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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 20. Februar 2010 um 00:00 Uhr

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005.containerschiffeContainerschiffe nehmen wieder Fahrt auf. Lübeck/Rostock - Die Wirtschaftskrise hat die Reeder hart getroffen. Viele Containerschiffe mussten mangels Fracht geparkt werden. Jetzt entspannt sich die Lage etwas.Zweistellige Einbrüche in der Containerschifffahrt haben den Reedern schwer zu schaffen gemacht. Weil es wegen der eingebrochenen Konjunktur weltweit weniger Fracht gab, mussten Containerschiffe aus dem Verkehr gezogen und „aufgelegt" werden.
So erging es auch der „Northern Trust", die mehr als ein Jahr lang eine Zwangspause im Rostocker Hafen einlegen musste. Gestern hieß es für den Frachter mit 3300 Container-Stellplätzen endlich wieder „Leinen los". Schlepper zogen das Schiff der Rendsburger Reederei Schlüter aus dem Seehafen. Ziel der „Northern Trust" ist Antwerpen, wo sie bereits am Montag erwartet wird und Ladung aufnimmt. Im Rostocker Hafen warten derzeit noch drei Containerfrachter auf Ladung.
Entspannt hat sich die Lage auch im größten deutschen Seehafen Hamburg. Waren im vergangenen Jahr bis zu 18 Schiffe geparkt worden, sitzen jetzt nur noch zwei Frachter mangels Landung fest. Seit Anfang des Jahres habe sich die Situation entspannt, sagte die Sprecherin der Hafenverwaltung HPA, Karin Lengenfelder.
Sogenannte Auflieger machten auch im Lübecker Hafen fest, um auf Ladung zu warten. Von den einst sieben Schiffen, so ein Sprecher des Lübecker Hafenamtes, seien inzwischen nur noch zwei übrig geblieben, die noch nicht wieder in Fahrt gekommen seien. Dabei handele es sich um das Containerfeederschiff „Anke Ehler" sowie die Ro-Ro-Fähre „Antaris".
Die Lübecker Reederei Oldendorff ist im Gegensatz zur Containerschifffahrt recht glimpflich durch die Krise gekommen, weil die Flotte aus 317 Schiffen, von denen 52 von Oldendorff bereedert werden, als Massenguttransporteur unterwegs ist. „Wir mussten keine Schiffe auflegen, haben aber im vergangenen Jahr die gecharterte Flotte vorübergehend um zehn Prozent reduziert", sagt Reederei-Sprecher Peter Bagh. Und Oldendorff hatte einen starken Einbruch der Frachtraten zu verzeichnen.
Das gilt auch für die Lübecker Reederei Lehmann, die mit 13 kleineren Massengutfrachtern in der Nord- und Ostsee sowie im Mittelmeer unterwegs ist. „Wir konnten alle Schiffe in Fahrt halten, aber durch die stark gesunkenen Frachtraten schreiben wir für 2009 rote Zahlen", sagt Firmenchef Holger Lehmann. Beim Verband Deutscher Reeder (VDR) macht man eine leichte Entspannung in der Containerschifffahrt aus. „Die Chartertonnage zieht an, die Zahl der aufgelegten Schiffe ist gesunken", sagt VDR-Sprecher Max Johns. Dennoch werde auch 2010 für die deutschen Reeder „ein schwieriges Jahr".
Von Gerhard Krüger
ln-online/lokales vom 20.02.2010 00:00
Foto: Das Containerschiff „Northern Trust" der Rendsburger Reederei Schlüter konnte gestern nach gut einem Jahr Zwangspause den Rostocker Seehafen wieder verlassen. Schlepper zogen das Schiff in das Fahrwasser. Foto: DPA
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