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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 18. November 2009 um 00:00 Uhr

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gegenikeaDänischburg - Die Ansiedlungspläne von Ikea in Dänischburg erhitzen im Lübecker Einzelhandel weiter die Gemüter.„Bei den geplanten Dimensionen am Standort Dänischburg ist eine Verdrängung bestehender Anbieter in Lübeck und in den Umlandgemeinden unvermeidlich“, ist das Fazit eine

Diskussionsveranstaltung des Einzelhandelsverbandes Nord und des Lübeck Managements mit Unternehmern aus Lübeck und den Umlandgemeinden.
„Bei aller Rücksichtnahme auf noch laufende Verhandlungen mit dem Investor und noch abzuwartende Gutachten und Untersuchungen; angesichts dieser Stimmungslage sehen wir dringenden Handlungsbedarf“, sagte Regina Schroeder, Geschäftsführerin des Bezirks Lübecks des Einzelhandelsverbandes Nord. Es gehe nicht darum, notwendige und wichtige Investitionen zu verhindern, wurde betont.
Auch mit einer moderateren Ausgestaltung des Ikea-Projektes werde die Industriebrache in Dänischburg entwickelt und Ikea in die Lage versetzt, „einen einzigartigen Standort mit hohem Erlebniswert aufzubauen“, heißt es in der gestern veröffentlichten Stellungnahme des Einzelhandelsverbands. Der Einzelhandel in Lübeck und im Umland betrachte Ikea und das geplante „House of Living“ als Gewinn. Doch alles, was Ikea darüber hinaus in Dänischburg ansiedeln wolle, sei bereits in „anderen schützenswerten zentralen Versorgungsbereichen vorhanden“.
Der Einzelhandelsverband appellierte an die „Interessenvertreter der Stadt Lübeck“: „Sorgen Sie dafür, dass die Altstadtinsel auch zukünftig für Investoren ein attraktiver Standort bleibt.“ Die Entwicklung bestehender und zentraler Versorgungsbereiche müsse Vorrang vor „überdimensionierten Neuansiedlungen“ haben.
Sorgen bereitet dem Einzelhandel das Ausmaß der künftigen neuen Verkaufsflächen in Lübeck. Mit den geplanten Flächen an den Standorten Dänischburg (Skandinavien Center), Genin (Dodenhof/Möbel Lutz) und Herrenholz (Citti) kämen zu den heute vorhandenen 460 000 Quadratmetern bis zu 145 000 Quadratmeter Verkaufsfläche hinzu. Das entspreche einem Zuwachs von 30 Prozent. Davon seien, so der Einzelhandelsverband Nord, bis zu 58 000 Quadratmeter Verkaufsfläche zentralrelevante Sortimente: „Wenn eine Größenordnung an innenstadtrelevanten Sortimenten von 50 Prozent der gesamten innerstädtischen Versorgung außerhalb der Innenstadt zusätzlich angesiedelt wird, dann kann dies nicht ohne Folgen für Lübeck und die Region sein.“


Von Torsten Teichmann
ln-online/lokales vom 18.11.2009 00:00

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