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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 30. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

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rekordbesuch_15millionen_lRekordbesuch:  Altstadt: Neues Licht, neue Ideen, neue Leitung – das Konzept des Lübeck und Travemünde Marketing (LTM) geht auf. Es gab so viel Andrang wie nie.
Die Bäume an der Untertrave sind filigran mit Lichterglanz umhüllt und spiegeln sich im Wasser,

den Auftakt zum Weihnachtsmarkt an der Obertrave bildet ein rotleuchtender Torbogen und über dem Markt schweben 45 000 Lämpchen an 36 Metallsträngen und tauchen die Kulisse in ein Glitzermeer. Die Weihnachtsstadt des Nordens hat in diesem Jahr zum ersten Mal ein neues Gewand angezogen – und damit offensichtlich Erfolg. 1,5 Millionen Tagesbesucher und 60 000 Übernachtungsgäste lockten die Weihnachtsmärkte zur Adventszeit in die Hansestadt – ein neuer Rekord.
„Wir sind sehr zufrieden“, freut sich Andrea Gastager, Chefin des Lübeck und Travemünde Marketing (LTM). Insbesondere der Familienweihnachtsmarkt und der historische Markt an St. Marien wurden stärker besucht als im Vorjahr – gerade an den Wochenenden. Zum Kunsthandwerkermarkt in St. Petri kamen 4000 Besucher mehr als in 2008. Insgesamt strömten 35 000 Gäste in die Kulturkirche. „Auffällig ist das wachsende Interesse der auswärtigen Gäste“, berichtet Pastor Bernd Schwarze. Der Klassiker – der Kunsthandwerkermarkt im Heiligen-Geist-Hospital – verbuchte ebenfalls einen leichten Anstieg der Besucherzahlen. Gute 55 000 Gäste tummelten sich zwischen den alten Kabäuschen. Auf Markt und Koberg blieb alles beim Alten. Holger Bock, Chef der Schausteller: „Die Besucherzahlen sind im Vergleich zu 2008 unverändert, die Stimmung ist sehr gut.“ Gastager freut sich auch über das große Medienecho. Unter anderem hat die Deutsche Tourismuszentrale mit einem Foto von der Obertrave für den Weihnachtsstandort Deutschland geworben.Die neue Weihnachtsbeleuchtung sei zudem „super angekommen“, so die LTM-Chefin. „Darüber sind wir stolz und glücklich. Es gab durchweg ein positives Echo.“ Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel bezeichnet sie als „Trumpfkarte“. Halbedel ist überzeugt: „Der Erfolg zeigt, dass es sich lohnt, diesen Weg weiter zu gehen.“ Angeschafft wurde die 390 000 Euro teure Weihnachtsbeleuchtung von der Possehl-Stiftung und der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung. Als „sehr gelungen“ bezeichnet, Renate Menken, Chefin der Possehl-Stiftung, das Lichtermeer. „Damit werden die Menschen freundlich willkommen geheißen.“ Antje Peters-Hirt, stellvertretende Chefin der Gemeinnützigen Sparkassen-Stiftung, ist „beglückt“ über den neuen Weihnachtsglanz. Verbesserungswürdig sei noch der Koberg. „Das Riesenrad überragt die Altstadt-Silhouette.“ An diesem Ort ist Änderung in Sicht. Im nächsten Jahr soll das Riesenrad an die Musik- und Kongresshalle umziehen – und auf dem Koberg der Mittelaltermarkt stattfinden. Außerdem sollen der Klingenberg und die Sandstraße Teil des Weihnachtsspektakels werden. Ob das alles klappt, ist fraglich. Denn dieses Areal wird saniert – ob es rechtzeitig fertig wird, ist noch unklar, so Gastager. Klar ist aber, dass 2010 die Handelshütten ein einheitliches Design bekommen.
Die Umsätze auf den Märkten sind stabil geblieben. Schausteller-Chef Bock ist zwar zufrieden, berichtet aber auch von leichten Umsatzrückgängen bei einigen Buden-Besitzern. Andere wiederum hätten deutliche Zuwächse eingefahren, sagt Gastager. Für Bruno Böhm, den stellvertretenden Aufsichtsratschef der LTM, ist nach Gesprächen mit den Standbetreibern klar, woran das liegt: „Diejenigen, die investiert haben, sind mit dem Umsatz sehr zufrieden. Andere, die nichts getan haben, jammern.“ Ihm zeige diese Entwicklung, dass „die Besucher auf Geld und Qualität achten“.


Von Josephine von Zastrow
Ln-online/lokales vom 30.12.2009 11:41
Auch auf dem Koberg ist die große Weihnachtssause zu Ende: Nach sechs Wochen packen die Schausteller wieder ein. Foto: LUTZ ROESSLER

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