Diese Website empfehlen:

letzte Kommentare

RSS

Wer ist Online?

Wir haben 107 Gäste online
The next version of Ubuntu is coming soon
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner
Banner

Geschrieben von: LN Beitrag Donnerstag, den 11. März 2010 um 00:00 Uhr

23.eishausNeue Disco hinter alten Mauern. Lübeck - Das Eishaus in der Geniner Straße startet neu durch. Am morgigen Freitag feiert die neue High-Tech- Diskothek Eröffnung. In dem alten Gebäude der Lück Brauerei sieht es noch recht wüst aus. Die acht mal fünf Meter große Alutraverse, die für die richtige Beleuchtung auf der Tanzfläche sorgen soll, liegt noch am Boden und wird zusammengeschraubt. Auch die LED-Kästen, die hinter Milchglas an den
Theken und Wänden verschwinden, müssen noch bestückt werden. Im oberen Loungebereich stehen die Ledersitze zum Verschrauben bereit. Die Musikanlage ist noch komplett eingepackt. Dennoch sagt Martin Heitmann: „Wir sind gut davor."
Der 40-Jährige muss es wissen. Schließlich ist das Eishaus nicht sein erstes Objekt. „Wir haben schon viele Diskotheken ausgestattet und eröffnet. Insgesamt betreuen wir 16 Clubs", sagt Heitmann, der in die Umgestaltung des Eishauses rund 200 000 Euro investiert. „Wir wollen etwas bieten, was es in Lübeck bislang nicht gibt. Also machen wir es richtig, sonst bräuchten wir gar nicht erst anzufangen", sagt Heitmann, der aus Fintel bei Buchholz in der Nordheide stammt. Die LED-Anlage sowie eine über zwölf Quadratmeter große Videoleinwand sind die Markenzeichen der ansonsten in dunklem Holz gehaltenen Diskothek, die aber auch noch ein wenig den historischen Charme ausstrahlen soll.
1902 erbaute Heinrich Lück das heutige Eishaus als Kühlhaus für seine Lück-Brauerei, die sich auf der anderen Straßenseite (heute Campbell's) befand. Was heute das Biotop nebenan ist, war früher wesentlich mehr Wasser. Im Winter schnitt man Eisblöcke heraus, die mittels eines Zahnrades auf den Dachboden des Eishauses gezogen wurden. Von dort ließ man sie in den Innenraum fallen. In den somit gewonnen Eissplittern lagerte man die Bierfässer. Das ist auch der Grund für die sehr dicken Mauern des Backsteingebäudes. 1992 kaufte Herbert Sachers das Gebäude, zunächst als Lager. 1995 dann wurde das Eishaus erstmals als Diskothek eröffnet. Seitdem hat sich natürlich stetig etwas verändert. Es gibt aber auch einige Sachen, die bleiben. „Auch in Zukunft wird es die legendären Studio 54-Partys oder andere Mottoabende geben", verspricht Heitmann.
Dass das Eishaus keine ganz einfache Location ist, ist Heitmann bewusst. In den letzten Jahren haben dort nur noch sporadisch Partys stattgefunden. Mit der Crew um Heitmann, der das Eishaus von Herbert Sachers gepachtet hat, soll jetzt jeden Freitag und Sonnabend ab 22 Uhr (fünf Euro Eintritt) wieder die Post abgehen. Zudem will sich das Eishaus auch als Location für Firmenveranstaltungen empfehlen. „Entsprechend hochwertig und gut wird auch die Ausstattung", sagt Heitmann, der sich an ein etwas schickeres Publikum wendet. „Mit Käppi, Jogginghose und Turnschuhen kommt hier keiner rein", so Heitmann. Er verspricht: „Hier wird nichts mehr so sein wie vorher."
Von Sebastian Prey
ln-online/lokales vom 11.03.2010 00:00
Banner