Bus oder Taxi, und Gastronomiebesucher
sollten es besser auch tun. Bei der Gestaltung sollte man aber doch den "armen" Geibel von seinem
" Mauerblümchendasein" befreien - und ihn mal wieder auf diesen schönen Platz sehen lassen. Die Leitidee für die Gestaltung dieses Platzes sollten Kultur und Freizeit sein.

Frau Vom Ausland schrieb am 08.11.2009 10:38:
Durch die ganze Umgestaltung ist der Koberg jetzt ein herzloer Platz, ihm fehlt eine Seele und ich glaube nicht, das er unbedingt eine Insgtallation benoetigt. Pflanzt mehr Baeume und installiert Baenke. Das waere viel schoener.

H-M Schuldt schrieb am 08.11.2009 11:16:
Die Lichtanlage/Kunstwerk sollte senkrecht stehen, 1. sieht man es dann besser und 2. kann es nicht so schnell verdrecken. Dafür sollte dann ein Standort in einer häßlichen Ecke der Stadt gewählt werden, die damit aufgewertet wird. Der Koberg kann dann auch wieder voll für verschiedene Zwecke genutzt werden.

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