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Geschrieben von: LN Beitrag Dienstag, den 16. Februar 2010 um 00:00 Uhr

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14.ryanair_streicht_flugplSchlechte Nachricht für den Flughafen Blankensee: Die irische Billig-Airline Ryanair streicht – wie befürchtet – ihr Liniennetz in Lübeck zusammen. Die Verbindung nach Dublin fällt im Sommerflugplan ab Ende März weg. Auch die erste innerdeutsche Verbindung nach Frankfurt-Hahn wird nicht fortgesetzt. Alghero auf Sardinien wird ebenfalls gestrichen – und die London-Linie ausgedünnt. Das bestätigte Flughafen-Geschäftsführer Michael Lange gestern auf LN-Anfrage. „Wir sind aber weiterhin in Gesprächen mit Ryanair", so Lange. Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) hatte bereits nach einem Gespräch mit der Ryanair-Spitze Mitte Januar erklärt, dass die Iren wegen rückläufiger Buchungen im Zuge der Flughafen-Debatte den Sommerflugplan reduzieren wollten. Die Auslastung der im Oktober 2008 gestarteten Inlandsverbindung nach Hahn sei nicht ausreichend gewesen,
begründet Lange die Einstellung. Die 2006 gestartete Dublin-Linie wurde bereits im Mai 2007 ausgedünnt, weil vier von sieben Flügen in der Woche nach Bremen umdirigiert wurden. Dass Ryanair diese Verbindung jetzt in Bremen konzentriere, habe mit hohen Flughafengebühren in der irischen Metropole zu tun, so Lange. Nicht einmal ein Jahr stand Alghero auf Sardinien auf dem Blankensee-Zielplan. Die London-Linie, mit der Ryanair sein Engagement in Lübeck vor zehn Jahren startete, wird nach Auskunft der „Schutzgemeinschaft gegen Fluglärm" nur noch einmal täglich bedient. Vorsitzender Gerhard Haase: „Das ist eine Katastrophe für den Flughafen. Die für dieses Jahr angepeilte eine Million Passagiere ist nicht zu halten."
Als „schallende Ohrfeige für Verwaltung und die Initiatoren des Bürgerbegehrens" bewertet die Schutzgemeinschaft die Antwort der Landesregierung auf das Lübecker Take-Off-Konzept. Der Kieler Verkehrsminister Jost de Jager (CDU) attestiert dem Konzept schwerwiegende Mängel, spricht von zu optimistischen Einschätzungen und fordert die Hansestadt auf, grundsätzlich für den millionenschweren Gesamtausbau geradezustehen. Die bisher in Rede stehenden vier Millionen Euro würden dafür bei weitem nicht ausreichen. Flughafen-Gegner sprechen von 60 Millionen Euro, die auf die Stadt zukommen. Bürgermeister Saxe erklärt, dass anstehende Investitionen über eine Pacht vom Betreiber refinanziert werden müssten.
Beim laufenden Bürgerbegehren sind nach Angaben der Initiatoren bislang 40 000 gültige Unterschriften gezählt worden. CDU, BfL und FDP fordern jetzt Mitstreiter aus Wirtschaft, Kultur und Tourismus auf, den Wahlkampf zum Bürgerentscheid (25. April) durch Spenden abzusichern. Bis Ende Oktober hat die Bürgerschaft das Überleben des Airports gesichert. Laut einer vertraulichen Vorlage muss Lübeck rund 1,5 Millionen Euro bereitstellen.
Von Kai Dordowsky
ln-online/lokales vom 16.02.2010 11:01
Foto: Es wird ruhiger in Blankensee. Ryanair reduziert die Zahl der Flüge. Foto: Ulf-Kersten Neelsen
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