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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 22. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

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11.draeger_staerktAus der Reorganisation bei Dräger geht der Standort Lübeck gestärkt hervor: So wird das Geschäftsfeld Beatmung (Respiratory Care) in Lübeck zusammengeführt, um Verbundeffekte für Entwicklung, Fertigung und Allgemeine Verwaltung freizusetzen. Alleine zwölf Millionen Euro werden in ein neues

Fertigungsgebäude investiert.
Die Drägerwerk & Co. KGaA wird durch die im Geschäftsjahr 2009 beschlossenen Maßnahmen im Rahmen des Turnaround-Programms wie geplant Einsparungen von nachhaltig 35 Millionen Euro gegenüber 2008 erzielen. In diesem Zusammenhang wird das Unternehmen seinen Standort in Best (Niederlande) im Laufe des ersten Halbjahres 2010 schließen.
Im Zusammenhang mit der Standortschließung in Best haben sich die Verhandlungsparteien über einen Sozialplan geeinigt. Den knapp 120 Mitarbeitern in Best wurde ein Wechsel nach Lübeck angeboten, wovon in 12 Fällen Optionen ausgearbeitet werden. Dräger entwickelt und produziert bisher in Best Geräte für die Notfall- und Heimbeatmung. In den vergangenen Jahren war der 1996 gegründete Standort trotz einer Restrukturierung defizitär. "Unsere Wettbewerbsposition verbessert sich durch die Bündelung in Lübeck deutlich", so Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. Der Fokus des Geschäftsfelds Respiratory Care liegt weiterhin auf einem umfassenden Produktangebot für die gesamte Patientenprozesskette in der Beatmung: vom außerklinischen Notfall über die Notaufnahme bis hin zur Therapie auf der Intensivstation sowie beim inner- und außerklinischen Transport von Patienten.
Dräger wird ein neues Produktions- und Logistikgebäude für das Geschäftsfeld Infrastrukturprojekte bauen. Die rund 175 Mitarbeiter des bisher in Lübeck-Travemünde ansässigen Bereichs sollen Ende 2010 die neuen Räumlichkeiten in der Revalstraße am Standort Lübeck beziehen.
Das geplante Gebäude schafft optimale Voraussetzungen für die Verbesserung der Logistik- und Produktionsprozesse. Darüber hinaus sind die Betriebskosten des Neubaus geringer als in der aktuell gemieteten Immobilie, sodass der Neubau sofort einsparwirksam wird. Die Planung sieht ein äußerst flexibles und transparent gestaltetes Gebäude vor. Es wird die Produktion mit den administrativen und planerischen Funktionen vernetzen. Die Investitionssumme beträgt rund 12 Millionen Euro. An der bilanzneutralen Investition ist die CommerzReal AG zusammen mit einem regionalen Finanzierer als Projektpartner beteiligt. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt das Investitionsvorhaben mit einer Förderung von 15 Prozent der Investitionssumme, die an den Erhalt von Arbeitsplätzen gekoppelt ist.
Das stark wachsende Geschäftsfeld Infrastrukturprojekte plant, installiert und wartet zentrale Versorgungsanlagen und Medienversorgungssysteme für Krankenhäuser. "Der Neubau ist ein eindeutiges Bekenntnis zum Standort Lübeck und eine Investition in die Zukunft, um Kosten zu senken und somit langfristig Arbeitsplätze in Lübeck zu sichern", betont Stefan Dräger.
Das Unternehmen verstärkt seit November die Medizintechnikproduktion in Lübeck, um die Kapazität dem Bedarf anzupassen. In Summe war die Einstellung von etwa 90 Mitarbeitern geplant, wovon der überwiegende Teil bereits umgesetzt werden konnte. Rund zwei Drittel der neuen Mitarbeiter werden feste oder befristete Arbeitsverträge erhalten. Ein Drittel der Stellen wird mit Zeitarbeitnehmern besetzt.
Grundsätzlich haben sich die Leitung des Unternehmens und die IG-Metall in einer gemeinsamen Erklärung verpflichtet, in Verhandlungen einzutreten, mit dem Ziel einheitliche Arbeitsbedingungen bei Dräger anzustreben und dabei das wirtschaftliche Interesse des Unternehmens zu berücksichtigen. "Unser Ziel ist es, die
Arbeitskosten allgemein zu senken und vor allem zu flexibilisieren, damit wir auch bei Schwankungen in der Kapazitätsauslastung oder bei zukünftigen Krisen möglichst alle Arbeitsplätze bei Dräger erhalten können", erläutert Stefan Dräger.


HL-live online
Lübeck, den 22.12.09
Fotos: Dräger will verstärkt in Lübeck investieren. Foto: Dräger

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