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Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 04. März 2010 um 00:00 Uhr

16.so_sparenWege aus der Schulden-Misere - So sparen Lübecks große Nachbarn. Auf 1,3 Milliarden Euro wächst der Lübecker Schuldenberg. Vom Sparen ist im Rathaus keine Rede mehr. Anderswo ist man mutiger. Ein Blick über den Tellerrand. Ist Rostock ein Vorbild für Lübeck? Die Nachbarn im Osten sind zwar nicht schuldenfrei, aber dennoch macht die Hansestadt in Mecklenburg-Vorpommern in ihrem laufenden Geschäft keine neuen Verluste –
und das seit drei Jahren. Der „konsequente Konsolidierungskurs" des Oberbürgermeisters Roland Methling (parteilos) habe zu dem ausgeglichenen Haushalt geführt, sagt Stadtsprecher Ulrich Kunze. So wurden in den letzten fünf Jahren laut Kunze 700 Stellen in der Verwaltung abgebaut, die jetzt 2506 Stellen zählt (Lübeck: 2875). In diesem Jahr werden wieder 300 Stellen wegfallen, weil das Theater in eine GmbH umgewandelt wird. Aber auch der Druck aus der Landeshauptstadt hat Rostock zum Sparen gezwungen. Faktisch gilt in Rostock fast das gesamte Jahr eine Haushaltssperre. Jede freiwillige Ausgabe geht erst über den Tisch des Oberbürgermeisters.
Kiel will weniger ausgeben und Verwaltung verschlanken
Als Methling 2005 ins Amt gewählt wurde, sollte Rostock das Jahr mit 100 Millionen Euro Miesen beeenden. Es waren dann nur 50 Millionen Euro. 2008 fuhr Rostock (etwa 200 000 Einwohner) im Boomjahr zum ersten Mal ein Plus von neun Millionen Euro ein. Auch Lübeck (211 000 Einwohner) schaffte es damals, weniger auszugeben als einzunehmen. Aber das war 2009 schon wieder vorbei, während die Rostocker im Folgejahr wieder ein paar Millionen übrig behielten. Und der Haushalt 2010 soll erneut ausgeglichen sein: Methling hat seinen Entwurf vorgelegt. Das Gesamtvolumen des Haushaltes beträgt 572,3 Millionen Euro. Die Personalkosten liegen mit 123 Millionen Euro ähnlich hoch wie in Lübeck. Auch die Gewerbesteuereinnahmen sind vergleichbar: Rostock rechnet mit 58 Millionen Euro, Lübeck mit 50 Millionen Euro. Am 17. März entscheidet die Bürgerschaft, in der es wechselnde Mehrheiten gibt. Die Linken sind die stärkste Kraft gefolgt von SPD und CDU.
Dass Rostock nicht mehr ausgibt als es einnimmt, heißt aber nicht, dass die Stadt keine Schulden hat. Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten auf fast 400 Millionen Euro. Diesen Berg wollte Methling abtragen und dafür Tafelsilber veräußern, etwa Stadtwerke, Stadtentsorgung, Klinikum, Wohnungen. Aber da machte die Bürgerschaft nicht mit. Der Schuldenberg Rostocks ist im Vergleich zu Lübeck (1,3 Milliarden Euro) zwar gering – aber die Rostocker führen ihren Haushalt noch nach der alten Kameralistik – die Pensionsrückstellungen sind noch nicht berücksichtigt.
Von Josephine von Zastrow
ln-online/lokales vom 04.03.2010 00:02
Foto: Im Rostocker Rathaus würde Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) den Haushalt gern noch schneller sanieren, ein Verkauf des Tafelsilbers scheiterte bisher an der Bürgerschaft, in der es wechselnde Mehrheiten gibt. Foto: HARTMUT KLONOWSKI
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