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Geschrieben von: LN Beitrag Sonntag, den 07. Februar 2010 um 00:00 Uhr

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13.warten_auf_den_ausbauBis Ende Oktober kann man von Blankensee aus fliegen. Dafür hat die Bürgerschaft grünes Licht gegeben. Jetzt wartet man am Airport auf das Geld für den Ausbau. Für den ist schon alles vorbereitet.
Am Flughafen steht alles bereit: Farbe, Pinsel, neue Lampen – nur loslegen können die Mitarbeiter des Airports noch nicht. Denn dazu fehlt das Geld und das grüne Licht des Gerichtes. Der Ausbau kostet 2,75 Millionen Euro und wird noch beklagt. Jetzt heißt es für die 140 Mitarbeiter wieder warten. Immerhin: Bis Ende Oktober ist der Flugbetrieb in Blankensee gesichert. „Ab Lübeck kann gebucht werden", rührt der Interims-Flughafen-Boss Michael Lange die Werbetrommel. Bislang geht er von 43 Flügen pro Woche aus. „Aber wir verhandeln noch." Im vergangenen Sommer waren es 57 Flieger pro Woche – in einem halben Jahr hat der Flughafen insgesamt 1424 Flugbewegungen verzeichnet. Wie viele es in diesem Sommer werden, ist noch unklar – ebenso, ob bis Oktober mit dem Ausbau begonnen werden kann.
Entweder muss die Bürgerschaft vier Millionen Euro für den Ausbau bereitstellen oder die Lübecker erzwingen das Geld mit Hilfe des Bürgerentscheids, der am 25. April stattfinden soll. Von dem Geld sind 2,75 Millionen Euro für die Baumaßnahmen reserviert, der Rest geht an die Stiftung Grönauer Heide. Und im Frühjahr wird auch mit einer Entscheidung des Gerichts über die anhängige Klage gegen den Ausbau gerechnet.
Ausbau klingt nach vielen Baggern und großem Bauprojekt. Weit gefehlt, meint Doris Böhmke, ebenfalls Interims-Flughafen-Chefin. „Wenn wir die Genehmigung haben, könnten wir mit dem Ausbau in einer Woche durch sein." Auf der 1802 Meter langen Start- und Landebahn muss die Landschwelle um 120 Meter gen Westen verschoben werden. Dazu braucht es Farbe und ein Markierungsgerät. Außerdem müssen die Peiler (Signalanlagen für die Piloten) versetzt werden, ebenso die Anflugsbefeuerung – die Beleuchtung.
Zudem wartet seit fünf Jahren das neue Landesystem darauf, endlich aus den Holzkisten ausgepackt zu werden. Derzeit lagert es in einer der Hallen auf dem 231 Hektar großen Airport-Areal. Im Tower sind das Technikpult und die Software schon installiert. Was jetzt noch fehlt, sind die Lichter, die auf der Mitte der Landebahn angebracht werden sollen, damit die Piloten sich beim An- und Abflug besser orientieren können.
Des Weiteren braucht die vierte Parkposition auf dem Vorfeld dringend neuen Asphalt. Immerhin wenden dort 70 Tonnen schwere Flugzeuge. Jetzt ist der Platz übersät mit großen Pfützen – anstelle einer ebenen Fläche. Punkt Nummer vier sind neue Parkplätze. Wer aus Richtung Uniklinikum zum Flughafen fährt, kommt linker Hand an dem Parkplatz P3 entlang. Genau gegenüber sollen 1900 neue Parkplätze entstehen. „Die Fläche wird mit Schotter aufgefüllt", erklärt Böhmke. Mit dem neuen Parkplatz würde der Flughafen seine Kapazität mehr als verdoppeln, zurzeit gibt es 1080.
„Die Stimmung am Flughafen ist jetzt nicht mehr so verzweifelt", sagt Lange. Man habe Zeit gewonnen. Lange hofft auch, dass sich bis Ende Oktober ein Investor für den Flughafen findet. Noch im November und Dezember mussten die Flughafen-Mitarbeiter fürchten, dass das Aus des Airports direkt bevor steht. Ihnen wurde von Rot-Rot-Grün der Geldhahn zugedreht. Das hat sich in der vergangenen Bürgerschaftssitzung geändert. Alle Fraktionen haben Geld für den Betrieb des Flughafens bis Ende Oktober freigegeben – 350 000 Euro pro Quartal.
Von Josephine von Zastrow
ln-online/lokales vom 07.02.2010 23:12
Foto: Dieser „Zebrastreifen" ist die Landeschwelle: Ingmar Haut, Chef der Bodenabfertigung, darf sie immer noch nicht ummarkieren. Foto: TIM JELONNEK
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