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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 22. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

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schlutup_ortsumgehung_lnFrühestens Anfang 2012 wird der Verkehr über die neue Ortsumgehung Schlutup rollen. Zurzeit erinnern nur eine Brücke und die in den Wesloer Wald geschlagene Trasse an das Straßenprojekt.
In Schlutup kursieren Gerüchte, die Umgehungsstraße werde nie gebaut. Doch – sie wird gebaut. Dass auf der Trasse im Wesloer Forst seit längerer Zeit beunruhigende Ruhe herrscht, habe rein planerische Gründe, versichert Jens Sommerburg, Leiter der Niederlassung Lübeck des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr. Es ist eine fast schon unendliche Geschichte. Eigentlich sollte die Umgehungsstraße rasch nach dem Mauerfall fertiggestellt werden. Doch immer wieder kam es zu Verzögerungen. Als die Autobahn A 20 Gestalt annahm, wurden kritische Fragen laut, ob es überhaupt noch einen Bedarf für die Umgehungstraße gibt oder dort nur Geld verpulvert wird. Doch das Projekt, das insgesamt acht Millionen Euro kostet (Baukosten und Grunderwerb), halten Verkehrsexperten und Naturschützer für sinnvoll. Nach Fertigstellung der gut zwei Kilometer langen Umgehung (B 104), die die Mecklenburger Straße mit der Wesloer Landstraße verbindet, kann der Wesloer Weg dicht gemacht werden, durch den heute der Verkehr rauscht. Die Straße zerschneidet seit Jahrzehnten den Wesloer Forst. Ist die B 104 vollendet, kann der Wald am Wesloer Weg wieder zusammenwachsen.
Geplant war, dass der Verkehr ab Herbst 2008 über die neue Schlutuper Umgehungsstraße rollt. Schuld an der leidigen Bauverzögerung ist eine Panne im Planfeststellungsverfahren. Versehentlich war ein Bahngleis im Schlutuper Industriegebiet, das auf der künftigen Straßentrasse liegt, der Deutschen Bahn zugeordnet worden. Deshalb wurde die Bahn AG in das Verfahren eingebunden. Die Gleise gehörten aber zu diesem Zeitpunkt längst einem privaten Unternehmen, das große Bereiche des Gewerbegebietes besitzt. Folge: Ein „Planfeststellungsergänzungsverfahren"; und das läuft jetzt mit all seinen bürokratischen Hürden.
Jens Sommerburg ist optimistisch, dass dieses Verfahren im Frühjahr abgeschlossen wird. Dann könne eine Spezialfirma damit beginnen, die Gleise auf einer Länge von mehreren hundert Metern um zehn bis 15 Meter neben die künftige Umgehung zu verlegen. Erst danach könne in diesem Bereich mit dem Bau der Ortsumgehung begonnen werden. Das wird, so hofft Sommerburg, Anfang 2011 sein.
Doch Leben auf der verwaisten Baustelle wird es bereits im kommenden Frühjahr geben. Denn für das rund ein Kilometer lange Straßenteilstück zwischen Mecklenburger Straße (dort wo die Brücke steht) und Industriegebiet gibt es keine gesetzlichen Hürden mehr. „Wir haben dort das Baurecht", sagte Sommerburg. Das Planfeststellungsergänzungsverfahren gelte nur für die andere – östliche Hälfte – der Umgehungsstraße.
Während auf der Schlutuper Straßentrasse derzeit Ruhe herrscht, wird im Bereich der Lübecker Ortschaft Niendorf gegraben. Als Ausgleichsmaßnahme für die Baumrodungen auf der Schlutuper Straßentrasse entsteht im Süden Lübecks ein neuer, sechs Hektar großer Laubwald.
Von Torsten Teichmann
Ln-online/lokales vom 22.12.2009 00:00
Foto: Die neue Brücke auf der Trasse der Umgehungsstraße ist nahezu fertig. Der Straßenbau wird laut Lübecks Chef-Straßenplaner Jens Sommerburg jedoch erst im kommenden Frühjahr beginnen. Foto: WOLFGANG MAXWITAT
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