Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Wer ist Online?

Wir haben 120 Gäste online
The next version of Ubuntu is coming soon
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 19. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

donna_teresa_lnNach Buttersäure-Anschlag:  Im August wurde die Pizzeria an der Falkenstraße von Vandalen heimgesucht. Nach dem Buttersäure-Anschlag laufen jetzt die Sanierungsarbeiten auf Hochtouren.
Auf der Terrasse stapeln sich Holzbretter als Überbleibsel des alten Inventars, das Innere des Restaurants ist eine einzige Baustelle – die Renovierungsarbeiten in der Pizzeria „Donna Teresa" haben begonnen.
Vor vier Monaten fiel das Lokal in der Falkenstraße Vandalen zum Opfer; Unbekannte übergossen die gesamte Einrichtung mit Buttersäure, einer relativ harmlosen Substanz, deren impertinenter Geruch jedoch starke Übelkeit hervorruft. Nun bereitet sich das Team auf einen Neuanfang vor. Im Februar soll wieder eröffnet werden.
Mit einer Bohrmaschine im Anschlag steht Cengiz Akcal (34) auf einer Leiter. Der langjährige Servicemitarbeiter legt selbst mit Hand an, um die Arbeiten schnellstmöglich voranzutreiben. Mittlerweile ist die alte Einrichtung entfernt worden; nun kann mit der Neugestaltung begonnen werden. „Das Restaurant wird nicht wieder so aussehen wie früher", berichtet Akcal von den geplanten Veränderungen. Eine Zwischenwand soll herausgerissen werden, um Platz für eine große Theke zu schaffen, in einer Ecke soll ein Lounge-Bereich entstehen und ein Wintergarten künftig den Raucherbereich darstellen. „Das neue Inventar ist bereits ausgesucht", erzählt der Angestellte, „nach dem Umbau wird die Pizzeria moderner aussehen."
Renovierungsarbeiten seien ohnehin geplant gewesen, so Akcal weiter. Mit einem halbherzigen Lächeln zuckt er die Schultern: „Das nennt man dann wohl Glück im Unglück. . ." Noch immer erinnert sich der Gastronom gut an die Ereignisse im August; er war damals einer der ersten, die das Restaurant nach dem Anschlag betreten haben. „Schon von der Straße aus habe ich den Geruch wahrgenommen", erinnert sich der 34-Jährige, „in der Pizzeria habe ich es keine 20 Sekunden ausgehalten; es stank bestialisch." Eine Idee, wer für die Tat verantwortlich zeichnet, hat Akcal nicht. Die Polizei vermutete damals einen Racheakt, da weder die Kasse geplündert noch Spirituosen oder Sonstiges gestohlen wurde – für Gastwirt Costa Savvidis nicht zu erklären: „Ich habe mit niemandem Ärger", beteuerte der 51-Jährige nach dem Anschlag.
Bis heute gibt es keinerlei Anhaltspunkte zu den Tätern; nach Angaben der Polizei sind alle Spuren im Sand verlaufen. Cengiz Akcal glaubt nicht daran, dass die Verantwortlichen noch gefasst werden – die Suche nach den Tätern steht für ihn aber nicht mehr im Vordergrund. „Jetzt freue ich mich auf den Neuanfang", sagt die Servicekraft, die nach der nervenaufreibenden Zeit der vergangenen Monate neuen Mut gefasst hat.
Hat er Angst, dass die Täter nach der Eröffnung erneut zuschlagen? „Natürlich", gibt Akcal zu, „aber wir werden unsere Sicherheitsmaßnahmen verstärken, damit so etwas nicht wieder passieren kann."
In den kommenden zwei Monaten sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen werden. Eigentümer Costa Savvidis und seine Mitarbeiter hoffen, im Februar eröffnen zu können. Ein optimaler Zeitpunkt ist das nicht, wie Akcal weiß, denn die Umsätze zum Jahresanfang lassen sich nicht mit Sommer- und Weihnachtsgeschäft vergleichen, deren Einnahmen dem Restaurant nun fehlen. Der Treue ihrer ehemaligen Stammgäste kann sich das Team aber wohl sicher sein: „Wir bekommen ständig die Frage gestellt, wann wir wieder aufmachen", erzählt Akcal gerührt, „unsere Gäste halten uns die Stange."
Von Jeniffer Binder
ln-online/lokales vom 19.12.2009 00:00
Im Garten des "Donna Teresa" an der Falkenstraße sieht es noch wild aus. Foto: BINDER
Banner