Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Geschrieben von: LN Beitrag Freitag, den 08. Januar 2010 um 00:00 Uhr

Benutzerbewertung: / 2
SchwachPerfekt 
18plastikdeckelErfolgsstory - Mitten in der Wirtschaftskrise erlebt Lübeck einen Boom von kleinen Firmengründungen. Aufgrund des großen Erfolges wird das vom Land geförderte Projekt „Gründercamp" fortgesetzt. Das Ziel war hochgesteckt: Arbeitslose in den Arbeitsmarkt zurückführen, in dem man sie zu Firmenchefs macht. Anfang 2008 wurden in Schleswig-Holstein fünf „Gründercamps" ins Leben gerufen,
gefördert mit Geldern des Landes und der EU. Nach Ablauf des zweijährigen Förderzeitraums steht fest: Das Lübecker „Gründercamp" ist das erfolgreichste.
Die Vorgabe des Landes, in Lübeck in zwei Jahren 200 neue Firmen zu schaffen, wurde übererfüllt. „Wir haben 298 Firmengründungen unter Dach und Fach, 287 werden im nächsten halben Jahr folgen", sagte Hagen Goldbeck, Geschäftsführer der Unternehmensberatung „neue Impulse" in der Fackenburger Allee 68, die Träger des Lübecker „Gründercamps" ist. 701 Lübecker, überwiegend Arbeitslosengeldbezieher und Hartz-IV-Empfänger, hätten an dem Projekt teilgenommen mit dem Ziel, sich eine eigene Firma aufzubauen. 116 ließen diesen Plan fallen. Das Land hatte als Ziel 500 Teilnehmer genannt. Unter denen, die die Firma nicht verwirklichten, waren, so Goldbeck, viele, „die wieder einen Job fanden".
Durch die jetzt vollzogenen Firmengründungen sollen nach dem Willen des Landes innerhalb von zwei Jahren mindestens 90 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entstehen. „Ich denke, wir schaffen knapp 200", sagte Goldbeck. So habe ein frisch gegründeter „Mobiler Dienst" bereits jetzt sechs Mitarbeiter eingestellt, und ein Gastronom habe in seiner neuen Firma bereits vier Jobs geschaffen. Goldbeck ist aufgrund der Zahlen überzeugt, dass innerhalb von vier Jahren insgesamt „500 Menschen zurück in den Arbeitsmarkt kommen". Der Unternehmensberater rechnet vor, dass dies gravierende finanzielle Einsparungen für die Arbeitsagentur in Lübeck hat, nämlich rund 325 000 Euro im Monat. Goldbeck: „Das Projekt rechnet sich in jeder Hinsicht."
Und es wird deshalb fortgesetzt. „neue impulse" erhielt jetzt vom Land den Förderbescheid in Höhe von 336 400 Euro für die Verlängerung des „Gründercamps" um zunächst zwei Jahre. Zusätzlich wird ins Lübecker „Gründungscamp" der Kreis Ostholstein mit einem Büro in Eutin eingebunden.
In den nächsten zwei Jahren sollen im Rahmen der neuen Fördermaßnahme 400 Firmen entstehen. „Das ist der eindeutige Auftrag des Landes", sagt Hagen Goldbeck: „Denn jeder, der sich selbstständig macht, ist einer weniger, der Arbeit sucht." Die meisten der bereits vollzogenen Firmengründungen fanden in den Dienstleistungsbranchen statt, danach folgen der Handel, die Bereiche Erziehung/Unterricht und Gesundheitswesen/Soziales sowie Handwerk und Gastronomie.
Kooperationspartner des Gründercamp-Trägers „neue impulse sind die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein und Frau & Beruf. Unterstützt wird das Projekt von der IHK, der Wirtschaftsförderung und dem Netzwerk „Weiterbildung in Lübeck".

Infos unter Telefon 04 51/ 47 99 29 01 und 50 494 41.

http://www.neueimpulse.de [externer Link]

Ln-online/lokales vom 08.01.2010 00:00:08
Banner