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Geschrieben von: LN Beitrag Freitag, den 17. April 2009 um 00:00 Uhr

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beckergrube_neubau_02Umstritten: Lübecks neuer Blickfang an der Beckergrube.Auf dem früheren Landesbank-Areal ist ein futuristisches Geschäftshaus entstanden. In der Stadt tobt eine heftige Debatte über den neuen Klotz. LN-Kommentar: Mutig,

aber gut! von Sebastian Prey Das schützende Baugerüst ist gerade erst verschwunden, schon wird lautstark diskutiert. Der 22-Millionen-Euro-Neubau an der Ecke Breite Straße/Beckergrube bleibt umstritten. Während die Ladeneinrichter von Esprit, S. Oliver und Rewe im Innern des Gebäudes kräftig wirbeln, wird vor der Tür über den unkonventionellen Bau kontrovers diskutiert.

„Die Lübecker werden diesen Bau hassen“, sagt Sven Schindler. Der Architekt, SPD-Mann und Vorsitzende des Bauausschusses, hat sich im Vorfeld lange mit dem Objekt beschäftigt. Beim ersten Blick auf die freigelegte Front hält sich seine Begeisterung allerdings auch in Grenzen. „Es ist ein mutiger Entwurf“, so Schindler nüchtern. Die nackten, aschgrauen Betonflächen und die großen, eckigen Fensterfronten stehen für moderne Architektur, für die das Berliner Büro Grüntuch/Ernst verantwortlich zeichnet. „Das muss eine Stadt wie Lübeck vertragen“,
sagt der Experte.

Doch mit dieser Meinung steht Schindler weitgehend alleine da. „Es wird viel diskutiert. Auch bei uns auf der Baustelle“, räumt Diplom-Ingenieur Götz Pickardt, Projektleiter der Prehn Bauprojektmanagement GmbH, ein. „Diese moderne Architektur gefällt nun mal nicht jedem“, erklärt Pickardt vorsichtig. Ganz so sanft gehen die Passanten mit dem Neubau indes nicht um.

Die Eheleute Sabine und Ulf Grünke sind sich einig: „Das passt nicht zu Lübeck.“ Der Neubau wirke an dieser Stelle ganz einfach zu klotzig. „Nicht nur städtebaulich finde ich den Neubau nicht gelungen. Der Baukörper an sich wirkt auch plump“, so die 44-jährige Architektin. Jurist Grünke (43) fühlt sich beim Anblick des Neubaus an ein Hotel in Las Vegas erinnert. „So ein Gebäude in Lübeck wirkt schon bizarr.
“ Auch Margarethe Drewes (71) kann dem neuen Einkaufscenter nicht viel abgewinnen. „Das Haus erinnert mich an ein Schiff, aber an ein Schiff mit dem ich nicht reisen will“, so die Lübeckerin. Herrenausstatter Hans Frick (64), der von seinem Geschäft an der Beckergrube direkt auf den Neubau blickt, empfindet die hohe Fassade „etwas zu mächtig“. Doch der eigentliche Schandfleck auf dieser Ecke sei ein anderer und das werde durch diesen Bau mehr als deutlich. „Der Telekom-Pavillon stört viel mehr. Der muss weg“, so Frick. Der Neubau mit seinen beiden
Spitzen hingegen wirke authentisch und passe besser nach Lübeck als der „Tonnenbau“ von Peek & Cloppenburg“ auf dem Markt. „Lübeck ist eine Giebelstadt und durch die beiden Spitzen wird diese Architektur in dem Neubau auch aufgenommen“, sagt Frick. Das sieht auch Gesa Dieckmann so. „Zum Glück ist hier kein nachgemachter Altbau und auch kein 08/15-Bau entstanden. Es ist etwas Besonderes“, erklärt die 22-jährige Studentin. Architekt Klaus Mai, Vorsitzender des hiesigen BDA, begleitet das Vorhaben schon lange mit kritischem Blick. Dennoch wirbt er
dafür, dem Gebäude eine Chance zu geben. „Die Außenanlagen und auch die Fassadenwerbung sollten fertiggestellt sein, um sich ein abschließendes Urteil bilden zu können“, so Mai.

Von Sebastian Prey
LN vom 17/04/09

Leser-Kommentare

HSH-Nordbankwatch schrieb am 17.04.2009 00:56:
Neubau auf dem ehemaligen HSH-Nordbank-Gelände erinnert an ein Las Vegas-Hotel, so die Feststellung eines Lübecker. Wie er doch den Nagel
auf den Kopf getroffen hat. Der Geist der HSH-Nordbank überlebt so in Lübeck. Und die heutigen Nachrichten über HSH punkten zusätzlich.

Thomas Burmeister schrieb am 17.04.2009 09:08:
Das passt doch zu den PC Gebäude und dem Karstadt Gebäude und dem Haerder Gebäude,...etc. Architektonische Meisterleistungen, die in Lübeck
zu besichtigen sind. Da freut sich jeder Tourist. Die Frage stellt sich immer wieder, wer diese "Schandflecke" genehmigt.

Stefan Schirm schrieb am 17.04.2009 10:01:
Ist das so schwer alte Photos der Hansestadt heraus zu suchen und wenigstens die Fassaden so zu gestalten, dass sie dem historischen
Stadtbild ähneln und somit dem Weltkulturerbe gerecht werden?

Walter T. schrieb am 17.04.2009 10:22:
Ich persönlich finde es eine schande...aber die Kommentare. Ständig werden futuristische Neubauten schlecht
gemacht.Findet man sie hässlich,weil man 20 Jahre zurückhängt,sollte man den Neubau mit den tristen Zweckbauten die dort vorher standen
vergleichen.Schnell sollte man merken,dass es eine Bereicherung für Lübeckist.Der frische Mix aus Altstadt und futuristischer Architektur
gefällt mir.

Artwatch schrieb am 17.04.2009 10:28:
Vorschlag zur Güte
Gustav Seitz-Plastik "Mann geht durch die Tür", bisher vor dem abgerissenen HSH-Nordbank-Gebäude stehend, einfach zur Verschönerung der
neuen Fassade in der Höhe anbringen.Das lenkt besser ab.

Birgit Biester schrieb am 17.04.2009 10:28:
Absolut hässlich...die das entworfen haben sollten sich schämen,sie müssen sich den schandfleck auch nicht jeden tag ansehen,und kriegen
dafür noch ein schweinegeld,lübeck ist eine so schöne stadt mit solchen furchtbaren entgleisungen

Heidi Naasner schrieb am 17.04.2009 12:09:
Als gebürtige Lübeckerin ist es schrecklich,mit ansehen zu müssen,wie diese schöne Hansestadt immer mehr durch solchMonströse und
unansehnliche Wirtschaftsbunker verunstaltet wird.

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