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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 14. März 2009 um 00:00 Uhr

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naturzentrumpriwall_lnsoll Touristen anlocken. Lübeck - Große Pläne für den Priwall: Als Touristenmagnet soll dort ein Naturerlebniszentrum entstehen, das 100 000 Gäste im Jahr anlockt. Neue Touristenattraktion für Travemünde: Auf dem Priwall soll ein Naturerlebniszentrum gebaut werden. „Es ist als ökologisches Freizeitangebot geplant“,

 

erklärt Kurdirektor Uwe Kirchhoff auf LN-Anfrage. Je nach Größe variieren die Investitionskosten –sie könnten aber mehrere Millionen Euro betragen, von denen ein Großteil aus Fördertöpfen von Land und Bund fließen soll. Kirchhoff will Naturvereine wie den Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer, Sportangler, Umweltstiftungen und die Wirtschaft für das Projekt gewinnen. „Wir wollen es möglichst breit anlegen“, so Kirchhoff. Seiner Ansicht nach ist die ökologische Ausrichtung des Projektes entscheidend und auch anziehend für Touristen und Gäste. Er rechnet mit 100 000 Besuchern des neuen Naturerlebniszentrums, das sich allein über Eintrittsgelder und Pachteinnahmen durch Läden oder ein Restaurant finanzieren soll, die ebenfalls in dem Komplex untergebracht werden könnten.

Dreh- und Angelpunkt des Konzeptes ist die derzeit 200 Quadratmeter große Ostseestadion auf dem Priwall. Sie soll in wesentlich größerer Form in einem neuen Gebäude in die geplante Ferienanlage des dänischen Investors Sven Hollesen auf dem Priwall integriert werden – gern unter einem Dach mit dem vorgesehenen Schwimmbad.

Die Architektur sollte ebenfalls ökologisch ausgerichtet sein. „Ein Öko-Bad“, bringt Kirchhoff die Idee auf den Punkt.

In dem neuen Zentrum sollen die Gäste mit Hilfe von Aquarien und interaktiven Angeboten die heimische Natur zu Wasser und zu Land besser kennenlernen. Als Touristenmagnet ist eine Lachsaufzuchtstation vorgesehen. Die Fische sollen dann in die Trave ausgewildert werden. „Der Lachs war früher der Brotfisch der Lübecker“, so Kirchhoff. Im 19. Jahrhundert starben die Tiere aber aus. „Mittlerweile ist die Wasserqualität der Trave wieder so gut, dass die Lachse dort leben können“, so Kirchhoff. Die Besucher des neuen Erlebniszentrums sollen die Möglichkeit bekommen, die Aufzucht der Lachse zu beobachten. Außerdem sind Außenbecken geplant und – wenn das Geld reicht – eine unterirdische Glaswand, von der aus die Gäste in die Travemündung schauen können. Sozusagen ein begehbares Aquarium. Vorgesehen sind Exkursionen speziell für Familien oder Schulkinder zum südlichen Priwall, Wanderungen mit naturkundlicher Führung und Veranstaltungen wie Kescherkurse.

„Wissenschaftliches Entertainment“ nennt der Meeresbiologe und Leiter der Ostseestation Thorsten Walter seine Art, die Besucher für die Bewohner der Ostsee zu interessieren. Er arbeitet mit an dem Konzept für das neue Naturerlebniszentrum. „So etwas in dieser Form gibt es sonst nicht“, sagt Walter. Zudem hält er den Standort Priwall für ideal, da es in der Nähe nichts Vergleichbares gebe. Das „Sea Life“ in Timmendorfer Strand befasse sich mehr mit exotischeren Tieren, ansonsten gebe es in Kiel und Stralsund die nächsten Einrichtungen, die sich mit dem Leben im Meer beschäftigen. Walters Spezialität sind individuelle Führungen, die jedes Mal anders ausfallen – entsprechend der Besuchergruppe, die in die Ostseestation kommt.

Im Mai 2007 hat Walter die Ostseestation auf dem Priwall in einer Halle am Passathafen eröffnet. 10 000 Besucher kommen jedes Jahr. Der Eintritt beträgt fünf Euro für Erwachsene, 3,50 für Kinder. Das Einzugsgebiet reicht bis Hamburg, im Sommer kommen vor allem Tagestouristen. Zwischen Aquarien und Bibliothek  erklärt Walter die heimischen Fische und gibt Antworten auf Fragen wie „Was machen Quallen im Winter?“ Nach Walters Ansicht sind mehrere zehntausend Besucher für das Zentrum realistisch. Und: „Es wäre gut für Travemünde.“

Von Josephine von Zastrow
14/03/09
Vision eines neuen Naturerlebniszentrums neben der „Passat“: Als schneckenförmige Gebäude stellt es sich Studentin Birte Steensen vor. Fotos: SABINE RISCH

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