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Aktuelles - HanseBeltRegion und die FehmarnBeltbrücke

Geschrieben von: HL-live Donnerstag, den 03. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

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universitaetHanseBelt auf dem Weg zur Wissensregion
Die HanseBelt Region ist auf dem Weg zu einer Wissensregion einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. In einer Absichtserklärung vereinbarten die Präsidenten der Universität zu Lübeck, der Fachhochschule Lübeck und der Hochschule Wismar gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck und dem Initiativkreis HanseBelt eine enge Kooperation.
"Das ist ein klares Bekenntnis zur Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Jeder hat etwas davon. Auch die Landesregierungen von Schleswig-Holstein und Hamburg begleiten diesen Prozess positiv, bis hin zur Unterstützung mit einem Kooperationsfonds", zog IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Bernd Rohwer nach dem HanseBelt Kongress "Hochschulprofile im Wandel" zufrieden Bilanz.
Norbert Basler, Sprecher des HanseBelt Initiativkreises, warb für die Idee einer HanseBelt Universität zwischen Hamburg und dem Øresund. "Wir leben in einer bereits pulsierenden Region. Um Exzellenz in Wissenschaft und Forschung auszubauen, benötigen wir die HanseBelt Universität als Plattform für engere Kooperationen." Nur so könnten die Hochschulen in der Region eine "kritische Masse" zur äußeren Wahrnehmung für Studenten, Wissenschaftler und Unternehmen erreichen. "Wir wollen den HanseBelt als engagierten Wissenschaftsstandort profilieren.

Dazu müssen wir alle Kräfte bündeln", sagte Basler vor rund 200 Gästen in den Lübecker Media Docks. Zugleich betonte er, dass die Initiative es begrüßen würde, wenn sich ihr weitere Hochschulen anschließen.

Auf dem Kongress warb Ann-Kathrin Schröder von Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft eindringlich für Zusammenarbeit von Hochschulen. "Profilbildung und Kooperation schließen sich nicht aus. Nutzen Sie die Vielfalt Ihrer Hochschulen als Chance." Das fange bei Synergieeffekten in der Verwaltung an und reiche bis zur grenzüberschreitenden Studiengängen und –abschlüssen.

Diese Aufforderung unterstützte auch Professor Dr. Erwin Beck, Vorstandsvorsitzender der Internationalen Bodensee-Hochschule. Er berichtete von seinen guten Erfahrungen in der Kooperation von Hochschulen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein. "Ich bin ein Brückenbauer für vier Länder." Der Universitäts-Verbund schaffe viele Möglichkeiten. "Jeder sucht sich den Partner, den er benötigt", so Beck. "Damit haben wir schon viel erreicht – und alles mit wenig Geld." Schwierigkeiten habe es bisher häufig beim Wissenschafts- und Technologietransfer gegeben, weil die Hochschulen in diesem Bereich Konkurrenten seien. "Wir suchen jetzt verstärkt Projekte, bei denen der gesamte Verbund profitiert."

Professor Dr. Stefan Bartels, Präsident der FH Lübeck, sagte, die vom Initiativkreis HanseBelt und der IHK zu Lübeck ausgehende Kooperations-Initiative knüpfe perfekt an das in Lübeck bestehende Angebot der internationalen Studiengänge an. "Für uns ist der Wissenschafts- und Technologietransfer eine wichtige Säule unserer Tätigkeit. Daher sind uns die Kontakte zur Wirtschaft sehr wichtig."

Auch die Universität zu Lübeck wolle verstärkt auf die Industrie zugehen, kündigte Präsident Professor Dr. Peter Dominiak an. "Die Vernetzung in der HanseBelt und der Øresund-Region geben uns neue Möglichkeiten." Besonders freue es ihn, wenn die Kooperation grenzüberschreitende Studiengänge und von den Partnern anerkannte Abschlüsse ermögliche. "Dann werden auch immer mehr Studenten zum Studium in den HanseBelt kommen", sagte er. Einen Wettbewerb mit anderen Hochschulen fürchte er nicht. "Konkurrenz und Kooperation schließen sich nicht aus."

Für Professor Dr. Norbert Grünwald, Präsident der Hochschule Wismar, bietet die Kooperationsvereinbarung gute Möglichkeiten, sich für die Zukunft neu aufzustellen. "Der demografische Wandel kommt auf uns zu, wir werden tiefe Einschnitte hinnehmen müssen", sagte er. Das Fehlen von 15 Prozent der bisherigen Studenten führe zu einer Personaleinsparung um 20 Prozent durch das Land Mecklenburg-Vorpommern. "Allein können wir Profilbildung und Wertschöpfung nicht mehr lange gewährleisten. Dafür benötigen wir die Kooperation mit anderen Hochschulen und der Wirtschaft." Er regte an, dass die Universitäten sich zunächst intensiv über ihre Schwerpunkte austauschen, damit sie zum Beispiel im Bereich Logistik Kräfte bündeln können.

Der Hamburger Staatsrat Dr. Rolf-Barnim Foth begrüßte die Initiative, die von der Wirtschaft im HanseBelt ausgeht. "Sie geben damit einen großen Schub für weitere Kooperationen. Was Sie geschaffen haben, ist etwas, was auch Hamburg braucht." Er bot dem Zusammenschluss weit gehende Unterstützung an, von der Clusterbildung bis zu einem finanziellen Beitrag zu einem Kooperationsfonds. "Damit können wir Interessenten locken, denn bisher haben wir keine so enge Zusammenarbeit ‚von oben‘ ermöglichen können."

Das Land Schleswig-Holstein werde das Zusammenwachsen der Hochschulen in der neuen Wissensregion begleiten, kündigte Dr. Cordelia Andreßen an. Die Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr lobte zugleich, dass die Impulse der Wirtschaft einiges voranbringen werden und
der Hochschullandschaft im Norden damit internationales Gewicht gebe.


Autor: IHK   vom 02.12.2009 17.05
HL-live.com

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