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Geschrieben von: HL-live Freitag, den 15. Januar 2010 um 00:00 Uhr

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11.sparen_-wird_der_stadt_tMitglieder des Bauausschusses haben Lübecks Bauverwaltung unter die Lupe genommen. Eigentlich suchten sie Sparpotential, doch sie entdeckten, dass die Stadt jetzt schon viel Geld verliert, weil wichtige Stellen nicht besetzt werden können. So liegen zum Beispiel Investorenanfragen von 160 Millionen Euro auf Eis. Aber auch die mangelhafte Instandhaltung von Straßen und Gebäude werde Lübeck teuer zu stehen kommen. Alle Fachausschüsse der Bürgerschaft haben Arbeitsgruppen gebildet, um nach Einsparmöglichkeiten bei der Stadt zu suchen. Die Ergebnisse liegen auf dem Tisch. Die Vorschläge reichen von Aufgabenverzicht bis zur Auflösung städtischer Gesellschaften. Überraschend ist dagegen das Ergebnis im Bereich der Bauverwaltung. Lübeck verliert viel Geld - weil es an der falschen Stelle spart. So wird im Bereich Stadtplanung nur noch nach Prioritäten gearbeitet. Schon jetzt reicht das Personal nicht, damit Investoren Baurecht erhalten und so investieren können.
Eine Interessenvertretung beim Bund und beim Land sei überhaupt nicht möglich. Damit bleiben viele Fördertöpfe verschlossen. "Die monetären Auswirkungen der Arbeit der Stadtplanung lassen sich nicht greifen", so der Bericht. Die letzte Abfrage bei Investoren Ende 2006 zeigte einen Investitionsstau von 160 Millionen Euro bei Unternehmen auf, die auf Grund fehlender Bauleitplanung nicht realisiert werden konnten. Wie viele Arbeitsplätze dadurch nicht entstanden sind, ist unbekannt.
11.sparen_-wird_der_stadt_tDramatisch ist auch der Wertverfall bei städtischen Gebäuden. Eigentlich sollten 1,2 Prozent der Wiederbeschaffungswertes pro Jahr in die Instandhaltung investiert werden. In Lübeck sind es nur 0,5 Prozent. "Dieser Zustand ist untragbar", so die Arbeitsgruppe. Lübeck verliere viel mehr, als es kurzfristig spare.
Ähnlich sieht es bei Brücken und Straßen aus. Der Werteverfall sei erheblich und fortwährend. "Somit wird hier auf Kosten der kommenden Generationen der Werteverfall zugunsten kurzfristiger Ergebnisse hingenommen", schreibt die Arbeitsgruppe. Sie empfiehlt dringend eine Aufstockung der Straßenunterhaltungsmittel
sowie die Einstellung von mehr Personal.
VG vom 15.01.2010 14.28
Hl-live online
Foto: Die Einsparungen bei der Unterhaltung werden für die Stadt in Zukunft sehr teuer, warnt die Arbeitsgruppe des Bauausschusses.
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