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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 09. März 2010 um 00:00 Uhr

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019sailtravemuendeEin 200-Millionen-Euro-Plan soll Travemünde aufhübschen
Drei Hotels, zwei Parkhäuser, ein Gästehaus und etliche Extras sollen Travemündes Schokoladenseite noch schokoladiger machen. Auch für das marode Aqua Top gibt es schon Ideen.
Travemünde ist Lübecks schönste Tochter. Jetzt soll sie noch etwas schöner werden. Dafür gibt es einen Masterplan. Der nimmt die 1A-Lage des Seebads unter die Lupe – das zentrale Kurgebiet, das dreieckige Areal, dessen Spitze an der Trave und der Ostsee zusammenläuft. „
Dort können bis zu 200 Millionen Euro an Investitionen ausgelöst werden", erklärt Stadtplaner Herbert Schnabel.
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004.ein_200_millionen
Das Filetstück ist das Gelände des maroden Aqua Tops. „Dieser Standort ist in der gesamten Lübecker Bucht etwas Besonderes", betont Schnabel. Deshalb gibt sich die Bauverwaltung große Mühe, dass dort die richtigen Bauwerke entstehen. Nicht nur eins, sondern „bis zu zwei Hotels" könnten nach dem Abriss des kaputten Spaßbades am Fuße des Maritims gebaut werden. Vier- bis Fünf-Sterne-Nobelherbergen sollen dort entstehen mit insgesamt 400 Betten – Restaurants und Läden inklusive. In einem Workshop hat die Bauverwaltung fünf Modelle entwickelt, wie eine Bebauung aussehen könnte. „Das sind Ideen für die Vorbereitung eines Architekten-Wettbewerbes für den Neubau der Hotels", so Schnabel. Die Varianten sollen nicht gebaut werden, sondern den politischen Gremien helfen, zu bestimmen, in welche Richtung der Wettbewerb gehen soll. Neben diesen beiden neuen Luxus-Unterkünften soll auch am Lotsenberg noch ein Vier-Sterne-Hotel mit 130 Betten auf 12 000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche entstehen – auf dem Gelände des Travemünder Tennis und Hockey Clubs (TTHC). Der Verein würde dann zum Steenkamp umsiedeln.
Ziel ist es, dass das gesamte Areal neben Hotels vor allem durch einen Landschaftspark geprägt wird. Viel Grün ist dort bereits vorhanden, jetzt soll es neu gestaltet werden. Dazu muss der Parkplatz Leuchtenfeld wegfallen. Dort ist ein Park geplant, in dem man Basketball oder Hockey spielen kann, ein Biergarten oder ein Gartenrestaurant könnten dort entstehen, auch ein Skulpturenpark ist angedacht. Der neue Park erstreckt sich dann bis zum Kalvarienberg.
Die zurzeit noch befahrene Außenallee soll zurückgebaut werden. Nur noch Busse und Taxen dürfen sie dann nutzen – ansonsten soll das Areal den Fußgängern und Radfahrern gehören. Zwischen Trave- und Strandpromenade und dem Kalvarienberg soll es noch Zufahrten zu den Hotels geben, ansonsten sind Autos dort unerwünscht. Die müssen aber irgendwo untergebracht werden – deshalb sind zwei Parkhäuser vorgesehen. Am Lotsenberg neben dem Hotel soll eine Parkpalette ähnlich wie beim Arosa Hotel entstehen. 250 Stellplätze sollen dort angeboten werden. Auf der anderen Seite des Kurgebietes im Godewindpark sind ebenfalls Parkpaletten geplant – mit bis zu 550 Parkplätzen. Offen ist noch, ob es eine Verbindung für die Autos zwischen der Seite Godewindpark und dem Lotsenberg geben soll. Die sogenannte Verlängerung der Paul-Brümmer-Straße ist dafür eigentlich geplant. Ob sie gebaut werden muss, soll die Praxis zeigen. „Wir müssen sehen, wie sich der Verkehr verteilt und inwieweit Travemünde damit klarkommt", sagt Schnabel.
Auch der Zob vor dem Strandbahnhof soll umgestaltet werden. Das Columbia Hotel plant dort, sein Gästehaus zu errichten. In dem Zuge kann die Berlingstraße auch zur Fußgängerzone werden. Die beiden Promenaden – an der Trave und am Strand – sollen ebenfalls eine Frischzellenkur erhalten. Die Finanzierung der Strandpromenade steht bereits. An der Travepromenade macht die neue Markthalle von „Gosch" den Anfang.
Wird der Masterplan Ende März von der Bürgerschaft beschlossen, kann ein Architekten-Wettbewerb für die Markthalle ausgeschrieben werden. Als nächstes wäre dann der Abriss des Aqua Top dran. Wird der Masterplan beschlossen „müssen die Schritte alle logisch miteinander verknüpft werden", so Schnabel. In sieben bis 15 Jahren soll der 200-Millionen-Euro-Plan verwirklicht worden sein.

Am Dienstag, 16. März, wird der Masterplan öffentlich im Gesellschaftshaus, Torstraße 1, in Travemünde vorgestellt. Ab 19.30 Uhr präsentiert die Bauverwaltung die Pläne für das Seebad.

Von Josephine von Zastrow
ln-online/lokales vom 09.03.2010 12:13
Foto: 200 Millionen müssten investiert werden, wenn der Masterplan für Travemünde verwirklicht würde. Foto: WOLFGANG MAXWITAT
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