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Geschrieben von: LN Beitrag Samstag, den 20. März 2010 um 00:00 Uhr

26.toyotaKittner schließt Toyota-Autohaus in Lübeck. Lübeck - Die Lübecker Autohandelsgruppe Kittner beendet die Zusammenarbeit mit Toyota. Schon Ende März wird der Betrieb in den Autoarcaden mit 14 Mitarbeitern geschlossen. Das Kapitel Toyota ist bei Norddeutschlands größter Autohandelsgruppe Kittner beendet. Die Zusammenarbeit mit dem derzeit wegen zahlreicher Rückrufe unter Druck stehenden japanischen Autohersteller wird Ende März beendet,
teilte Kittner-Geschäftsführer Wolfgang Mehte den LN gestern Abend mit. Mit den aktuellen Problemen Toyotas habe die Beendigung der vertraglichen Partnerschaft aber nichts zu tun, sagte Mehte. „Wir hätten gerne an dem Standort und mit den Mitarbeitern weiter zusammengearbeitet, aber in der Kürze der Zeit und unter den gegebenen Umständen konnte leider das tragfähige Fortführungskonzept nicht realisiert werden", begründete Willi Weber, General Manager Händlerentwicklung bei Toyota Deutschland, den Ausstieg bei Kittner.
Von der Schließung des Betriebes Ende März in den Kittner Autoarcaden in Lübeck sind 14 Mitarbeiter betroffen. Mit betriebsbedingten Kündigungen müssen sie allerdings laut Mehte nicht rechnen. „Auch ohne eine Fortführung des Vertriebes von Toyota-Fahrzeugen ist die Zukunft der Mitarbeiter durch Übernahme in andere Firmen der Kittner-Gruppe gesichert", verspricht der Kittner-Chef. Zudem gebe es eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft IG Metall, dass die von der Schließung von Autohäusern betroffenen Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft wechseln könnten.
Was künftig mit den frei werdenden Toyota-Ausstellungsflächen sowie der angeschlossenen hochmodernen Werkstatt werde, sei derzeit noch unklar, sagte Mehte.
Hintergrund der beendeten Zusammenarbeit mit Toyota ist das von Mehte eingeleitete Sanierungskonzept für die Kittner-Gruppe. Daran hatten sich – außer Toyota – alle anderen Banken der von Kittner vertriebenen Automarken beteiligt. Sie waren zu finanziellen Zugeständnissen während der Restrukturierungsphase bereit. Nicht aber Toyota, sodass der jetzige Schritt die logische, unausweichliche Konsequenz ist.

Erst Toyota – und dann? Nein, bekräftigt Mehte. Kittner werde weiterhin die Marken VW, Audi, Skoda, Porsche, Opel, Fiat, BMW, Mini und Land Rover vertreiben. Voraussetzung ist allerdings, dass die einzelnen Gesellschaften profitabel arbeiten und ihre Kosten selbst verdienen. Eine Querfinanzierung der Marken (VW finanziert Toyota), wie es in der Vergangenheit bei Kittner üblich gewesen war, ist im neuen Konzept ausgeschlossen.
Über das Aus für Toyota bei Kittner dürfte der verbleibende Toyota-Händler in Lübeck, das Autohaus Reköndt, kaum traurig sein. Schließlich wachsen Reköndt in schweren Zeiten unverhofft neue Kunden für Neuwagenverkauf und vor allem Service zu.

Von Gerhard Krüger
ln-online/lokales vom 20.03.2010 14:46
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