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Aktuelles - HanseBeltRegion und die FehmarnBeltbrücke

Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 26. September 2009 um 00:00 Uhr

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keinen_hafenBeltquerung: Fehmarn will keinen Hafen für die Baustelle. Doppelter Erfolg für die Brückengegner: Das Stadtparlament Fehmarn will keinen Baustellenhafen. Und der Umweltrat lehnt den Ausbau der E 47 auf der Insel ab.Die politischen Mehrheiten auf Fehmarn bröckeln. Aber noch haben die dänischen Beltbrücken-Planer die Insulaner nicht auf ihrer Seite. Donnerstagabend setzte die Stadtvertretung Fehmarn ein deutliches Signal: Ein Baustellenhafen im Inselnorden wurde mehrheitlich abgelehnt.

Vergebens warb FDP-Einzelkämpferin Christiane Dittmer für ihren Vorstoß. Heimische Arbeitskräfte, aber auch Handel und Gewerbe würden profitieren. Nach Ende der Bauphase könnten von hier aus zudem neue Ziele angepeilt werden – zum Beispiel St. Petersburg in Russland.

Doch eine Euphoriewelle löste Dittmer damit nicht aus. Einige CDU-Stadtvertreter mochten sich sich zwar mit der „Prüfung“ zumindest für einen Anlandepunkt für Servicebetriebe anfreunden. Doch SPD und Grüne warnten davor, neben der – ohnehin weiter abgelehnten – größten Baustelle Europas ohne Not noch zusätzliche Flächen auf der Naturinsel in eine Indstustrielandschaft zu verwandeln.


Mit zehn zu sechs Stimmen, darunter auch aus der FWV und BFF, sowie zwei Enthaltungen scheiterte der FDP-Vorstoß. Fünf Stadtvertreter fehlten. Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt sprach am Morgen danach von einem viel zu groß dimensionierten Projekt, für das zu beiden Seiten des Fährhafens kein ausreichender Platz vorhanden sei. Der Fährhafen werde mindestens bis zur Brückenöffnung in vollem Umfang weitergenutzt und stehe somit während der Bauphase nicht zur Verfügung. Ein Baustellenhafen zwischen Marienleuchte und Presen dürfte aber auf der Insel kaum konsensfähig sein.

Erst zwei Tage zuvor hatte Jürgen Boos (Aktionsbündnis) im Umweltrat Fehmarn beantragt, in Kiel und Berlin auf einen Stopp der Ausbauplanung für die E 47 auf Fehmarn zu drängen. Aus finanziellen und ökologischen Gründen: Solange kein definitiver Beschluss des Bundes für den vierspurigen Ausbau der Sundquerung vorliege, drohe ein enormer Engpass. Denn auf insgesamt vier Kilometern Länge soll die Trasse vorerst zweispurig bleiben. Mit fünf zu drei Stimmen bei einer Enthaltung kam der Antrag durch. Er hat zwar nur Charakter, setzt aber ein deutliches Zeichen für die Inselpolitik. Boos hatte den Antrag mit Christiane Stodt-Kirchholtes (Grüne), Volker Riechey und Martin Altemüller gestellt, die alle dem Aktionsbündnis angehören.

Von Gerd-J. Schwennsen
LN vom 26/09/09

Foto: Solange die Sundbrücke zweigleisig bleibt, soll sogar der Ausbau der E47 warten. Foto: GJS

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