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Geschrieben von: LN Beitrag Mittwoch, den 17. März 2010 um 00:00 Uhr

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026.draeger_rechnetHamburg/Lübeck - Der weltweit führende Medizintechnikhersteller Dräger hat die Wirtschaftskrise mit einem blauen Auge überstanden. Das Unternehmen steige aus der Talsohle heraus, sagte der Vorstandsvorsitzende der Drägerwerkverwaltungs AG, Stefan Dräger, bei der Vorstellung der Bilanz am Mittwoch in Hamburg.Für das laufende Jahr rechne er bereits wieder mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich. 2009 lag der Umsatz mit rund 1,91 Milliarden Euro um 0,7 Prozent unter dem des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) brach um mehr als 24 Prozent auf 80,1 Millionen Euro ein. Belastet wurde die Bilanz unter anderem durch den Rückkauf der Siemens-Anteile an der Dräger Medizintechnik. Die Transaktion ist zwar rechtlich noch nicht abgeschlossen, da die Zustimmung des Kartellamtes noch aussteht. Da der Kaufvertrag jedoch bereits Ende Dezember unterschrieben wurde, wird er bereits in der Bilanz des Jahres 2009 wirksam. Vor dem Hintergrund des dadurch steigenden Kapitalbedarfs kündigte Dräger eine Kapitalerhöhung an.
„Dadurch könnten dann auch weitere Zukäufe möglich werden, wenn der Markt es zulässt", sagte der Vorstandsvorsitzende.
Auf den im Sommer 2009 angekündigten Personalabbau konnte das Unternehmen weitgehend verzichten. Zwar wurden vor allem in den USA einige hundert Beschäftigte entlassen, dafür wurde der Personalbestand unter anderem am Stammsitz in Lübeck aufgestockt. Insgesamt beschäftigte Dräger Ende 2009 weltweit rund 11.000 Mitarbeiter, 1,5 Prozent mehr als Ende 2008.
Die Geschäftszweige Medizin- und Sicherheitstechnik entwickelten sich erneut sehr unter schiedlich. Während sich das Ergebnis in der Medizintechnik um 1,6 Prozent auf knapp 77 Millionen Euro steigerte, ging das Ergebnis im Bereich Sicherheitstechnik um rund 50 Prozent auf 30 Millionen Euro zurück. Grund dafür war nach Angaben des Unternehmens die Stornierung eines Auftrag für ein Tieftauchsystem im Wert von 30 Millionen Euro. „Der Kunde konnte das System wegen der Krise nicht mehr bezahlen. Doch wir haben daraus gelernt und werden in Zukunft unsere Verträge anders gestalten", sagte Dräger. Durch das im Sommer 2009 aufgelegte Sparprogramm und eine Reihe neuer Produkte sowohl in der Medizin- als auch in der Sicherheitstechnik will Dräger in diesem Jahr rund 80 Millionen Euro Kosten im Vergleich zu 2008 sparen. Ab 2011 sollen es sogar 100 Millionen Euro jährlich sein. Vor dem Hintergrund der Ergebnisentwicklung schlägt die Konzernspitze vor, die Dividenden der Stammaktie von 29 Cent auf 34 Cent und der Vorzugsaktie von 35 Cent auf 40 Cent je Aktie zu erhöhen.
Ln-online/lokales vom 17.03.2010 18:09
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