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Geschrieben von: HL-live Montag, den 01. März 2010 um 00:00 Uhr

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007.lhg_bahnverkehrDer Lübecker Hafen setzt bei seinen Hinterlandanbindungen auch künftig in starkem Maße auf die Bahn. Trotz des Einbruchs beim Umschlag durch die Wirtschaftkrise wird eine Erweiterung des KV-Terminals geplant. Zurzeit werden bei der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) rund 81 Prozent der Güter im Zu- und Ablauf über die Straße und rund drei Prozent über die Binnenwasserstraße Elbe-Lübeck-Kanal transportiert.
Der Bahnanteil beträgt etwa 16 Prozent. Neben Papiertransporten, die als reine Papierzüge den Hafen verlassen, spielt der Kombinierte Verkehr eine immer größere Rolle. Die KV-Anlage am Skandinavienkai, die von der LHG-Beteiligung Baltic Rail Gate betrieben wird, schlug im Jahr 2009 rund 77.000 Einheiten um.
Geschäftsführerin Antje Falk: "Nach Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten hat die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr zu einem Minus von 16 Prozent geführt. Es gab jedoch in den vergangenen Monaten spürbare Anzeichen für eine leichte Erholung." Mittelfristig rechne man damit, die Marke von 100.000 Einheiten zu erreichen. Falk: "Spätestens dann müssen wir unsere bereits vorhandenen Ausbaupläne konkretisieren. Gedacht ist zunächst an eine Ergänzung der Anlage um ein sechstes zuglanges Gleis." Später sei dann eine komplette Erweiterung der Anlage in Form eines zweiten Moduls mit zusätzlichen Kranbrücken und Gleisen denkbar. In Planung ist bei der LHG ebenfalls eine verbesserte Bahnanbindung des Seelandkais.
Lübeck habe ein hohes Potenzial im Transport auf der Schiene, so Falk: "Durch die Ende 2008 abgeschlossene Elektrifizierung der Strecke Hamburg-Lübeck bis in die Hafenbahnhöfe hinein und die durchgängig zweigleisige Verbindung zwischen Lübeck und Travemünde, die in diesem Jahr fertig gestellt sein wird, investieren Bahn, Hafenbahn und Hafen in die Zukunft." Die LHG ist dabei nicht nur Umschlaghafen, sondern auch Eisenbahnverkehrsunternehmen, das vier eigene Lokomotiven vorhält und Traktionen zwischen den Lübecker Hafen-Terminals, nach Hamburg-Maschen und zu anderen Destinationen anbietet.
Bereits heute ist das KV-Terminal am Skandinavienkai mit zahlreichen großen Verkehrszentren vernetzt. In Lübeck-Travemünde werden 30 Ganzzüge pro Woche und Richtung abgefertigt. Destinationen sind unter anderem Basel, Ludwigshafen, Köln, Duisburg, Verona und Novara. Dabei sind die Schiffsabfahrten
und -ankünfte, insbesondere im Südschweden-Verkehr, so eng mit der Bahnseite vernetzt, dass im Hafen kaum Wartezeiten entstehen. So benötigt ein Trailer beispielsweise nur 36 Stunden, um (via Göteborg) von Basel nach Oslo zu gelangen. Ein Wert, der auf der Straße kaum erreichbar ist. Falk: "In diesem Jahr
werden wir unser Netz noch weiter ausbauen. Dazu führen wir derzeit Gespräche mit verschiedenen Interessenten."
Autor: Rolf Klein/red. vom 01.03.2010 10.44
HL-live online
Foto: Antje Falk sieht Anzeichen einer Erholung und plant bereits die Erweiterung des KV-Terminals. Fotos: LHG
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