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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 12. September 2009 um 00:00 Uhr

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costa_300_lnEin fast 300 Meter langer Palast. Ein Riesenpott steuerte gestern Travemünde an: Mit 292,5 Metern Länge ist die „Costa Mediterranea“ der größte Kreuzfahrer, der jemals am Skandi anlegte.
Als die „Costa Mediterranea“ um 7.30 Uhr an der „Passat“ vorbeilief, schrumpfte der stolze Segler rein optisch auf die Größe eines Flaschenschiffs

 

zusammen, und auch die „Peter Pan“, ein durchaus stattliches Schiff, glich eher einem Beiboot, als sie um Punkt zehn das Kreuzfahrtschiff Richtung Trelleborg passierte.
„Wir sind sehr stolz über den Besuch dieses großen Kreuzfahrtschiffes“, sagte Anja Schmuggerow, Marketing-Mitarbeiterin der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG). Denn durch diesen Schiffsriesen, der von der Kaikante bis zum Oberdeck knapp 40 Meter misst, werde Lübeck als Kreuzfahrthafen aufgewertet. Travemünde ist der einzige deutsche Hafen, den das Schiff auf seiner Tour von Stockholm nach Helsinki, St. Petersburg und Gdingen anlief. Möglich machten dies die Schiffsmakler Sartori & Berger, die schon seit längerem ein Auge auf Lübeck als Kreuzfahrthafen werfen. Und der Hafen hat in dieser Nische derzeit eine positive Entwicklung. Während im vergangenen Jahr nur 13 Kreuzfahrer Travemünde anliefen, sind es in diesem Jahr 25. „Für 2010 haben wir schon 19 Anmeldungen“, hob Anja Schmuggerow hervor.
costa_mediterrane2daniel7Doch so ein Schiff wie die „Costa Mediterranea“ verbraucht Platz an der Kaikante – den von zwei großen RoRo-Fähren. Groß bemessen muss auch der Sicherheitsbereich sein, der in Zeiten des weltweiten Terrorismus zwingend vorgeschrieben ist. Die „Costa Mediterranea“ wurde gestern mit einer 400 Meter langen Zaunwand hermetisch abgeschirmt. Besonders groß war das Aufgebot an Sicherheitskräften: Denn der italienische Kreuzfahrer lief an einem 11. September in Travemünde ein.
Weit mehr als 2000 Passagiere aus 20 Ländern gingen am Morgen zum Landgang von Bord und besichtigten Lübeck und Hamburg, während die LN einen Blick in das Innere dieses schwimmenden Palastes warfen. „Verspielt, bunt und heiter“, nennt die Reederei die räumliche Gestaltung. Man könnte auch sagen: „kitschig“.
Prächtige Skulpturen im Atrium mit seinen Panoramaaufzügen, italienische Eleganz in Tausenden von Fassetten, Wand- und Deckenmalereien, die italienischen Adelspalästen des 16. und 17. Jahrhunderts nachempfunden wurden: Den Passagieren gehen die Augen über auf dem Weg zu den vier Restaurants, in denen man bis Mitternacht ununterbrochen speisen kann, oder zu den mehr als 1000 Kabinen, zu den Diskotheken, zur Sauna, zum Türkischen Dampfbad und den vier Whirlpools und vier Swimmingpools und dem Theater mit seinen 1900 Plätzen. Die „Costa Mediterranea“ hat zwölf Decks und zwölf Bars. Da kann man sich verlaufen.
Bei einem kleinen Empfang an Bord mit Lübecks stellvertretenden Stadtpräsidenten Lienhard Böhning und Hafenvertretern lobte Kapitän Claudio de Fenza das „liebenswerte Lübeck“ und den Hafen. Auch mit Blick auf das gute Wetter sagte Kapitän: „Ihr macht hier einen sehr guten Job.“Am Abend lief der Kreuzfahrtriese Richtung Kopenhagen aus.


Von Torsten Teichmann
LN vom 12/09/09
Foto: ein imposanter Anblick: Das hochmoderne Kreuzfahrtschiff, 2003 gebaut, vor traumhafter Travemünde-Kulisse. Foto: KARL ERHARD VÖGELE

Foto gross: Daniel78



Leserbriefe:

H.W. Gothmann schrieb am 12.09.2009 09:07:
Ein ganz besonderer Dank gilt den vielen Hundert oder Tausend Zaungästen, die gestern um 18.00 Uhr dieses Traumschiff euphorisch verabschiedet haben. Die Promenade war voll wie sonst nur bei der Travemünder Woche - dieser begeisternde Abschied ist sicher auch bei den Reedereiverantwortlichen
in Genua angekommen. So erledigen die Bürger, was die Verwaltung nicht schafft

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