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Geschrieben von: HL-live Freitag, den 12. März 2010 um 00:00 Uhr

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18.flughafenmotivBürgermeister Bernd Saxe hat eine Fortschreibung des Take Off-Konzeptes für den Flughafen vorgelegt. Am ersten Entwurf hatte es viel Kritik gegeben, da von sehr optimistischen Fluggastzahlen ausgegangen wurde. Jetzt sind die Zahlen korrigiert. Der Flughafen wird in den nächsten fünf Jahren rund 30 Millionen Euro kosten. Eine Schließung wäre demnach kaum billiger. Das erste Konzept wurde mit ungewöhnlich deutlichen Worten von der Landesregierung abgelehnt. Wirtschaftsminister Jost de Jager gab dem Bürgermeister Hausaufgaben auf: "Beim Businessplan werden dem Best Case noch Medium Case und Worst Case gegenübergestellt. Eine Absichtserklärung des Hauptkunden Ryanair zur Einrichtung einer Base auf dem Flughafen wird eingeholt. Es wird ausgeführt, wie im Verfahren vor dem OVG die Rechtskraft des Planfeststellungsbeschlusses erreicht werden soll."
Jetzt liegt der neue Entwurf vor. Die Absichtserklärung von Ryanair zur Errichtung einer Base liege bereits seit dem 6. August 2009 vor. Außerdem habe die Ryanair-Pressesprecherin am 26. Februar erklärt, dass die Fluglinie eine Base einrichten wird, wenn die Voraussetzungen geschaffen sind.
Kompliziert wird es bei Rechtssicherheit für den Planfeststellungsbeschluss. Er hat vor Gericht nur Bestand, wenn er auch umgesetzt werden soll - das Geld für den Ausbau also vorhanden ist. Dazu, so der neue Bericht, reiche ein positiver Bürgerentscheid aus. Möglich wäre auch ein neuer Beschluss der Bürgerschaft. "Ersatzweise könnte das Land Schleswig-Holstein erklären, anstelle des Alleingesellschafters (also der Stadt, die Red.) die Finanzierung der Investitionen aus dem Planfeststellungsbeschluss zu übernehmen."
Auch bei der Entwicklungsperspektive des Flughafens hat Lübeck die Kritik aufgenommen. Die erwarteten Passagierzahlen wurden angepasst. Im besten Fall werden jetzt für 2010 590.000 Fluggäste erwartet. Mit einer Base ab kommenden Jahr sollen es 960.000 sein, im Folgejahr dann 1,17 Millionen. Die Erlöse seien vorsichtig kalkuliert. Bei Investitionen von 29,9 Millionen Euro bis 2015 würde ein Verlust (inklusive der Investitionen) in fast gleicher Höhe anfallen. Abschreibungen und Zinsen sind dabei eingerechnet.
Den Berechnungen wird der Fall gegenüber gestellt, dass es keinen Ausbau gibt und die Zahl der Fluggäste gleich bleibt. Dann würden von 2010 bis 2015 Verluste von 37,5 Millionen Euro auflaufen.
Auch die Schließung des Flughafens wird durchgerechnet. Der Verlust würde bis 2012 bei 23,86 Millionen Euro liegen. Außerdem hätte die Stadt keine Chance mehr, ihre 33 Millionen Euro zurück zu bekommen, die bereits im Flughafen stecken.
Autor: VG vom 12.03.2010 15.15
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