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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 16. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

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touristen_bescheren_lnTouristen bescheren Lübeck fast 600 Millionen Euro Umsatz. Zum vierten Mal in Folge knackt die Hansestadt die Millionengrenze bei den Übernachtungen. Fast 600 Millionen Euro Bruttoumsatz bringen die Gäste der Wirtschaft – so viel wie nie.Wirtschaftskrise, Finanzkrise, Urlaubskrise – in der Hansestadt

ist davon nicht allzu viel zu spüren. In diesem Jahr wird Lübeck wieder die Millionengrenze bei den Übernachtungen knacken – zum vierten Mal in Folge. „Ein Jahresabschluss jenseits der Millionengrenze ist gesichert“, freut sich Andrea Gastager, Chefin der Lübeck und Travemünde Markting GmbH (LTM). Denn allein von Januar bis Oktober verzeichnen Lübeck und Travemünde gemeinsam fast 958 000 Übernachtungen. Und der Ansturm auf die Weihnachtsstadt des Nordens hat sich noch nicht in den Statistiken widergespiegelt. Generell sind die Vorweihnachtswochen die zweitstärkste Besucherzeit im Jahr nach der Sommersaison. Am Anfang des Jahres sah der Trend noch ganz anders aus. Insbesondere der Januar und Februar verliefen ausgesprochen mau.
Allerdings kommen weniger Ausländer in die Hansestadt. Die Anzahl der ausländischen Gäste ist von Januar bis Oktober um satte 11,7 Prozent auf knapp 110 000 gesunken. Das liegt nach Einschätzung von Gastager an der Wirtschaftskrise und vor allem an der Abwertung der Krone in Schweden (von dort kommen die meisten Touristen in die Hansestadt) und am schwachen Pfund in Großbritannien. Die Briten stehen immerhin auf Platz fünf der Hitliste von Lübecks ausländischen Gästen. Auch wenn die Besucher aus anderen Ländern weniger nach Lübeck reisen, kommen dafür etwas mehr Touristen aus Deutschland. Von Januar bis Oktober waren es fast 328 000. Hier verzeichnet die Stadt ein Plus von 1,6 Prozent.
Dass Lübeck und Travemünde trotz sinkender Gästezahl am Jahresende dennoch mehr als eine Million Übernachtungen zählen werden, liegt daran, dass sich die Touristen offensichtlich sehr wohl fühlen – und länger in der Hansestadt bleiben. Besonders augenfällig wird der Trend bei den deutschen Touristen: Blieben sie im vergangenen Jahr im Durchschnitt nur 2,25 Tage, ist die Aufenthaltsdauer auf 2,33 Tage geklettert. Der Grund: „Unser Bestreben ist es, die Hansestadt so attraktiv wie möglich darzustellen“, erklärt Gastager. Damit könne man die Dauer des Aufenthalts verlängern, „weil die Gäste sehen, was sie alles unternehmen können und feststellen, dass eine Übernachtung dafür nicht reicht“. Außerdem versucht Gastager vor allem die Verbindung Stadt (Lübeck) und Meer (Travemünde) herauszustellen, was ebenfalls zu mehr Übernachtungen führt.
Bemerkenswert ist vor allem, dass die Gäste immer mehr Geld in der Hansestadt lassen. Die neuesten Zahlen für 2009 des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) belegen einen Bruttoumsatz für die Tourismuswirtschaft von 595,4 Millionen Euro – das ist so viel wie noch nie. Dabei geben die mehr als 15 Millionen Tagestouristen den größten Batzen Geld in Lübeck und Travemünde aus: satte 440,7 Millionen Euro Umsatz bescheren sie der Tourismuswirtschaft. Bei den Touristen, die in der Hansestadt übernachten, sind das 154,7 Millionen Euro. Bremen hat zwar mit 1,4 Millionen Euro Umsatz mehr als doppelt so viel wie Lübeck, zählt aber auch 40 Millionen Tagestouristen.
„Die Tourismusbranche ist die am stärksten wachsende in Lübeck und nach dem Hafen der größte Arbeitgeber“, freut sich Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU) über die Zahlen. „Das zeigt, dass LTM und Lübeck auf dem richtigen Weg sind.“

Von Josephine von Zastrow
ln-online/lokales vom 16.12.2009 00:00
Das Welcome Center ist Anlaufstation für Lübecks Gäste: In diesem Jahr lenkten fast 190000 ihre Schritte dorthin. LTM-Chefin Andrea Gastager (kl. Bild) ist zufrieden mit der Bilanz für 2009. Fotos: W. MAXWITAT

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