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Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 01. Oktober 2009 um 14:50 Uhr

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res_1810Altstadt wird Dauerbaustelle bis 2012. Jetzt steht der Zeitplan für die größte Frischzellenkur der Innenstadt seit Jahrzehnten. Drei Jahre lang wird die Altstadt-Achse zur Wander-Baustelle.Für viele Lübecker geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung:

 

Sie bekommen endlich das,was sie immer wollten und in der Innenstadt schmerzlich vermisst haben: Brunnen, Bäume und Bänke. Denn die 11,2 Millionen Euro teure Schönheitskur der Lübecker Altstadt soll aus schmalen Fußwegen breite machen, aus Asphaltplätzen Flächen und aus ungemütlichen Ecken welche zum Verweilen. Möglich machen das 4,6 Millionen Euro von der Possehl-Stiftung, 2,45 Millionen Euro vom Land, zwei Millionen Euro der Stadt. Den Rest müssen die Anlieger aufbringen.

res_1812„Es ist die größte Infrastrukturmaßnahme in der Innenstadt seit Jahrzehnten“, sagt Bausenator Franz-Peter Boden (SPD). Einen halben Kilometer ist die Achse lang, die sich von Nord nach Süd durch die Altstadt zieht, 14 200 Quadratmeter werden umgestaltet und davon 12 000 Quadratmeter mit neuem Pflaster versehen. Von März 2010 bis Ende 2012 wird die Baustelle in vier Abschnitten durch die Altstadt „wandern“. Stadtplanerin Annette Bartels-Fließ, für Gestaltung zuständig, ist überzeugt, dass sich das lohnt: „Es wird richtig schön werden.“ Das Granitpflaster ist bestellt, die Bänke und Bäume auch – jetzt kann es losgehen.

Im März wird der Klingenberg als erster Abschnitt umgestaltet. Ende 2010 soll alles fertig sein. Ein gutes Drittel der Fläche wird von Wasserspielen eingenommen. Die Wände aus sprudelndem Nass ordnen sich parallel zur Front des SEB-Bank-Gebäudes. An der Ecke vor dem Haus ist eine große Blumenesche platziert – sie soll den Übergang zur Mühlenstraße markieren. Auf der Seite der Volksbank reihen sich Kastenlinden aneinander – überall sind Bänke verteilt. Manchmal in strenger Linie unter Bäumen, manchmal durcheinander auf dem Platz. Rückenlehnen an Bänken sind in der Hansestadt ein großes Thema und haben an der neu gestalteten Obertrave für viel Wirbel gesorgt – deshalb gibt es jetzt welche mit und ohne. Die angrenzende Schmiedestraße wird zur Sackgasse umgebaut, dort dürfen Autos in beide Richtung fahren. Der Pferdemarkt bekommt ebenfalls einen Zweirichtungsverkehr, dafür fallen dort einige Parkplätze weg.

res_1813Hat der Klingenberg ein neues Gesicht, machen sich die Bauarbeiter an Sandstraße und Kohlmarkt. Dort soll es im März 2011 losgehen. Bauzeit: bis Sommer 2012. Die Sandstraße bekommt breitere Bürgersteige, sie werden auf vier bis sechs Meter erweitert. Die Straße schrumpft im Gegenzug, denn sie wird zur Einbahnstraße in Richtung Mühlenstraße. Dort dürfen dann Busse und Taxen nur noch mit einer Geschwindigkeit von zehn Stundenkilometern durchrollen. An der Haerder-Seite sind wieder Kastenlinden vorgesehen. Bürgersteige und Fahrbahnen werden dieselbe Höhe haben, die Straße ist asphaltiert, die Wege ebenso gepflastert wie der Klingenberg. Am Kohlmarkt wird die Fahrbahnbreite ebenfalls verkürzt von 13 Meter auf 8,50 Meter. Damit können die Bürgersteige breiter werden.

Auf der Seite des 50er-Jahre-Riegels am Kohlmarkt messen sie dann sogar knapp zehn Meter. Auch dieses Geschäftshaus soll modernisiert werden, die Pläne wurden im Gestaltungsbeirat vorgestellt. Unter anderem ist geplant, die Läden zur Seite Kohlmarkt wie zum Markt durchlässig zu machen und die Arkaden in die Geschäftsflächen einzubeziehen. Da während der Baumaßnahme die Busse weiter über Kohlmarkt und Sandstraße fahren, wird die Baustelle immer abschnittsweise von den Bürgersteigen über die Fahrbahn bis zur gegenüberliegenden Seite wandern. „Wir werden die Bürger umfangreich informieren, wo sie am nächsten Tag lang gehen können“, verspricht
res_1811Boden. Auch große Informationstafeln werden aufgestellt.

Die Runderneuerung der Breiten Straße ist dann im August 2011 dran. Der Schrangen folgt im März 2012. Ende 2012 soll beides fertig sein. Auch an der Breiten Straße wird es Wasserspiele geben, an der östlichen Seite ebenfalls Bäume, die sich an die Baumreihe aus der Sandstraße anschließen. Auf der gesamten Länge werden vier Anschlüsse gelegt für Marktstände, die dort platziert werden können.

Auf dem Schrangen sind ebenfalls im oberen Bereich Bäume und Bänke vorgesehen. Für den geplanten Neubau auf dem unteren Schrangen wird noch ein Investor gesucht. „Wir überlegen auch, dass zwei Geschäfte dort einziehen“, sagt Boden. Die Gespräche gestalten sich schwierig, da der Bau des Gebäudes schätzungsweise bis zu drei Millionen Euro ausmacht. Allein ein Drittel davon kostet die aufwändige Statik, die durch den unterirdische Verbindung von Karstadt erforderlich ist. Boden: „Eine komplizierte Sache.“


Von Josephine von Zastrow
LN vom 01.10.09


Leser-Kommentare

Gunnar Kreuz schrieb am 01.10.2009 14:11:
Wenn alles so wird, wie im Artikel beschrieben - freue ich mich schon jetzt darauf

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