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Geschrieben von: LN Beitrag Sonntag, den 28. März 2010 um 00:00 Uhr

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031.endspurt_atlantikLuxus in der City: Zwei Tage noch, dann eröffnet eine Nobelherberge auf der Altstadtinsel. Im neuen Atlantic Hotel warten schon 30 000 Gummibärchen auf ihren Einsatz.St. Petri gibt es jetzt noch einmal. Die majestätische Stadtkirche spiegelt sich in der langen Fensterfront des Festsaals. Hoch oben – über den Dächern Lübecks – wird eifrig geschraubt, geputzt und gewienert, damit die ersten Gäste der neuen Luxusunterkunft mitten in der Altstadt willkommen geheißen werden können. Lange hat es gedauert, doch jetzt ist das 21 Millionen Euro teure Investment Realität: In zwei Tagen eröffnet das Atlantic Hotel in der Schmiedestraße.Im Festsaal hängen bereits die beigefarbenen Gardinen, die letzten Kabel werden unter der Decke versteckt – und die Fenster müssen noch einmal entstaubt werden. Es wird eine „sanfte" Eröffnung werden – ohne Pomp und Glorie, sondern still und leise.
Die große Party soll im Sommer nachgeholt werden. „Die ersten Tage Mitte Mai sind wir schon ausgebucht", freut sich Direktor Jens Schultz.
031.atlantic_hotelAuch das Restaurant ist bereits gut belegt, und an einigen Tagen gibt es schon keinen der 125 Sitzplätze mehr. Aber ab Dienstag können die ersten Gäste ab 18 Uhr in dem neuen Nobelrestaurant speisen. „Salis" heißt die Gastronomie, was aus dem Lateinischen übersetzt Salz bedeutet. „Wir haben lange nach dem passenden Namen gesucht", sagt Verkaufsleiterin Wiebke Markmann. Auf Salis hat sich das Hotel-Team geeinigt, weil Lübeck an der ehemaligen Salzstraße liegt und auch heute noch alte Salzspeicher zu sehen sind, gleich neben dem Holstentor. Deshalb gibt es von der Zutat natürlich etliche Varianten in den Speisen: Algensalz und Vulkansalz aus Island, rotes Meersalz aus Hawaii. Eines schmeckt besser im Salat, anderes würzt den Fisch – das nächste lässt Steak besonders gut munden. Wer Küchenchef Andreas Schmidt zuhört, merkt: Die Sache mit dem Salz ist eine Wissenschaft für sich. Seine Leidenschaft ist außerdem Altbekanntes wie „Himmel und Erde". Aber er präsentiert die Speisen nicht altbacken, sondern „interpretiert sie neu" – als gehobene Küche mit Zutaten aus der Region. Neben der noblen Speisekarten am Abend wird es einen Mittagstisch geben und nachmittags Kaffee und Kuchen.
Durch einen Extra-Eingang betritt man das Restaurant – Braun ist die bestimmende Farbe garniert mit Grau und Orange. Riesige Designer-Lampen hängen von den Decken. Nicht nur im Restaurant, sondern die gesamte Luxusunterkunft, ist in diesem Stil gehalten. Auch in den Zimmern. Dort zupft Hausdame Jessica Wetzel die Betten zurecht. 30 000 Gummibärchen hat sie in ihrem Büro gebunkert – und die warten darauf, vernascht zu werden. Wetzel legt sie den Anreisenden zur Begrüßung aufs Kopfkissen. Apropros Kissen: 600 Stück wurden eingekauft, dazu 300 Bettdecken.
Doch das ist noch nicht alles – die Bestellliste des Hotels ist lang: Für die Gäste wurden 8800 Bestecke in den Küchenschubladen verstaut, 3500 Teller stapeln sich in den Schränken, 3400 Gläser blinken. Außerdem gibt's 5000 Kugelschreiber und 2000 Nähsets. Neugierig auf die ersten Besucher ist das Hotel-Team von Direktor Schulz. Markmann: „Wir sind gespannt, was uns erwartet." Deshalb gibt es für den Start Unterstützung aus den anderen Hotels der Atlantic-Gruppe. 45 Mitarbeiter wuseln derzeit durch das neue Gebäude – dazwischen streicht Maler Thomas Liebmann noch eine weiße Wand nach. Damit bis Dienstag alles blitzt.
Von Josephine von Zastrow
Ln-online/lokales vom 28.03.2010 14:39
Foto: Zimmer mit Aussicht: Wiebke Markmann (30) auf der Terrasse des Festsaals – mit St. Petri im Spiegelbild. Foto: LUTZ ROESSLER
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