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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 11. November 2009 um 00:00 Uhr

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weihnachtsmarkt_besser_lnLübeck - 90 Prozent der Besucher finden den Lübecker Weihnachtsmarkt sehr gut oder gut. Das reicht langfristig aber nicht aus, sagt eine Studie. Im Auftrag der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH (LTM) haben Studenten der Fachhochschule Westküste (Institut für Management und Tourismus) auf dem Weihnachtsmarkt 2008 Besucher befragt.
An drei Adventswochenenden interviewten sie insgesamt 755 Gäste an den Standorten Breite Straße, Obertrave und Markt. Die detaillierten Ergebnisse liegen der LTM jetzt vor.
21,4 Prozent finden den Lübecker Weihnachtsmarkt sehr gut, 69 Prozent bewerten ihn als gut. Trotzdem reicht das den Marketingfachleuten nicht aus. „80 Prozent aller Besucher bewerten den Markt nicht mit ,sehr gut'", heißt es in der Studie, „das heißt, die Erwartungen der Besucher werden zwar überwiegend erfüllt, aber nicht übertroffen." Dies sei aber die zentrale Voraussetzung, um Begeisterung auszulösen und langfristig die Konkurrenz mit anderen Weihnachtsmärkten erfolgreich zu bestehen. LTM-Chefin Andrea Gastager schlussfolgert daraus: „Wir als ,Weihnachtsstadt des Nordens' müssen unsere Gäste 100-prozentig begeistern, um besser zu sein als unsere Mitbewerber." Eine Position, für die sie in der letzten Bürgerschaft vom CDU-Wirtschaftsexperten Klaus Puschaddel gerügt wurde. „Bei 90 Prozent Zufriedenheit wird es schwierig, die Qualität noch zu steigern."

Die Besucher äußerten gegenüber den Interviewern vor allem drei Schwachpunkte. 42 Prozent empfinden die Breite Straße als zu voll. Der beidseitige Standaufbau wurde bemängelt. Die Fachhochschule Westküste rät nach dem Motto „weniger ist mehr", die Standflächen auszudünnen und den Bewegungsspielraum zu erhöhen. Außerdem würde der Wettbewerb um die reduzierten Flächen gesteigert werden, wodurch Lübeck noch gezielter Anbieter aussuchen könnte.
Zweiter Kritikpunkt ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. 28 Prozent finden das „sehr gut" oder „gut", 56,5 Prozent bewerten es mit „in Ordnung". Auch hier raten die Experten von der Westküste nachzubessern. „Hierbei muss verstärkt darauf geachtet werden, dass die angebotenen Produkte den Weihnachtsmarkt weiter aufwerten."
Dritter Schwachpunkt sind Ambiente und Atmosphäre. Die Studie: „Nur 20 Prozent der Besucher gefielen diese Punkte ,besonders gut'." Knapp 21 Prozent der Besucher finden das Ambiente auf anderen Märkten besser.
Auch der neue Kinder- und Familienweihnachtsmarkt an der Obertrave hat noch Spielraum nach oben. So kritisierten 23 Prozent der Befragten das zu geringe Angebot an Erlebnissen.
Die Experten raten dringend zum weiteren Ausbau dieses Angebots, weil Kinder zwischen sechs und 14 Jahren nur zwei Prozent der Besucher auf dem Weihnachtsmarkt stellen. Der typische Gast ist zwischen 41 und 50 Jahren alt, reist mit dem Pkw an und will vor allem das gastronomische Angebot nutzen sowie die Atmosphäre genießen. Dabei gibt er im Durchschnitt 20 Euro aus. Nebenbei kauft er vielleicht noch einige Weihnachtsgeschenke. Ein Drittel der Gäste kommt aus Schleswig-Holstein, nur fünf Prozent aus Mecklenburg und acht Prozent aus Hamburg. Hier liege Potenzial brach, so die Studie.

Von Kai Dordowsky
ln-online/lokales vom 11.11.2009 00:00
Foto: Der Lübecker Weihnachtsmarkt ist beliebt, die Besucher stellen ihm gute Noten aus. Aber eben „nur" gute, nicht sehr gute. Foto: TIM JELONNEK
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