Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Wer ist Online?

Wir haben 77 Gäste online
The next version of Ubuntu is coming soon
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 21. Januar 2010 um 00:00 Uhr

Benutzerbewertung: / 5
SchwachPerfekt 
02.scandlines_setztDie große Ostsee-Reederei Scandlines setzt verstärkt auf den Lübecker Hafen: Gestern wurde am Skandinavienkai eine neue Fährlinie nach Lettland eröffnet.
Es ist ein gutes Zeichen für den Lübecker Hafen, der wie alle anderen von der Wirtschaftskrise schwer gebeutelt wird und derzeit drastische Umschlagsrückgänge hinnehmen muss:
Dass Scandlines seine Riga-Route von Rostock nach Lübeck verlagert, stärkt den hiesigen Hafen-Standort. Auch wenn Der Fracht-Chef von Scandlines, Søren Poulsgaard Jensen, gestern nachdrücklich betonte, die Reederei werde dem Hafenstandort Rostock auch künftig die Treue halten, wird ein Strategiewechsel der Reederei sichtbar. Nicht nur, dass Teile der Verwaltung von Rostock nach Puttgarden verlegt werden und die Führungsspitze verschlankt wurde, auch die neue Fährlinie für Lübeck macht deutlich, dass „Scandlines am Hafenstandort Lübeck nicht vorbeikommt", sagte Hans-Gerd Gieleßen", Geschäftsführer der Lübecker Hafengesellschaft (LHG). Für den Hafenstandort Lübeck sei diese Scandlines-Entscheidung „langfristig sehr positiv".
02.scandlines_setztSøren Poulsgaard Jensen ist von dem Erfolg der neue Fährverbindung überzeugt. Dass fast zeitgleich mit der Eröffnung der Scandlines-Fährverbindung die Reederei „DFDS Lisco" ihre Frachtroute von Travemünde nach Riga wegen zu geringer Erträge einstellte, macht ihn nicht nervös. Jensen: „Wir wundern uns."
„Die Schiffslinien müssen dort sein, wo die Fracht ist", begründete der Scandlines-Manager den Wechsel von Rostock nach Lübeck. Man habe den zahlreichen Kundenwünschen Rechnung tragen müssen: „Die Kunden entscheiden, wo sie hingehen wollen." Der Skandinavienkai in Travemünde habe eine „sehr interessante geographische Lage mit sehr gutem Zugang zum und vom westlichen europäischen Markt", unterstrichen Jensen und der Scandlines-Kommunikationschef Michael Speckenbach. „Wir versprechen uns viel von dieser neuen Route", betonte Jensen nachdrücklich. Die Fährverbindung sei der „günstigste Weg nach Russland". Den festen Glauben der Reederei auf große Entwicklungspotenziale auf diesem Seeweg belegt auch die Entscheidung, vermutlich bereits ab diesem Wochenende eine zweite RoPax-Fähre auf der neuen Route einzusetzen.
Jensen richtete gestern bei der Eröffnung der Fährverbindung den Blick nach vorn. Die Finanzkrise und die damit verbundene Hafenkrise sei zwar noch nicht überwunden: „Doch wir sind vorsichtig optimistisch, dass wir jetzt den Boden erreicht haben." Er gehe davon aus, dass das dritte und vierte Quartal 2010 besser werde als die erste Jahreshälfte. Jensen mit dänischem Humor: „Es wird nicht schlechter, als es heute ist. Wir bereiten uns auf die Zukunft vor."
Am Mittwochmorgen um 7.30 Uhr legte der Kapitän der RoPax-Fähre „Urd", Claus Nielsen, erstmals in Travemünde am Anleger 7 an. Das Schiff hat knapp 1600 Lademeter und bietet 186 Passagieren Platz. Um 18.30 Uhr startete die Frachtfähre, auf der künftig auch Privatleute mit ihren Fahrzeugen mitfahren können, zum 28-Stunden-Törn zur lettischen Hafenstadt Ventspils.
Richtung Lübeck werden die Scandlines-Frachtfähren auf dieser Route künftig überwiegend Holzprodukte, Möbel und Elektronikbauteile an Bord haben. Holz wird den Großteil der Ladung ausmachen. Nach Lettland werden überwiegend Konsumgüter transportiert. Deshalb sei diese Fährverbindung „für den Transit nach Russland enorm wichtig", sagte Jensen. Diskutiert wird bei Scandlines, ob die Fähre auf ihrer Fahrt von Lübeck nach Lettland zuweilen auch einen Zwischenstopp in Rostock einlegt. Deutlich ausgeweitet werden sollen mittelfristig die „unbegleiteten Transporte" auf den Fähren, also der Trailer-Verkehr.
Von Torsten Teichmann
ln-online/lokales vom 21.01.2010 00:00:08
Scandlines-Manager Søren Poulsgaard Jensen eröffnete gestern die neue Fährroute. Die „Urd" hatte am Morgen am Anleger 7 festgemacht. Foto: TORSTEN TEICHMANN
Banner