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Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 12. November 2009 um 01:30 Uhr

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luebeck_hbf_grossS-Bahn-Pläne: Ablehnung aus Travemünde.Der immer wieder in der Presse und von Verkehrsexperten diskutierten Idee einer S-Bahn-Linie zwischen Lübeck-Travemünde und Lübeck-Flughafen steht der SPD-Ortsverein Travemünde skeptisch und besorgt gegenüber.

 

Dabei sollte eigentlich dieser Ortsteil profitieren.
In der Oktober-Sitzung hat die Bürgerschaft sich für einen neuen Bahnhaltepunkt im Hochschulstadtteil entschieden und 500.000 Euro für den Bau bereit gestellt. Die Entscheidung war heftig umstritten. Die CDU forderte eine Prüfung der Auswirkungen auf den ohnehin stark defizitären Busverkehr. Jetzt kommt weiterer Gegenwind für eine S-Bahn. Anders als die SPD-Bürgerschaftsfraktion lehnen die Travemünder Genossen das Projekt ab.
"Soweit uns bekannt ist, gibt es keine tragfähigen Untersuchungen darüber, dass das Fahrgastaufkommen zwischen Travemünde und dem Haltepunkt Flughafen (oder auch darüber hinaus für die Strecke nach Lüneburg) so hoch ist oder werden könnte, dass dies die Einrichtung einer durchgehenden, umsteigefreien Bahnverbindung nahe legt", so Thomas Schapke, erster Vorsitzender der SPD Travemünde. "Eine durchgehende Bahnverbindung von Travemünde zum Flughafen würde nur schwerlich mit der (auch im Kommunalwahlprogramm der SPD geforderten) Verbesserung und Vermehrung der durchgehenden, umsteigefreien Eisenbahnverbindungen zwischen Travemünde und Hamburg (und womöglich darüber hinaus) unter einen Hut zu bringen sein, die uns bei weitem wichtiger erscheint."
Zur Zeit gibt es durchgehende Zugverbindungen zwischen Travemünde und Hamburg nur an den Wochenenden der Sommermonate. Schapke: "Das ist ein sowohl für Pendler aus Travemünde und Kücknitz als auch für Touristen aus dem Raum Hamburg bedauerlicher Rückschritt gegenüber dem Zustand früherer Jahre. Dabei ist davon auszugehen, dass die Verbindung Travemünde – Hamburg die am meisten genutzte Umsteigeverbindung auf dem Lübecker Hauptbahnhof ist und bleiben wird und deshalb am ehesten für diese Strecke der Einsatz durchgehender Züge sinnvoll und anzustreben ist."
Sowohl für Tagestouristen als auch für mit der Bahn anreisende Übernachtungsgäste sei die Attraktivität des Zieles auch von der Qualität einer möglichst umsteigefreien Bahnverbindung abhängig. "Travemünde ist hier gegenüber anderen Ostseebädern, die wie Warnemünde, Binz auf Rügen oder Usedom sogar an das Intercity-Netz angeschlossen sind, ohnehin im Nachteil und darf deshalb nicht durch Verschlechterung der Bahnverbindung nach Hamburg noch weiter abgehängt werden", meint Thomas Schapke. Dagegen werden Gäste für Travemünde – selbst wenn der Lübecker Flughafen erhalten bleiben sollte – kaum mit dem Flieger aus Spanien oder Italien anreisen."
Der verkehrspolitische Sprecher Vorsitzende der SPD-Bürgerschaftsfraktion Ulrich Pluschkell setzt dagegen auf einen 30-Minuten Takt für Travemünde. Dann könnte abwechselnd ein Zug nach Hamburg und einer nach Blankensee fahren. "Beide Projekte sind für Lübeck - insbesondere den Stadtteil Travemünde - gleichermaßen wichtig. Deshalb können sie auch nicht als Alternativen betrachtet werden", so Pluschkell.

HL-live.de vom 7.11.09
Foto: Auch in der SPD gibt es jetzt eine offene Ablehnung der S-Bahn Pläne.


