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Aktuelles - HanseBeltRegion und die FehmarnBeltbrücke

Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 29. Januar 2009 um 00:00 Uhr

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0102062998900Beltbrücke: Neue Betriebe sollen für einen Boom sorgen. Während auf dänischer Seite bereits konkrete Pläne auf dem Tisch liegen, um vom erhofften wirtschaftlichen Boom durch den Bau der festen Beltquerung zu profitieren, will auch der Kreis Ostholstein durch

die Bereitstellung von Gewerbeflächen auf das Milliardenprojektgut vorbereitet sein. Ansiedlungswillige Unternehmen könnten Betriebsstätten auf einer Fläche von rund 45 Hektar in unmittelbarer Nachbarschaft der Vogelfluglinie errichten.

„Wir wollen den größtmöglichen Nutzen für die Wirtschaft und damit für die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen ziehen“, betonten gestern Landrat Reinhard Seger und der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (EGOH), Claus-Peter Matthiensen, in Eutin. Verwiesen wurde kreisweit auf insgesamt 17 Standorte mit Gewerbeflächen, von denen es einige direkt an der Autobahn gebe: Oldenburg (2,5 Hektar), Neustadt/Sierksdorf (4), Eutin/Süsel (12) sowie Ratekau (3,2).

 

Außerdem werde die Schaffung eines interkommunalen Gewerbegebietes zwischen Oldenburg und Gremersdorf (zwölf Hektar) sowie Burg auf Fehmarn (sechs bis acht) vorbereitet. Diese Gebiete könnten noch deutlich erweitert werden. Bislang hat das geplante Großprojekt allerdings noch keinen Ansturm von Interessenten ausgelöst.

Aktuelle Erfahrungen zeigten, so EGOH-Geschäftsführer Matthiensen, dass in den vergangenen beiden Jahren keine einzige Betriebsansiedlung wegen des bevorstehenden Baues der Beltbrücke erfolgt sei. Deshalb sei die unkritische Erschließung von weiteren Flächen im Kreisgebiet wegen der damit verbundenen Kapitalbindung nicht zu verantworten.
Wir wollen keinen blinden Aktionismus“, unterstrich Landrat Sager. Nach seinen Worten kommt es auch auf eine abgestimmte regionale Planung mit der Stadt Lübeck sowie den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Stormarn an, bei der es eine „größere Sichtweise“ geben sollte:
„Schließlich befinden wir uns in der Mitte zwischen den beiden Monopolregionen Hamburg und Kopenhagen.“ Wichtige Hinweise erhofft sich der Kreis aus den Ergebnissen eines Gutachtens, die bis Ende dieses Jahres vorliegen sollen. Dann sei zu erkennen, für welche speziellen Branchen die Region an der Ostsee im Zuge der festen Beltquerung von besonderem Interesse sei, erläuterte der Leiter des Fachdienstes
Regionale Planung in der Kreisverwaltung, Horst Weppler.
Nach dem vorliegenden Zeitplan werden die beiden Parlamente in Kopenhagen und Berlin noch vor der Sommerpause den Staatsvertrag für den Brückenbau ratifizieren. Baubeginn könnte dann 2011 oder 2012 sein, die Einweihung 2018 erfolgen. Ostholsteins Landrat machte deutlich, dass ausschließlich Dänemark für die Finanzierung zuständig sei. Aus diesem Grund werde auch in dem Nachbarland über die Vergabe der Aufträge entschieden. „Natürlich möchte auch der Kreis davon profitieren, und wir sollten darauf vorbereitet sein. Wichtig ist eine mentale Brücke, die zu einer gemeinsamen Fehmarnbeltregion führt“, betonte Sager. In welchem Ausmaß die Insel selbst von den Vorhaben durch eine große Baustelle betroffen sein wird, ist nach der Darstellung des Kreises zurzeit reine Spekulation. Teile der gewaltigen Brücke könnten in Polen oder Spanien produziert und in Lübeck verschifft werden. Denkbar sei auch, dass mit dem Bau direkt in der Ostsee begonnen werde.

Von Michael Thormählen
LN vom 29.01.09

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