Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 06. Januar 2010 um 00:00 Uhr

Benutzerbewertung: / 0
SchwachPerfekt 
02.verkehrsvereinVerkehrsverein: Flughafen ist für Lübeck die Zukunft. Lübeck - muss als Tourismus-Stadt angesichts des Gästebooms weiter gestärkt werden, fordert der Verkehrsverein und sagt deshalb „Ja zum Flughafen".
Das Bekenntnis war unmissverständlich: Beim traditionellen „Empfang zum Jahresbeginn" erklärte Jörg Semrau, Vorstandsvorsitzender des Lübecker Verkehrsvereins, den Lübecker Flughafen zum „brennendsten Thema".
Der Airport müsse erhalten bleiben. Semrau: „Lübecks Flughafen ist für Lübeck Zukunft."
02.verkehrsvereinIm Beisein von 140 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur warnte der Chef des Verkehrsvereins am Dienstagabend im Audienzsaal des Rathauses davor, den Lübecker Flughafen abzuwickeln: „Es steht sehr viel auf dem Spiel: Verlust aller bisherigen Investitionen in mehrstelliger Millionenhöhe und jahrelanger Anstrengungen." Eine Schließung des Flughafens werde aller Voraussicht nach deutlich mehr als 20 Millionen Euro kosten.
Nach Überzeugung von Jörg Semrau sei es nur auf die ständigen Verzögerungen und Blockaden des Planfeststellungsverfahrens zurückzuführen, dass „die positive Entwicklung und Erweiterung des Flughafens bis heute ausgebremst wurde". Wäre dies nicht gewesen, könnte Lübecks Flughafen heute schon „sehr viel weiter sein, als er bereits ist".
Der Chef des 104 Jahre alten Verkehrsvereins hob hervor, dass der Flughafen Blankensee „von immer mehr Passagieren genutzt wird". Der Airport sei von „immenser Bedeutung für die Region", schaffe und sichere Arbeitsplätze und sei für den Lübecker Tourismus unverzichtbar.
Der hohe Stellenwert des Fremdenverkehrs für Lübeck war zentraler Punkt des Jahresempfangs. Der Tourismus habe im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 1,6 Prozent verbucht, die Zahl von einer Million Übernachtungen stimme optimistisch. Semrau: „Fast 600 Millionen Euro Umsatz bescheren Touristen insgesamt der Hansestadt Lübeck – das ist ein Rekordergebnis." 15 500 Menschen würden in der Hansestadt im Tourismus in Vollzeit arbeiten. Diese positive Entwicklung müsse in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben werden. Der Fremdenverkehr, so Semrau, sei in Lübeck der Wirtschaftsfaktor mit „weiteren Zukunftschancen und Perspektiven". An der Weißen Industrie hingen Arbeitsplätze, mittelständische Betriebe und Existenzen. Semrau: „Wir brauchen auch den Zulauf an Kaufkraft für Lübeck – nicht durch Einwohner, die nicht mehr Geld ausgeben können als sie haben, sondern durch Lübeck-Besucher, die neues Geld mitbringen und hier ausgeben."
Semrau lobte in diesem Zusammenhang das „erfolgreiche touristische Netzwerk" mit der Lübeck Travemünde Marketing GmbH (LTM), dem Hotel- und Gaststättenverband, der IHK, der Kaufmannschaft, dem Lübeck Management und dem Verkehrsverein und sprach von einem „Musterbeispiel engster Kooperation". Auch künftig werde man intensiv zusammenarbeiten, um den Tourismus-Standort Lübeck weiter voranzubringen.
In seinem Grußwort zeigte sich Bürgermeister Bernd Saxe erfreut darüber, dass der Tourismus in der Hansestadt „von der Wirtschaftskrise verschont blieb". Der Verwaltungschef bekannte sich erneut klar zum Flughafen: „Ich bin überzeugt, dass es in diesem Jahr mit dem Flughafen aufwärts gehen wird."
Von Torsten Teichmann
Ln-online/lokales vom 06.01.2010 00:00
Feier im Audienzsaal: Jörg Semrau umringt von Stadtführern in historischen Kostümen – Susanne Hildebrandt (50, v.l.), Dietmar Fischer (70) und Monika Mangels (59). Foto: TIM JELONNEK
Banner