Kommentare zu diesem Text:

bahnfahrer schrieb am 07.11.2009 um 13.56 Uhr:
Die Stellungnahme ob ein S-Bahn Verkehr einem Durchgangsverkehr nach/von Hamburg im wege stehen würde, sollte man den Leuten überlassen, die sich mit der Fahrplangestalltung auskennen. Ein solches Signal aus Travemünde gegen eine S-Bahn ist einfach nur traurig und zeigt wie wenig Vorstellungskraft unsere Politiker haben. An dieser Stelle hätte ich konkrete Lösungsvorschläge erwartet und nicht einfach etwas von der Art "das ist schlecht, das wollen wir nicht". Auf diese Weise werden schon seit Ewigkeiten verschiedene Projekte in Lübeck zerredet, kein Wunder, dass sich Investoren zurück ziehen.
So liebe komunalpolitiker aus Travemünde, es ist Zeit nicht mehr gegeneinader zu arbeiten, sonder miteinader und dazu gehört eine fachgerechte Ausarbeitung der Probleme bevor irgendwelche Stellungnahmen gemacht werden. Der S-Bahn verkehr nach Travemünde kann beispielsweise abwechselnd mal von Hamburger Zügen(alle 60Min), mal von Zügen aus Ratzeburg(alle 60Min) bedient werden. Abwechseld ergibt sich ein 30Min Takt auf beiden Streckenteilen. Zusätzlich könnten weitere Vertärker-S-Bahnen zwischen HL Hbf und Travemünde verkehren und so die Zugfolge auf 15Min verdichten und die mittlerweile teuere Busverbindung durch den Tunnel überflüssig machen.

Mehr Fachkompetenz in der Politik in allen Bereichen!!

Ludwig schrieb am 07.11.2009 um 16.52 Uhr:
Eine S-Bahn-Verbindung hätte vielleicht eine negative Auswirkung auf den defizitären Busverkehr? Na, wenn das ein Argument ist, hätte ich einen geradezu genialen Vorschlag zu machen: Wie wäre es, wenn man auf den betreffenden Strecken nicht nur eine S-Bahn-Verbindung abblockt, sondern gleich noch das Rad- und Autofahren einfach verbietet? Und Fußgängerwege werden zu Busspuren umgebaut. Da dann alle Menschen gezwungen wären, den Bus zu nehmen, würde sich die nächste Fahrpreiserhöhung auch endlich mal lohnen. Fahrten nur noch einmal pro Stunde, dafür aber zum doppelten Preis. Das wär's doch! Es bringt ja schließlich nichts, die Preise zu erhöhen, solange die Menschen auf alternative Transportmittel ausweichen können. ;-)

Schrankensteher schrieb am 07.11.2009 um 18.31 Uhr:
Einen 15min Takt? Hallo gehts noch?
Die Bahn hat ihre Schranken kaum im Griff, was man an den Ausfällen der Anlangen immer wieder beobachten kann. Noch schlimmer sind die endlosen Wartezeiten bis ein Techniker den Schaden behebt.
Außerdem fährt die Bahn quer durch Travemünde, da wären die Schranken permanent geschlossen.
Das kann ich nicht befürworten.
Ich sehe da auch keine Notwendigkeit.

JensHL schrieb am 07.11.2009 um 19.51 Uhr:
Es gibt mit unseren örtlichen Verkehrsexperten immer das gleiche Problem - irgendwie versuchen sie die Quadratur des Kreises, indem alles mal eben so vor sich hingesponnen werden kann, fernab jeder Realität.

Zu dem prinzipiell nicht schlechten Gedankenansatz muss aber folgendes sagen:

- in Lübeck wird von der örtlichen Verkehrsplanung (die ja aus Versehen beim Stadtverkehr angesiedelt ist) seit Jahren schon die ÖPNV-Planung komplett ohne die Bahn gemacht. Statt in Teilbereichen auch mal die Zubringerfunktion für eine potentiell irgendwann mal S-bahn-taugliche Strecke anzudenken, so dass man hier Bus-km sparen kann und diese dann sinnvoller woanders (zum Beispiel in einem besseren Takt in den Stadtteilen) einsetzt, wird permanent ein Liniennetz parallel dazu geplant und unterhalten. Bestes Beispiel: Linie 30 und die Bahn, die sich regelmäßig parallel am Haltepunkt Kücknitz bewegen.

- Wenn auch aus der Politik vielleicht mal die Impulse kommen, hier zu verzahnen und SINNVOLL die Verkehrsmittel aufeinander abzustimmen, dann haben solche Hirngespinste wie die S-Bahn Travemünde-Blankensee mit 30-Minuten-Takt nach Travemünde mal eine Chance, etwas realistischer zu werden. Dann macht z.B. auch ein Haltepunkt Hochschulstadtteil Sinn - wenn von dort sinnvoll ins Umland verteilt wird. Wenn natürlich parallel und möglichst zeitgleich die Linien 19 und 32 auch aus der Stadt kommen, ist das eher sinnfrei....

Aber wer weiß, vielleicht schafft es der Haufen von Individualisten mit sehr polarisierten Ideen doch noch, sich zusammenzuraufen - die Hoffnung stirbt ja zuletzt...

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