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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 25. Juli 2009 um 00:00 Uhr

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001konjunkturpaketKonjunkturpaket hilft Handwerk- Hoffnung für das Lübecker Handwerk: Das Konjunktur- paket II wird ab Herbst einen starken Aufschwung auslösen, ist die Kreishandwerkerschaft überzeugt. Die Bauprojekte böten Arbeit für mehrere Jahre.So viel Optimismus hat’s lange nicht mehr gegeben.

Kreishandwerksmeister Hans Falkenhagen, sein Stellvertreter Carsten Groth, der Obermeister der Lübecker Elektroinnung, Peter Bode, und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Michael Starbusch, sind felsenfest davon überzeugt, dass das Lübecker Handwerk bald wieder goldenen Boden hat und die Wirtschaftskrise hinter sich lassen kann.

Die Hoffnung ist begründet: Die Lübecker Bauprojekte des Konjunkturpakets II haben ein Volumen von 15,7 Millionen Euro. Hinzu kommen der Bau von fünf Sporthallen im Rahmen des Sporthallenprogramms Schleswig-Holstein (13,7 Millionen Euro) und das Förderprogramm Städte (Weltkulturerbe) mit einem Umfang von sechs Millionen Euro. Für 1300 Lübecker Handwerker gebe es Arbeit für Jahre, sagte Carsten Groth in einem LN-Gespräch. Er ist davon überzeugt, dass die „gleiche Zahl von Arbeitsplätzen zusätzlich geschaffen werden muss, damit die Arbeit überhaupt bewältigt werden kann“.

Großes Lob kommt von den schleswig-holsteinischen Förderinstituten. Das, was die Kreishandwerkerschaft Lübeck gemeinsam mit der Hansestadt auf den Weg gebracht habe, sei „einmalig im Land“.

Acht städtische Projekte und neun Baumaßnahmen privater Träger sollen mit dem Konjunkturpaket angepackt werden. Die Hansestadt und die freien Träger müssen für ihre Projekte einen Anteil von 20 Prozent zahlen. Schwerpunkt aller Baumaßnahmen bilden Modernisierungsarbeiten in Schulen und Kindergärten.
Dass die Bauprojekte erst im Herbst starten und nicht schon in den Sommerferien, ist für das Handwerk kein Problem: „Es ist wichtig, dass die Bauprojekte nicht mit heißer Nadel gestrickt werden. Viel wichtiger ist eine vernünftige Planung, damit dann alles glatt geht,“ sagte Peter Bode. Sichergestellt wurde von der Kreishandwerkerschaft, dass ausschließlich heimische Betriebe vom Konjunkturprogramm profitieren. Bode: „Das Geld soll in Lübeck bleiben.“

Die Referenzliste der an den Bauprojekten beteiligten Handwerksbetriebe umfasst 96 Firmen, die sich beworben hatten. Insgesamt waren 200 Unternehmen angeschrieben worden. Hans Falkenhagen hob hervor, dass „nur Innungsbetriebe von dem Programm profitieren“. Durch die Bildung von Arbeitsgemeinschaften erreiche die Kreishandwerkerschaft, dass bei den Bauprojekten nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch die kleinen Betriebe ein Stück vom Auftragskuchen abbekommen. Falkenhagen: „Wir, und nicht die Generalunternehmen, ergreifen die Initiative.“ Fast überschwänglich erklärte Bode. dass „gute Zeiten auf das Lübecker Handwerk zukommen.“ Das Handwerk könne jetzt „tief durchatmen“. Und Carsten Groth mahnte die Privathaushalte, die heimischen Modernisierungsarbeiten nicht auf die lange Bank zu schieben: „Handwerker könnten bald knapp werden.“

Bereits seit Februar hatte die Kreishandwerkerschaft mit der Stadtverwaltung und den Geldinstituten Gespräche über die Umsetzung des Konjunkturprogramms geführt. In den Herbstferien soll nun mit den ersten kleineren Bauprojekten begonnen werden, am Jahresende gibt es dann den Startschuss für die Großprojekte.
Für die Abwicklung der zahlreichen Baumaßnahmen wurden auf Initiative der Kreishandwerkerschaft in der Lübecker Bauverwaltung vier neue Planstellen geschaffen – befristet bis 2012.

Von Torsten Teichmann
25/07/09
Schulterschluss des Handwerks (v.l.): Carsten Groth, Hans Falkenhagen und Peter Bode freuen sich über die Auftragsflut für das Lübecker Handwerk. <QM>Foto: TIM JELONNEK

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