Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Geschrieben von: HL-live Mittwoch, den 13. Januar 2010 um 00:00 Uhr

02.neuer_ct_uniklinikLübeck. Ein neuer Computertomograph (CT) ist jetzt in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin am UK S-H, Campus Lübeck, in Betrieb genommen worden. Das Gerät der Firma Siemens erfüllt höchste medizintechnische Anforderungen und setzt neue Maßstäbe in der Diagnostik insbesondere bei Tumor- und Herz-Kreislauferkrankungen. Mehr als dreimal pro Sekunde rotiert das System
um den Körper des Patienten und erzeugt dabei mehr als 380 hochaufgelöste Schichtaufnahmen. "Dieses Verfahren ermöglicht blitzschnelle und hochpräzise Einblicke in den gesamten Körper und wird die diagnostischen Strategien bei vielen Erkrankungen entscheidend verändern", sagt Prof. Dr. Jörg Barkhausen, Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin. Das gilt für die Standarddiagnostik von Gehirn, Lunge und Bauchraum, aber insbesondere für komplexe 02.neuer_ct_uniklinikUntersuchungen, zum Beispiel bei Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße oder beim Schlaganfall, da Gefäßverkalkungen sowie Engstellen und Gefäßverschlüsse zuverlässig nachgewiesen werden können.
Das UK S-H verfügt mit dem neuen Gerät über die modernste CT-Technik in Schleswig-Holstein. Bei der Untersuchung liegt der Patient auf einer bequem gepolsterten Liege, während eine Röntgenröhre und ein Empfangssystem (Detektor) um den Patienten rotieren. Aus den Messwerten berechnet ein Computer in Sekundenschnelle bis zu 3000 Einzelschichten mit einer Dicke von 0,6 mm, aus denen sich dann dreidimensionale Farbdarstellungen des untersuchten Organs oder Körperteils mit einer extrem hohen Präzision und Aussagekraft erstellen lassen. Die Strahlenexposition wird auf ein Minimum gesenkt. Das neue CT-System vermeidet bei allen Untersuchungen unnötige Röntgenstrahlung. "Im Vergleich zu einem Standard- CT-System verringert die neue Siemens-Technologie die Strahlenexposition für den Patienten um 50 Prozent", sagt Prof. Dr. Jörg Barkhausen.
Die enorme Anpassungsfähigkeit des neuen Systems an unterschiedlichste klinische Anforderungen und Patienten verbessert die Abläufe im Krankenhaus entscheidend und erleichtert so die Integration der CT-Bildgebung in den klinischen Workflow. "Das neue CT- System ist ein Alleskönner und kann gleichermaßen zur Diagnostik von Schlaganfällen eingesetzt werden, kann als nicht-invasives Katheterlabor fungieren, als Therapiemanagementwerkzeug bei Krebspatienten oder auch als Interventionsstation zum Beispiel bei Patienten mit chronischen Schmerzen - dies hängt ganz von der individuellen Situation des Patienten ab", sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UK S-H.
"Damit ist die gesamte radiologische Diagnostik am UK S-H, Campus Lübeck, jetzt auf dem modernsten Stand der Technik", freut sich auch Prof. Dr. Dirk Petersen, Direktor des Instituts für Neuroradiologie. In den vergangenen drei Jahren waren mehr als acht Millionen Euro in radiologische Geräte und IT-Infrastruktur i
nvestiert worden. 2007 konnten drei neue Magnetresonanz-Tomographen in Betrieb genommen werden, darunter ein 3T- Hochfeldsystem, das insbesondere bei Erkrankungen der Gelenke eine konkurrenzlose Bildqualität erreicht. Zeitgleich wurden zwei neue volldigitale Angiographieanlagen installiert, darunter ein
2-Ebenen-System in der Neuroradiologie für komplexe Gefäßbehandlungen. Seit 2008 verfügt das UK S-H außerdem über ein leistungsfähiges digitales Bildarchivierungssystem, das es den behandelnden Ärzten jederzeit und überall ermöglicht, auf radiologische Bilder zuzugreifen.
Autor: UKSH vom 13.01.2010 10.47
Hl-live
Der modernste Computertomograph Schleswig-Holsteins in Aktion. Foto: UKSH
Banner