Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Wer ist Online?

Wir haben 105 Gäste online
The next version of Ubuntu is coming soon
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Aktuelles - HanseBeltRegion und die FehmarnBeltbrücke

Geschrieben von: LN Beitrag Freitag, den 08. Januar 2010 um 00:00 Uhr

Benutzerbewertung: / 4
SchwachPerfekt 
02.beltquerung_schafft_jobsWird Lübeck Bauhafen für die feste Fehmarnbeltquerung? Die Frist läuft. Derweil verdienen die ersten Firmen im Norden bereits am Mammutprojekt. Autos sollen zwar erst 2018 über oder durch die feste Fehmarnbeltquerung rollen, doch Geld wird mit dem Mega-Bau schon längst verdient: Fünf Firmen aus Schleswig-Holstein haben bereits Aufträge der dänischen Projektgesellschaft Femern A/S erhalten.
In Lübeck ist es die Firma „Trüper Gondesen und Partner Landschaftsarchitekten", die einen Teil der Umweltuntersuchungen und Umweltverträglichkeitsstudien erledigt. Auch die Bioconsult aus Husum, die MariLim Gesellschaft für Gewässeruntersuchung (Schönkirchen), das Institut für Angewandte Ökologie (Neu Broderstorf) und das Kieler IFM Geomar sind mit dabei. Insgesamt seien bisher schon mehr als 125 Deutsche voll- oder teilzeit für Femern A/S tätig gewesen oder noch tätig, heißt es im Kieler Wirtschaftsministerium.
Soll auch Lübecks Hafen am Bau der Fehmarnbeltquerung verdienen, muss sich die Stadt sputen – die Femern A/S sucht bereits Häfen mit freien Industrieflächen, auf denen Produktionsstätten für die riesigen Betonteile der Brücke oder des Tunnels (die Entscheidung fällt Mitte 2011) entstehen können. Die Straßenanbindung muss gut, Arbeiter-Quartiere müssen in der Nähe sein. Am Montag soll ein Anforderungskatalog vorliegen. „Je näher die Produktionsstätten sind, desto besser", betonte Femern-Chef Peter Lundhus gestern bei einem Besuch in Kiel aber bereits.
Neben der Hansestadt mit ihren Flächen am Skandinavienkai sind offenbar auch Puttgarden und Kiel im Rennen, dazu Rostock und dänische Häfen.
Die endgültige Entscheidung soll Anfang 2013 fallen. Sie wird bei den Firmen-Konsortien liegen, die von der Femern A/S im Zuge einer Ausschreibung mit Bauabschnitten der Beltquerung beauftragt werden. „Die Stadt unterstützt eine Bewerbung Lübecks ausdrücklich, das operative Geschäft liegt bei der Hafengesellschaft", betont SPD-Bürgermeister Bernd Saxe. Unter deren Federführung, so erfuhren die LN, wird es schon in Kürze ein Treffen mit der Wirtschaftsförderung und anderen Beteiligten geben, um die Bewerbung Lübecks als Bauhafen auf den Weg zu bringen. „Das ist eine höchst interessante Sache", sagt LHG-Sprecher Rolf Klein.
Lob kommt von der Industrie- und Handelskammer: „Wir begrüßen die Absicht der Planer, auch die schleswig-holsteinischen Häfen als Logistikplattformen einzubeziehen", so IHK-Geschäftsführer Bernd Rohwer. Damit hätten auch hiesige Zulieferbetriebe die Chance, beteiligt zu werden. CDU-Wirtschaftsminister Jost de Jager rechnet damit, dass der Bau der Beltquerung insgesamt 7000 Menschen bis 2018 Arbeit geben wird. Und davon wolle man möglichst viele nach Schleswig-Holstein holen.
Von Wolfram Hammer
Ln-online/lokales vom 08.01.2010 00:00
Auf einer Wellenlänge: Peter Lundhus (r.), Geschäftsführer von Femern A/S, und Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU). Foto: DPA
Banner