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Geschrieben von: LN Beitrag Sonntag, den 20. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

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hafencity_08Jetzt ist die Entscheidung gefallen: Die Architekten aus Lübeck und Rotterdam sollen die Hafencity gestalten. Ihr Entwurf kopiert die Media Docks, die bereits auf der Wallhalbinsel stehen.
Jetzt steht die Bebauung der Lübecker Hafencity fest: Die Gebäude werden ähnlich aussehen wie die Media Docks.

Der Entwurf stammt vom Lübecker Büro Brodersen und Gebauer und den Rotterdamer Architekten Wurck. Die neunköpfige Jury entschied gestern einstimmig, dass sie den Zuschlag bekommen – und nicht die Hamburger.

Beide Büros waren vor vier Wochen als Sieger des Masterplan-Wettbewerbes zur nördlichen Wallhalbinsel gekürt worden und sollten ihre Varianten noch einmal überarbeiten. „Der Entwurf der Lübecker hat eine identitätsstiftende Struktur“, begründet Andreas Theilig vom Gestaltungsbeirat die Entscheidung für die deutsch-holländische Gruppe. Außerdem lobt er das „flexible Konzept“. Das sei vonnöten, denn bis die nördliche Wallhalbinsel komplett bebaut ist, wird es einige Jahre dauern.

Aus dem Entwurf soll jetzt ein Bebauungsplan entstehen. Ende März 2010 können die isländischen Investoren DCP (Development, Construction, Properties) dann mit dem Bauen beginnen. Satte 160 Millionen Euro will DCP investieren, um aus der nördlichen Wallhalbinsel das Hansahafen Quartier zu machen. Insgesamt wird das Großprojekt zehn Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen, denn die Gebäude werden in 14 Abschnitten realisiert. Am Ende soll aus dem 70 000 Quadratmeter großen Areal ein eigener Stadtteil mit 85 000 bis 90 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche werden. Die ersten Häuser sollen bereits im Frühjahr 2011 fertig sein.

Der deutsch-holländische Entwurf sieht neun Gebäudekomplexe auf der Wallhalbinsel vor, die sich an die Architektur der Media Docks und der jetzigen Hafenschuppen anlehnen. Die langen, rechteckigen Gebäude sind klassisch hintereinander angeordnet, einmal rund um die Halbinsel mit der Längsseite in Richtung Wasser gruppiert. In sich sind die Häuser etwas verschachtelt – einige Stockwerke zurückgesetzt, andere nehmen die volle Häuserbreite ein. Auf der Altstadtseite sind drei- und vier Geschosse plus ein Staffelgeschoss vorgesehen. Auf der Seite zur Roddenkoppel soll höher gebaut werden – dort sind vier bis fünf Geschosse geplant. Die Häuserhöhen variieren zwischen 11,10 Meter und 17,70 Metern. Zum Vergleich: Die Media Docks sind bis zu 19,80 Meter hoch. Die einzelnen Stockwerke messen 3,30 Meter. In den oberen Geschossen haben die Architekten Wohnungen vorgesehen, im Erdgeschoss sollen Büros, Geschäfte, Cafés und Restaurants untergebracht werden. Nicht nur die Architektur, auch die Fassade der Häuser erinnert stark an die Media Docks. Die Gebäude sollen mit roten Ziegeln gebaut und mit Glas, Beton und Stahl versehen werden. Zudem wird es – ebenfalls in Anlehnung an die Media Docks – viele Balkone geben.

An der Spitze der Landzunge soll zur Roddenkoppel eines der langgestreckten Gebäude gebaut werden – dort könnte ein Hotel einziehen. Auf der Altstadtseite ist ein vom Boden aus ansteigendes Gebäude geplant, auf dem man flanieren kann – ein treppenförmiger Platz. Innen können sich die Architekten Hotel- oder Konferenzräume vorstellen. Insgesamt sind drei große Plätze vorgesehen – an der Spitze, in der Mitte und am Anfang. Zudem wird es drei kleine Plätze zwischen den Häusern geben. Die Autos können in der Mitte der Wallhalbinsel fahren, insgesamt sind 1300 Parkplätze vorgesehen, davon 150 überirdisch. Der Rest verschwindet unter den Gebäuden.

Der einstige Zick-Zack-Entwurf, den DCP einmal vorgestellt hatte, ist damit passé. „Er ist der klassischen Struktur gewichen“, gibt Bausenator Franz-Peter Boden (SPD) zu. Für einzelne Abschnitte soll es Architektenwettbewerbe geben. DCP-Chef Fridbert Fridbertsson: „Es war ein harter, aber guter Prozess. Jetzt geht es darum, welches Design die Gebäude bekommen.“

Von Josephine von Zastrow
LN vom 20.12.08
Foto:  Aus der Vogelperspektive: Die nördliche Wallhalbinsel soll schon bald komplett umgestaltet werden. Foto: Meyer/LN

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