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Geschrieben von: LN Beitrag Freitag, den 19. Februar 2010 um 00:00 Uhr

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keinen_hafenLübecks Hafen: 400 neue Jobs durch den Bau der Belt-Querung? Schleswig-Holstein will mindestens einen Bauhafen für die Fehmarnbelt-Querung stellen. Lübeck macht sich große Hoffnungen, stellt vier Flächen in Aussicht. Es geht um 400 bis 600 Arbeitsplätze. Für den Bau der rund fünf Milliarden Euro teuren und 19 Kilometer langen Fehmarnbelt-Brücke werden vier bis sechs Bauhäfen in 100 Kilometer Umkreis benötigt.
Der Kieler Wirtschaftsminister Jost de Jager (CDU) will mindestens einen Bauhafen nach Schleswig-Holstein holen.
Nach Einschätzung der Landesregierung kommen nur Kiel und Lübeck in Frage. Die Hansestadt arbeitet mit Hochdruck an einem Konzept. Die Beteiligten sind optimistisch. Prof. Bernd Rohwer, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK): „Wir rechnen dem Lübecker Hafen gute Chancen aus. Er ist ideal gelegen, bestens angebunden, verfügt über geeignete Flächen und eine hervorragende Infrastruktur."
In den Bauhäfen sollen Brückenteile aus Beton und Stahl gefertigt werden. Die Projektgesellschaft Femern AS, die den Brückenbau managt, fordert von den Hafenstandorten bis zu 20 Hektar große Flächen, Baudocks oder schwerlastfähige Kaikanten sowie sieben bis zehn Meter tiefe Hafenbecken. „Wir haben ideale Standorte im Angebot", sagt Dirk Gerdes, Chef der Wirtschaftsförderung Lübeck. Das frühere Metallhüttengelände in Herrenwyk beherberge eine Zementfabrik vor Ort, Kiesgruben in der Nähe und mit der Firma Hans Lehmann einen Hafenbetreiber. Die Wassertiefe sei unproblematisch, versichert Gerdes. Einziges Manko: 20 Hektar gibt es in Herrenwyk nicht. Der oberste Wirtschaftsförderer: „Auf dem Gelände kann man kompakter bauen."
In Frage kommen auch der Skandinavienkai, der genug Platz habe, das frühere E.on-Gelände in Siems und das LMG-Gelände. Auf dem E.on-Gelände will Lübeck eigentlich einen indischen Unternehmer mit seiner Windkraftanlagen-Herstellung unterbringen, aber das Projekt hängt in der Schwebe. Gerdes: „Der Bauhafen wird ja nur für fünf Jahre gebraucht." Wichtig sei, den Bauhafen nach Lübeck zu holen, erklärt Gerdes. Denn die Konkurrenz ist groß. Der Kieler Wirtschaftsminister de Jager geht davon aus, dass Femern AS einen Standort nach Dänemark vergibt. Der Minister: „Schließlich zahlen die Dänen den Löwenanteil der Beltquerung." Häfen aus Skandinavien, Polen und sogar dem baltischen Raum seien interessiert. Gefährlichster Mitbewerber für Lübeck und Kiel ist allerdings Rostock. Im Gegensatz zu Lübeck gebe es dort keine Probleme mit Wassertiefen, sagen Experten. Rasmus Vöge von der Firma Lehmann: „Wenn Femern AS zehn Meter und mehr verlangt, ist Lübeck aus dem Rennen."
In Lübeck hat sich eine Arbeitsgruppe unter Federführung der IHK und Beteiligung von Hafenbetreibern, Hafenbehörde, LMG und anderen Unternehmen gegründet, die die Bewerbung vorbereiten. Gestern rührte diese „Arbeitsgruppe Produktionshafen Fehmarnbelt-Querung" bei der Landesregierung die Werbetrommel. Denn es geht immerhin um 400 bis 600 Arbeitsplätze, die so ein Bauhafen schafft. Nach Angaben von Wirtschaftsminister de Jager bereitet Femern AS eine Ausschreibung vor, in der es eine Vorauswahl von in Frage kommenden Hafenstandorten geben wird. Schleswig-Holstein müsse bis Jahresende seine Bewerber benennen, so de Jager.
Von Kai Dordowsky
Ln-online/lokales vom 19.02.2010 00:00:08
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