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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 29. Dezember 2009 um 00:00 Uhr

schlagloch-schock_lnHunderte von neuen Schlaglöchern auf Lübecks Straßen: Der harte Frost in den vergangenen Tagen hat den ohnehin schon notleidenden Verkehrswegen weitere schwere Schäden zugefügt. Susanne Fricke ist wütend. „Der Zustand der Straßen in Lübeck ist furchtbar", sagt sie während sie ihren roten Golf an der Tankstelle Falkenstraße auf Hochglanz poliert. „Mein Auto ist zwar Baujahr '91, aber ich hege und pflege
es gut und ärgere mich unheimlich über die vielen Schlaglöcher", sagt die Lübeckerin. Ein Radlager und die Stoßdämpfer hat sich die 41-Jährige bereits kaputtgefahren und fürchtet nach dem ersten Wintereinbruch noch mehr Schäden.

schlagloch-schock_lnDer strenge Frost der vergangenen Tage und das anschließende Tauwetter haben überall im Lübecker Stadtgebiet zu teilweise erheblichen Straßenschäden geführt. Das bestätigte gestern Matthias Drever, Abteilungsleiter des Lübecker Straßenbauamtes. Betroffen seien nahezu alle Straßen in Lübeck. Die Zahl der vom Frost gesprengten Löcher gehe in die Hunderte.
Die Mitarbeiter des Straßenbauamtes seien ständig im Einsatz und „flicken, wo sie nur flicken können." Ob Falkenstraße, Brandenbaumer Landstraße oder Fackenburger Allee: Überall, wo der Frost Löcher in die Straßendecke gesprengt hat, werdend diese von den Mitarbeitern des Straßenbauamtes mit Kaltasphalt verschlossen. Doch das sei nur ein Provisorium und halte nicht sehr lange, sagte Drever: „Das sind reine Notmaßnahmen." Er verwies darauf, dass die Asphaltmischwerke während der Wintermonate geschlossen seien. Die richtigen Ausbesserungsarbeiten könnten erst im Frühjahr nach dem Ende der Frostperiode erfolgen. Der Straßenbauexperte geht davon aus, dass die Zahl der Straßenschäden in den nächsten Wochen weiter zunehmen wird: „Der Winter ist schließlich noch nicht vorbei." Die Mitarbeiter des Straßenbauamtes würden angesichts der großen Zahl von Schlaglöchern zunächst vorrangig Schäden auf den Lübecker Hauptverkehrsadern beseitigen. Drever: „Wir können nicht überall sein." Das Straßenbauamt sei deshalb dankbar für Hinweise über Straßenschäden. Er appellierte an die Autofahrer, in den kommenden Wochen besonders umsichtig zu fahren.
Nach Aussage von Lübecks Polizeisprecher Frank Doblinski gab es im Lübecker Stadtgebiet bislang keine Verkehrsunfälle, die auf Straßenschäden zurückzuführen wären. Der Polizeisprecher geht davon aus, dass sich die Autofahrer auf die missliche Straßensituation einstellen würden, für die „Lübeck ja bekannt ist". Nach Meinung von Ingrid Brüchmann (64) ist das ganze Stadtgebiet von den Straßenschäden betroffen, aber manche Straßen seien besonders schlimm. „Die Niendorfer Straße in Moisling ist eine Katastrophe", sagt die Rentnerin. „Wir warten seit Jahren darauf, dass da etwas passiert."
Kraftfahrzeugmeister Axel Schütt (46) wundert sich kaum noch über Lübecks Schlaglochpisten. „Ich kenne die Straßen nicht heil", meint der Mann vom „Auto Check" in der Hüxtertorallee, der oft Pkw mit kaputten Stoßdämpfern und Fahrwerksschäden in der Werkstatt hat. Die ersten „schlimmen Schäden" hat Schütt in der Travemünder Allee entdeckt. „Aber an der Lübecker Straßensituation wird sich in den nächsten Jahren auch nichts ändern", meint er resigniert. „Die Stadt ist doch pleite."

Laut Hans-Eberhard Hansen sieht's in Kiel anders aus. Der Ex-Lübecker wohnt in der Landeshauptstadt und hat beobachtet, dass Schäden dort „sofort ausgebessert" werden. „Das geht ruckzuck", sagt der 57-jährige Unternehmensberater und ist froh darüber. „Ich habe mir vor sechs Jahren einen neuen Wagen geleistet, der muss noch lange halten."

Von Cosima Künzel und Torsten Teichmann
Ln-online/lokales vom 29.12.2009 12:26
Für ein Spielzeugauto haben die Schlaglöcher am Gustav-Radbruch-Platz schon Kratergröße. Aber auch für Pkw in Originalgröße sind die Straßenschäden erheblich. Fotos zum Weiterklicken: ULF-KERSTEN NEELSEN
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