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Geschrieben von: LN Beitrag Freitag, den 13. November 2009 um 00:00 Uhr

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ikeaskizze280709Ikea-Chef:  Wenn Ikea samt dem skandinavischen Center nach Dänischburg kommt, dann blutet die Innenstadt aus. Das ist die Sorge der Lübecker Einzelhändler in der Innenstadt. Jörn Hafferberg vom Lübeck-Management hat diese Bedenken auch bei der Ikea-Debatte in Dänischburg vehement geäußert.

Johannes Ferber, Geschäftsführer der Ikea Verwaltungs GmbH, hingegen sagt: „Wir sind offen für Kooperationen.“ Der Möbelriese arbeite auch in anderen Städten mit dem örtlichen Handel zusammen.

„Wir haben uns in Dänischburg etwas Besonderes ausgedacht und wollen uns einfügen in die Einzelhandelslandschaft“, ist Ferbers Ansage. Außerdem gebe es das Angebot, dass sich Geschäfte aus der Innenstadt im skandinavischen Center engagieren könnten. Auch gemeinsame Aktionen seien vorstellbar. „Wir können das nur anbieten – zusammentun muss sich der Handel aber selbst“, erklärt Ferber. Beispielsweise bei einheitlichen Öffnungszeiten. Ferber ist bereit zur Zusammenarbeit, allerdings „anlocken muss die Innenstadt die Besucher selbst“.

Mitte Dezember fällt Ikea in Schweden die endgültige Investitionsentscheidung für das Projekt in Dänischburg. Dann muss der Bebauungsplan geändert werden. „Das muss sorgfältig gemacht werden, denn der Plan muss gerichtsfest sein“, stellt Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) klar. Denn gegen einen B-Plan kann Klage erhoben werden. Sollte der Bau in Dänischburg scheitern, hat Ikea sich ein Rücktrittsrecht einräumen lassen von Villeroy & Boch, von denen sie das riesige Areal kaufen.

Derweil ist sich die FDP uneins beim Thema skandinavisches Center. „Die Ausweitung der Angebotsflächen für innenstadtrelevantes Sortiment darf nicht zu einer Verödung der City führen“, sagt FDP-Fraktionschef Thomas Schalies. Der Jungliberale Thomas Alt kontert: „Die Innenstadt-Händler scheuen wohl den Wettbewerb. Das Gejammer nervt.“


Von Josephine von Zastrow
ln-online/lokales vom 13.11.2009 00:00

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