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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 27. Oktober 2009 um 00:00 Uhr

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04.investierenSteuergeschenk – Hotelier Horst Schröder vom Lübecker „Lindenhof“ ist begeistert: „Die Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent ist eine ganz wichtige Entlastung für unsere Branche.“ Das Steuergeschenk der schwarz-gelben Koalition in Berlin wird er sich aber nicht etwa als „Gewinnmitnahme“

in die eigene Tasche stecken.
„Durch den größeren finanziellen Spielraum ab 2010 werden wichtige Investitionen möglich“, sagt Schröder, der auch Sprecher der Fachgruppe Hotel im Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) in Lübeck ist. Schröder will die Rezeption in seinem Haus mit 66 Zimmern und 19 Mitarbeitern vergrößern. „Damit die Arbeitsbedingungen besser werden.“ Außerdem kann er im kommenden Jahr endlich in eine neue Heizung investieren. „Das soll ein umweltfreundliches Blockheizkraftwerk sein“, so der Lübecker Hotelier. Kosten: 70 000 Euro.
Große, bereits länger gehegte Pläne kann nun auch Bernd Göttsche realisieren. „Bisher waren die Mittel dafür einfach zu knapp“, sagt der Besitzer des Hotels Göttsche in Scharbeutz mit 13 Zimmern und sechs festen Mitarbeitern. „Die Bäder kommen alle raus!“ Für die Modernisierung setzt er bis zu 80 000 Euro an. Auch die Teppiche warten auf Erneuerung. „Ich werde die gesamte Steuerentlastung investieren und darüber hinaus noch etwas drauflegen“, verspricht Göttsche. Sein Ziel: Die Heraufstufung seines Drei-Sterne-Hotels zum Haus mit vier Sternen.
„In vielen Hotelbetrieben in Schleswig-Holstein gibt es einen Investitionsstau“, sagt Stefan Scholtis, Dehoga-Hauptgeschäftsführer in Schleswig-Holstein. Der könne nun sukzessive beseitigt werden. Das Geld, das durch die Steuersenkung bei gleichbleibender Zimmerkalkulation in den Betrieben verbleibe, gehe dem Wirtschaftskreislauf nicht verloren. „Für das Handwerk im Lande ist das wie ein kleines Konjunkturprogramm.
Mit der Steuersenkung für Hotels hat der Dehoga nur einen Teilsieg errungen. Denn der Verband, der in Schleswig-Holstein 9500 Betriebe mit 80 000 Beschäftigten vertritt, fordert den geminderten Steuersatz auch für Restaurants und Gaststätten.

Von Gerhard Krüger
ln-online/lokales vom 27.10.2009 00:00, Foto: „Jetzt wird aber in eine neue Heizung investiert“, sagt der Lübecker Hotelier Horst Schröder (67).

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