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Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 21. Januar 2010 um 00:00 Uhr

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12.atlantic_hotelDas erste Zimmer ist eingerichtet – 134 andere müssen noch folgen. Ende März/Anfang April will das Atlantic Hotel auf der Altstadtinsel seine Gäste begrüßen. Tiefes Braun, knalliges Orange, weiße Lampen und viel Holz. Das Design erinnert an eine Café-Bar, in der man schlafen kann. Im ersten eingerichteten Gästezimmer des neuen Atlantic Hotels liegen die Bademäntel schon am Fußende des Bettes, in der schokoladenbraunen Holzwand ist ein Flachbildschirm eingelassen, das weiße rechteckige Waschbecken blitzt. Stylisch ist sie, die Inneneinrichtung. Wer hier eine Nacht verbringen will, muss 115 Euro im Einzelzimmer und 135 Euro für ein Doppelzimmer zahlen. Es geht aber auch teurer. Ein Zimmer mit besserem Blick auf die Stadt und Bad mit Wanne kostet mehr. Wem das nicht reicht, der kann sich auch eines der sechs Studios mit Balkon aussuchen oder in einer der drei Suiten übernachten. 135 Zimmer bietet das Hotel seinen Gästen.
Die Eröffnung des 21 Millionen Euro teuren Vier-Sterne-Plus-Hotels mitten in der Altstadt ist für Ende März/Anfang April geplant. „Wir können es kaum erwarten, die ersten Gäste hier begrüßen zu können", sagt Hoteldirektor Jens Schultz (43). Sein Team hat er fast beisammen, der gastronomische Leiter Frederik Zinn (34) und Küchenchef Andreas Schmidt (26) sind schon am Start. Insgesamt 65 neue Arbeitsplätze entstehen hier. Anfragen für Zimmerbuchungen und die 12.atlantic_hotelKonferenzräume häufen sich bereits. Dabei hat die Nobelherberge in der City noch nicht mit der Werbung angefangen. „Allein durch Mundpropaganda" sei das Hotel schon bekannt geworden, sagt Regionalverkehrsdirektor Marco Steinberg. Er glaubt, dass für die Menschen vor allem „die Lage direkt auf der Altstadtinsel interessant" ist.

Das geschwungene Gebäude liegt neben der Petrikirche und ist von zwei Straßen eingefasst – der Schmiedestraße und der Kleinen Kiesau. Acht Stockwerke ragt es von dort aus in die Höhe – von der Schmiedestraße aus sind es nur fünf. Den Höhenunterschied von acht Metern zwischen den Straßen überbaut das Hotel. In der Tiefgarage sind etwa 25 Stellplätze für Gäste reserviert, außerdem gibt es eine Kooperation mit dem angrenzenden Parkhaus. Auf zwei Etagen gibt es Konferenzräume. Sie liegen in einer Flucht, so dass sie beliebig vergrößert oder verkleinert werden und bis zu 280 Tagungsteilnehmer unterbringen können. Im Erdgeschoss befindet sich das Restaurant, Lobby und Küche. Ein Weinkeller mit zwei begehbaren riesigen Kühlräumen wird eingerichtet. In einem wird Weiß-, im anderen Rotwein gelagert. Der Keller für die Gaumenkenner ist für 50 Gäste ausgelegt. Auch eine Raucherlounge ist vorhanden.

Auf vier Etagen sind die Zimmer untergebracht, und im oberen Stockwerk gibt es einen kleinen Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Kneipp-Duschen, Ruhe- und einem Fitnessraum – allesamt mit Blick auf die Türme des Lübecker Doms. Der Festsaal ist ebenfalls auf der höchsten Etage platziert. Durch die Fenster und von der umlaufenden Terrasse kann man von dort auf das Holstentor blicken.

Bis die ersten Gäste allerdings durch den Haupteingang schreiten können, müssen die Handwerker noch kräftig arbeiten. Bis zu 130 werkeln hier an einem Tag, damit die Luxusunterkunft in Lübeck fertig wird. Für die Atlantic-Hotel-Gruppe ist Lübeck das siebte Haus. Sie betreibt in Bremen und Bremerhaven fünf Hotels, seit Januar ein weiteres in Essen. Ende März kommt Lübeck hinzu, und in diesem Jahr folgen dann noch ein weiteres Haus in Bremen und eines in Kiel – direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Mit den neuen Häusern, die in diesem Jahr eröffnen, steigt die Bettenanzahl des Hotelbetreibers auf fast 1500. Lübecks Verkaufsleiterin Wiebke Markmann (30) freut sich: „Wir verdoppeln uns."

Von Josephine von Zastrow

Ln-online/lokales vom 21.01.2010 00:00:08
Der Direktor des Hotels: Jens Schultz (43) freut sich auf die Eröffnung der Nobelherberge mitten in der Altstadt. Foto: LUTZ ROESSLER
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