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Aktuelles - HanseBeltRegion und die FehmarnBeltbrücke

Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 14. Januar 2010 um 00:00 Uhr

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03.gegen_die_beltbrueckeLübeck – Die Bürgerinitiativen gegen den Bau einer festen Fehmarnbelt-Querung nutzten den IHK-Empfang gestern Abend zu einer Protestkundgebung vor dem Foyer der Musik- und Kongresshalle (MuK). „Stoppt den Wahnsinn – keine Züge durch unsere Dörfer" oder „Timmendorfer Strand leistet Widerstand" stand auf den Transparenten, die knapp 100 Demonstranten entrollt hatten.
Kinder verteilten Flugblätter an die eintreffenden Gäste, die Stimmung blieb friedlich. Der Bus des Aktionsbündnisses aus Fehmarn, älteste Zelle des Widerstands, hatte es nicht nach Lübeck geschafft. Die Fahrt war wegen des widrigen Winterwetters abgesagt worden.
„Wir stehen hier, um Arbeitsplätze zu schützen, damit Häuser und Grundstücke entlang der Bahntrasse nicht entwertet werden", sagte Kerstin Fischer, erste Vorsitzende der Umwelt- und Naturschutzinititative (Uni) Ratekau, ins Mikrofon. Die Beltquerungsgegner rechnen bei einem Ausbau der Hinterlandanbindung auf der Schiene mit 149 Güterzügen, die täglich im Sechs-Minuten-Takt durch die ostholsteinischen Ostseegemeinden „donnern". Sie beziehen sich dabei auf eine Aussage der Bahn. „Wir werden eine erhebliche Lärmbelästigung bekommen", prognostizierte Malte Siegert vom Naturschutzbund (Nabu), nannte eine Schallemission von bis zu 100 Dezibel. Falls ein neues Gleis ins Hinterland verlegt würde, würden die Tourismusorte vom Bahnverkehr abgeschnitten. „Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera", sagte Siegert. Aber „noch sind nicht alle Messen gesungen", der deutsch-dänische Staatsvertrag sehe ausdrücklich eine Ausstiegsklausel vor. Peter Ninnemann, Gemeindeverteter aus Timmendorf „und IHK-Mitglied" sagte für die Initiative „Tourismus statt Transitort" (TsT), als Geschäftsmann sei er gewohnt, dass die Finanzierung stehen müsse, bevor man baue. „Am Belt steht gar nichts fest."
Unterdessen bahnten sich die IHK-Gäste unbeirrt den Weg durch das Spalier der Demonstranten. Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hielt sich bei seiner Ankunft nicht lange mit der Demo-Runde auf. „Der Widerstand wird kleiner", sagte er, murmelte etwas vom „letzten Aufgebot".
ctö
ln-online/lokales vom 14.01.2010 08:39
Foto: Malte Siegert (re.): „Stoppt den Wahnsinn. Wir brauchen keine Beltbrücke." Foto: L. ROESSLER
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