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Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 01. Oktober 2009 um 01:56 Uhr

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naturschutzgebietLübecks Hafen unter Naturschutz. Das Land will das Mündungsgebiet der Trave unter europäischen Naturschutz stellen. Das kündigte Umweltminister Christian von Boetticher (CDU) an, der den Lebensraum von Wasserfenchel und geschlängelter Schmiele schützen will.

 

In Lübeck ist jetzt die Sorge um die künftige Hafenentwicklung groß.

 

Zwischen Teerhofsinsel und Travemünde soll die Trave ein sogenanntes FFH-Gebiet werden. Große Teile des Flusslaufes sind bereits angemeldet, jetzt werden zwei Gebiete nachgemeldet - der Bereich zwischen Dänischburg und Schlutuper Wiek sowie der Bereich Skandinavienkai und Teile der Lübecker Bucht. Die Nachmeldung sei nötig, weil die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU bislang fehlerhaft umgesetzt worden sei, erklärt das Umweltministerium. Wie am Flughafen Blankensee hatte Lübeck auch am Hafen dafür gesorgt, dass Teilbereiche der Trave vom europäischen Naturschutz ausgenommen werden. Grund der Proteste beim damaligen Umweltminister Klaus Müller (Grüne): Die Hansestadt fürchtete um ihre weitere wirtschaftliche
Entwicklung. Dass nun CDU-Minister von Boetticher die Bereiche unter Schutz stellt, begründet dessen Sprecher Christian Seyfert mit dem Druck der EU. Brüssel hatte angedeutet, dass Kiel sich bei Nichtmeldung einer Vertragsverletzung schuldig mache. Das kann hohe Geldstrafen nach sich ziehen. Seyfert: "Wir müssen hier etwas machen." Nur durch die komplette Unterschutzstellung werde eine gesicherte Rechtsgrundlage für alle weiteren wirtschaftlichen Planungen erreicht. Wenn die Stadt ihren Hafen ausbaut, muss sie künftig Ausnahmegenehmigungen beantragen. Für Baumaßnahmen, die bereits laufen oder genehmigt sind, hat der Schutzstatus keinerlei Bedeutung. Seyfert: "Was bereits läuft, genießt Bestandsschutz."
Im Lübecker Rathaus sorgt man sich, dass der Hafenausbau behindert werden könnte. "Das Risiko für die Weiterentwicklung im Hafen liegt jetzt bei der Landesregierung", sagt Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU). Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) erklärt, man warte auf Informationen, welche konkreten Projekte betroffen sind: "Wir wollen wissen, was die Nachmeldung bedeutet."
Die Trave ist im Lübecker Raum Heimat von Fischen wie dem Flussneunauge sowie Pflanzen wie Schierlings- Wasserfenchel und geschlängelter Schmiele. Die EU ordert im Rahmen ihres Natura-2000-Programms Vogelschutz- und FFH-Gebiete von herausragender ökologischer Bedeutung, um so Biotopnetze zu schaffen.

ln-online/lokales vom 10.11.2005

Foto: www.hl-live.de

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