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Geschrieben von: LN Beitrag Sonntag, den 07. Februar 2010 um 00:00 Uhr

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01.euroinmun180Lübeck - Von Krise keine Spur: Euroimmun, das Unternehmen für medizinische Diagnostik, ist sehr gut im Geschäft – und sucht deshalb auch in diesem Jahr etwa 100 neue Mitarbeiter.In den Labors und Werkstätten von Euroimmun in Lübeck-Blankensee brummt's. Das 1987 im benachbarten Groß Grönau gegründete Unternehmen für Reagenzien und medizinische Diagnostik floriert, die Produktion läuft auf Hochtouren. Edith Gladrow kontrolliert mit sicherem Blick die bestückten Biochips in ihrem Labor. „Defekte Chips muss ich erkennen und austauschen", erklärt die 54-Jährige, die seit acht Jahren bei Euroimmun arbeitet. Auf dem Arbeitstisch stehen schon die Verpackungen für die Objektträger aus Glas bereit, mit deren Hilfe man Infektionskrankheiten und Allergien erkennen kann. Im Raum nebenan bedient Viktor Schmalz (36) eine Fragmentieranlage.
Demnächst bekommen Edith Gladrow, Viktor Schmalz und ihre Kollegen in Blankensee, Groß Grönau und Dassow Verstärkung, denn Euroimmun sucht wieder nach Fachkräften. „Wir sind ein sehr innovatives Unternehmen und müssen auf den Markt reagieren", erklärt Susanne Aleksandrowicz, Vorstandsmitglied von Euroimmun und zuständig fürs Personal. „Es tut sich viel."
Schon im vergangenen Jahr, als alle über die große Wirtschaftskrise sprachen, wuchs die Euroimmun AG gegen den Trend stark und stetig. 2009 betrug der Umsatz 57 Millionen Euro, ein Zuwachs um 20 Prozent gegenüber 2008. Vor allem der Export trägt zu diesem Super-Ergebnis bei. Das Unternehmen hat heute 900 Mitarbeiter, davon über 700 in Deutschland – etwa 475 in Lübeck und Grönau, 140 in Dassow, 80 in Rennersdorf (Sachsen) und 15 in Pegnitz (Bayern). Niederlassungen unterhält Euroimmun in elf Ländern, in über 90 Ländern der Welt ist das Unternehmen mit seinen Produkten auf dem Markt.
Vor allem Asien sei ein großer Wachstumsmarkt, aber auch das Geschäft in Brasilien entwickele sich gut. Die USA seien seit langem schon ein wichtiger Markt.
„Von der Krise haben wir nichts mitbekommen. Wir verkaufen Verbrauchsmaterialien, das ist unser großer Vorteil", erklärt Susanne Aleksandrowicz. Euroimmun biete seinen Kunden ein „Rundum- Wohlfühl-Paket, damit sie sich stets gut betreut fühlen". Man liefere nicht nur die Reagenzien, sondern gleich auch die Geräte zur automatischen Bearbeitung der Testsysteme und die nötige Software.
Weil Euroimmun weiter wachsen will, soll das Team aufgestockt werden, und die Palette der gesuchten Berufe ist breit. „Wir suchen Mitarbeiter für die Produktion und den Versand, Laborfachpersonal für die Entwicklung unserer Produkte sowie im Verlaufe des Jahres Konstrukteure und Elektroniker für unseren Bereich der Geräteentwicklung", zählt Aleksandrowicz auf. „Des weiteren suchen wir Verstärkung im Bereich Produktmanagement und Vertrieb International." Doch damit noch nicht genug: Euroimmun hat auch Bedarf an Computer- und EDV-Spezialisten, die die Kundensoftware entwickeln. „Wir bieten unseren Kunden auch die Unterstützung wie eine Softwarefirma, auch in diesem Bereich wollen wir noch mehr investieren."
Seit Jahren bekommt Euroimmun viele Initiativbewerbungen. „Wir sind über die Grenzen der Region hinaus dafür bekannt, dass wir eine sehr gute Arbeitsatmosphäre haben, dazu einen Betriebskindergarten und ein Restaurant", erklärt Aleksandrowicz die hohe Popularität. Interessante Bewerbungen hebt sie auf. „Wenn wir dann Bedarf auf einer bestimmten Position haben, kommen wir darauf zurück." Aktuelle Angebote stellt das Unternehmen regelmäßig auf seine Internetseite (www.euroimmun.de).
Auch junge Leute haben eine Chance: Euroimmun sucht noch Auszubildende – Industriekaufleute, Köche, Fachinformatiker und Biologielaboranten. „Sie müssen aber gute Noten haben", betont Susanne Aleksandrowicz.
Von Christian Risch
ln-online/lokales vom 07.02.2010 00:00:09
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