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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 14. Oktober 2009 um 00:00 Uhr

01uni_ausgebucht560 Erstsemester wurden jetzt in der Hochschulkirche St. Petri begrüßt. Damit ist die Lübecker Uni im Gegensatz zu manch anderer Hochschule zu 100 Prozent ausgelastet.Darauf ist der Präsident der Lübecker Universität besonders stolz. „Im Gegensatz zu anderen Hochschulen sind wir zu 100 Prozent

ausgelastet“, betont Professor Peter Dominiak während der Erstsemesterbegrüßung in St. Petri. 560 Studenten haben sich für das aktuelle Wintersemester neu eingeschrieben, so dass nun insgesamt 2751 Studenten an der Uni studieren – 7,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Andrang auf einen Studienplatz in Lübeck war groß. 1755 Bewerber kämpften um einen der 195 Medizin-Studienplätze, über 900 bewarben sich für einen der 83 Molecular Life Sciences (MLS)-Plätze. Im noch jungen Studiengang Medizinische Ingenieurwissenschaft kamen 300 Bewerbungen auf 83 Studienplätze. 116 Studenten beginnen ihr Informatikstudium, 36 Computational Life Science (CLS) und 47 ein Masterstudium.

01.1.uniausgebuchtcampusWar es der gute Ruf der Uni Lübeck oder die Tatsache, dass das Studieren in Schleswig-Holstein noch kostenlos ist?, fragt Dominiak in seiner Ansprache. Für Erstsemester Torben Hintze aus Bargteheide war es vor allem das gute Abschneiden in den Rankings. Medizin will er in Lübeck studieren – nicht nur wegen der schönen Altstadt. „Mir gefällt auch die familiäre Atmosphäre auf dem Campus“, sagt der 20-Jährige. Svenja Rohde, die gerade mit ihm zusammen einen Stadtplan studiert, hat sich für MLS eingeschrieben. Lübeck sei ihre erste Wahl gewesen, sagt die 20-Jährige. Aus Detmold kommt sie und wohnt seit knapp einer Woche in der Hansestadt. Am ersten Wochenende in der neuen Heimatstadt war sie erst einmal an der Ostsee: „Die Umgebung ist auf jeden Fall ein Grund, der für Lübeck spricht.“

Die Umgebung zu erkunden, dazu ermuntert auch Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer in ihrer Ansprache: „Fahren Sie an die Ostsee – das macht den Kopf frei.“ Ihr Rat: nicht nur studieren, sondern auch Lübecks kulturelle Angebote wahrnehmen. Museen, Theater, die Häuser der Nobelpreisträger, Konzerte und die Nordischen Filmtage legt sie den Neuankömmlingen ans Herz. Den Lageplan zum vergrössern anklicken....

Tipps, die bei Yannic Bartsch gut ankommen. Aus Göttingen kommt der 22-Jährige, der sich für MLS eingeschrieben hat. Seit einer Woche wohnt er hier und ein bisschen Kultur kann nicht schaden, findet er. „Die Rede der Stadtpräsidentin war gut, nicht zu lang, sondern kurzweilig“, sagt er. Seine Kommilitonin Friedericke Gries hat ebenfalls einen guten ersten Eindruck von der Erstsemesterbegrüßung: „So eine Veranstaltung in der Kirche kann ja schnell langweilig sein, das war aber sehr gut gemacht heute.“ Besonders gefielen der 24-Jährigen die Vorstellungen der einzelnen studentischen Organisationen: „Gut zu wissen, dass es hier einen Hochschulchor gibt, das habe ich nämlich gesucht.“ Aus Bremen kommt sie und nach Lübeck verschlug es sie wegen des guten Rufs der Molecular Life Sciences. Eine Wohnung hatte sie auch schnell gefunden – aber einziehen konnte sie noch nicht. So wohnt sie zurzeit noch bei einer Freundin. Nun will sie erst einmal bei der Asta-Vorbereitungswoche mitmachen, bevor am nächsten Montag die ersten Vorlesungen beginnen. Zusammen mit den Lübeckern Finn Lüwwer und Jana Kiehn geht sie nun auf Entdeckungstour.

Auf dem Campus herrscht unter den Erstsemestern übrigens eindeutiger Frauenüberschuss: Mehr als die Hälfte der Neuen sind Studentinnen. Bei der Medizin sogar 70 Prozent und bei der CLS 75 Prozent. Anders sieht es bei den Informatikern aus: Hier sind nur 20 Prozent der „Erstis“ weiblicher Natur.

Von Nathalie Klüver
LN vom 14.10.09

Foto:Sie starten jetzt an der Uni in ihr erstes Semester (v. l.): Nina Hofmann aus Eutin, Finn Lüwwer aus Lübeck, Jana Kiehn aus Lübeck, Friedericke Fries aus Bremen sowie Yannic Bartsch aus Göttingen. Foto: KLÜVER

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